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Cybermobbing – Mobbing rund um die Uhr

© Jedidja, pixabay.comVon Cybermobbing spricht man, wenn jemand über das Handy oder InternetDas Internet besteht aus ganz vielen Computern. Diese sind mit Kabeln, meistens mit Telefonkabeln, untereinander verbunden. Da die Computer im Internet wie ein Netz mit Fäden und Knoten verbunden sind, nennt man das Ganze auch ein großes Netzwerk. Auf vielen Computern sind die Informationen und Programme gespeichert, mit denen du diese Seiten, das heißt diese Bilder und Texte sehen kannst. Im Internet kann man surfen, mailen und chatten. beschimpft, bedroht oder fertig gemacht wird. Für viele ist das sogar schlimmer, als im realen Leben gemobbt zu werden. Wir sagen dir, warum das so ist. 
 

Handy und Internet sind wichtig

Je älter Kinder werden, desto bedeutender wird es für sie, im Internet zu surfenMit surfen meint man, sich die vielen Seiten im Internet anzugucken. Die Internetseiten bestehen z.B. aus Texten und Bildern. Manchmal befinden sich auf diesen Seiten auch Programme, mit denen man z.B. spielen kann. Gerade "surfst" du durch die Seiten von "kindersache". Auch hier siehst du viele Bilder und Texte. Alle diese Seiten sehen ähnlich aus. Das liegt daran, daß sie in gewisser Weise alle zusammengehören. Wie bei einem Buch mit vielen Kapiteln und Seiten spricht man im Internet von einer homepage. Diese homepage heißt "kindersache". und Freundschaften zu pflegen. Chatten, Kommentare hinterlassen, Fotos teilen – das macht vielen Spaß. Doch wenn peinliche Fotos oder gemeine Kommentare im Internet auftauchen,  kann das schnell zum Albtraum werden.
 
Cybermobbing (auch Cyberbullying genannt) ist, wenn jemand über das Handy oder im Internet gedemütigt und beschimpft wird. Wie bei MobbingDas Wort leitet sich vom dem englischen Verb "to mob" ab und bedeutet jemanden anpöbeln, schikanieren oder runtermachen. Formen sind Mobbing in der Schule, bei der Arbeit oder im Internet (Cybermobbing).
gilt auch bei Cybermobbing: Streit oder mal Stress mit jemandem zu haben, bedeutet nicht gleich, gemobbt zu werden. Von Cybermobbing spricht man, wenn das über längere Zeit hinweg geschieht.
 

Cybermobbing ist anders

Das Mobben kann auf unterschiedliche Arten passieren. Zum Mobbing übers Handy zählen  Anrufe, die man ständig bekommt, ohne dass jemand dran ist. SMS mit Beleidigungen oder Drohungen sind ebenso Beispiele dafür. Das Mobben kann auch öffentlich im Internet geschehen. Manchmal werden gemeine Kommentare gepostet, Kinder werden im Chat angepöbelt oder es werden peinliche Fotos oder Videos  onlineOnline (übersetzt soviel wie "verbunden") ist man, wenn der Computer eingeschaltet und mit dem Internet verbunden ist. Sobald diese Verbindung abgebrochen wird, ist man offline. gestellt und geteilt. Es gibt andere Bosheiten, um jemanden bloßzustellen, wie Lügen verbreiten oder Geheimnisse verraten. Manche gründen in sozialen Netzwerken eine Hassgruppe und ziehen darin mit anderen über die Person her. Besonders hinterhältig ist es, wenn der Mobber sich als sein Opfer ausgibt und unter falschem Namen Dinge schreibt.
 
Für den Betroffenen ist Cybermobbing besonders schlimm. Es unterscheidet sich vom Mobbing im realen Leben insbesondere in drei Dingen: 

  1. Es kann zu jeder Zeit stattfinden. Die betroffene Person kann rund um die Uhr attackiert werden und hat kaum noch eine Rückzugsmöglichkeit. Die einzige Möglichkeit wäre, das Handy und Internet zu meiden, was vielen aber schwer fällt.

