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Nobelpreis für einen Armutsforscher

© Jörg Brinckheger/ pixelio.deDienstag, 13.10.2015: Der britische Forscher Angus Deaton erhielt gestern für seine Forschung den Wirtschaftsnobelpreis. Zum Thema Armut hat er eine ganz eigene Theorie entwickelt.
 

Deatons Theorie

Wie lässt sich Armut messen? Viele Menschen sagen: am Einkommen natürlich. Arm ist, wer wenig Geld zur Verfügung hat. Falsch ist das nicht. Doch der Wissenschaftler Angus Deaton stellte eine ganz andere Theorie auf. Armut lässt sich am Konsumverhalten der Menschen ablesen. Wer wenig einkauft, ist arm. Dieser Ansatz lässt sich auf alle Länder gleichermaßen übertragen. So kann man Armut viel besser in den einzelnen Ländern vergleichen. Dafür hat Deaton gestern den Wirtschaftsnobelpreis bekommen. Das ist eine große Auszeichnung für einen Wissenschaftler. Viel Geld gibt es noch obendrein.
 

Deaton sucht das Glück

Deaton forschte in Indien. Dank seiner Theorie wurde herausgefunden, dass es viel mehr arme Inder gibt, als bis dahin angenommen. Daraufhin haben Politiker beschlossen, mehr Unterstützung für arme Menschen zu schaffen. Deatons eigentliches Ziel ist es aber, das Glücklichsein zu erforschen. Er versucht herauszufinden, wann Menschen am glücklichsten sind. Er setzt dafür Alter, Einkommen, Konsum und ob die Menschen Kinder haben oder verheiratet sind und andere Dinge zueinander in Beziehung.

Arm ist, wer wenig Geld ausgibt - eigentlich logisch, oder? Was meinst du?


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