Vorschau des Artikels

Hilfe für Arme: die Ein-Dollar-Brille

© Wolfram Cüppers, vom Verein OneDollarBrille, CC BY-SA 3.0 de Montag, 11. Januar 2016: In vielen ärmeren Ländern bräuchten Menschen eigentlich eine Brille, können sie sich aber nicht leisten. Ein Deutscher erfand eine Brille, die nur einen Dollar kostet. Das Projekt funktioniert nun schon in sieben Ländern in Afrika und Südamerika.
 

Brillen für Menschen in Afrika und Südamerika

Über 150 Millionen Menschen auf der Welt müssten eigentlich eine Brille tragen. Aber gerade in ärmeren Ländern ist das nicht so. Manche kennen Brillen nicht einmal, andere wissen nicht, dass sie schlecht sehen. Für sie ist das schlechte Sehen normal. Eine Brille können sich die wenigsten leisten. Der Deutsche Martin Aufmuth hat eine Brille entwickelt, die auch ärmere Menschen bezahlen können. Sie wird ohne Strom hergestellt. Mit einer speziellen Biegemaschine wird die Brille geformt. Die vorgefertigten Gläser in den jeweiligen Sehstärken werden dann in das Gestell reingeklickt.  
 

Wie kam es zu der Idee?

Martin Aufmuth wollte etwas Gutes tun. Er fragte sich, warum es bei uns 1-Euro-Brillen beim Optiker gibt, aber in ärmeren Ländern der Welt nicht. In seiner Werkstatt hat er getüftelt und eine Brille erfunden, die in der Herstellung nur einen Dollar kostet. Diese wird bereits in sieben Ländern Afrikas und Südamerikas verkauft. Es gibt ein extra Training, das den neuen „Optiker“ vor Ort ausbildet. Dieser lernt, die Sehstärke der Patienten zu messen und die Brille selbst herzustellen. Die Brille wird dann zu einem  Preis verkauft, den sich ärmere Menschen gerade noch leisten können – es sind 2 bis 3 Tagesgehälter. Mit der günstigen Brille können Kinder lesen und schreiben lernen, Erwachsene können arbeiten gehen. Wer sehr schlechte Augen hat, kann das nämlich nicht.

 

Wie findest du das Projekt? 


5 gute Bewertungen zum Artikel!
Deine Bewertung?

Eure Kommentare

Vorschau

gut

Dein Kommentar aufschreiben