  2. Cybermobber sind oft anonym. Das Mobbingopfer weiß oftmals nicht, wer hinter den Gemeinheiten steckt. Dadurch wird es oft misstrauisch allen Freunden gegenüber. Zumeist gibt es einen Verdacht, doch die Ungewissheit ist furchtbar. Durch die Anonymität fällt es dem Mobber wiederum leichter, weiter zu machen. Er fühlt sich sicher und denkt, nicht erwischt zu werden. Auch sieht er nicht, wie schlecht es der betroffenen Person geht.

  3. Cybermobbing ist ein Selbstläufer. Ein Kommentar oder Bild sind mit einem Klick  geteilt oder verschickt. Schnell verliert man den Überblick, wie rasch sich etwas verbreitet. Es ist unüberschaubar, wer welche Informationen erhalten hat. Und: das Internet vergisst nicht. 

Die Angst, dass es alle wissen

Viele Mobbingopfer reagieren ängstlich. Sie zweifeln an sich selbst und geben sich die Schuld. Viele haben sogar Angst, weil sie nicht wissen, wer sie attackiert. Besonders schlimm ist es für die Betroffenen, wenn peinliche oder gemeine Bemerkungen oder Fotos lange Zeit im Internet stehen. So können zum Beispiel Klassenkameraden, Freunde oder die Familie darauf aufmerksam werden. Die Angst bloßgestellt zu werden, ist enorm groß. 
 
 

Wehre dich!

Doch du solltest keine Angst vor Cybermobbing haben. Es ist wichtig, richtig zu reagieren und dem Spuk schnell ein Ende zu bereiten. Hier sind die wichtigsten Dinge aufgelistet, die du tun kannst:
 

  1. Vertrau deine Sorgen einem Erwachsenen an, zum Beispiel deinen Eltern, deinem Vertrauenslehrer oder einem Bekannten. Auch wenn es dir sehr peinlich ist, ist das der erste wichtige Schritt. Du brauchst unbedingt Hilfe!  
  2. Macht gemeinsam Screenshots der Beleidigungen oder Fotos und speichert diese ab. Diese Fotos vom Bildschirm sind deine Beweise für das Cybermobbing. Stellt jemand von dir beispielsweise gemeine oder heimlich aufgenommene Fotos online, ist das keine bloße Hänselei mehr. Es ist sogar strafbar!
  3. Überlegt, ob eine Anzeige erstattet werden sollte. Das geht natürlich nur, wenn du weißt, wer dahinter steckt.
  4. Schreib den Webseitenbetreiber an und fordere ihn auf, die Beleidigungen gegen dich oder die Fotos von dir zu löschen. Darauf hast du ein Recht! Die E-MailE-Mail ist die Abkürzung für elektronische Post (englisch: "electronic mail"). Das sind Briefe, die man im Internet verschicken kann. E-Mail-Adressen haben immer das Zeichen @ zwischen dem Namen des Besitzers und der Adresse, bei der dein Postfach angemeldet ist. Diese Adresse setzt sich zusammen aus dem Namen des Anbieters (z. B. kindersache) und dem Land, wo der Anbieter seine E-Mail-Adressen anbietet (also .de = Deutschland). So kommt dann z. B. eine E-Mail-Adresse wie beispiel@kindersache.de zustande.-Adresse findest du im Impressum.
  5. Im schlimmsten Fall solltest du deinen Benutzeraccount löschen oder deine Handynummer wechseln.
  6. Sei mutig! Wenn du einen Verdacht hast, dann spreche denjenigen an. Eine andere Möglichkeit ist auch, die Lehrer zu bitten, das Thema im Unterricht zu behandeln. 

Stopp Cybermobbing – Ein Video:


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