Vorschau des Artikels
+5
0

Eine Geschichte schreiben

© LuciGood, CC0, pixelio.deDer Schriftsteller Mark Twain hat einmal gesagt: „Schreiben ist leicht. Man muß nur die falschen Wörter weglassen.“ Aber wie schreibt man so eine richtig gute Geschichte? Wir zeigen's dir!
  
  
  
  
  
  
 

1. Eine gute Idee

Am Anfang einer Geschichte sitzt jeder Autor erstmal vor einem leeren Blatt oder einem leeren Bildschirm. Wenn dir nicht sofort etwas einfällt, ist das gar nicht schlimm. Als Geschichtenschreiber lässt du dich inspirieren – das heißt, du suchst in deinen Gedanken, deiner Umwelt und dem, was du schon erlebt hast, nach spannenden Einfällen. Das kann ein Thema aus den Nachrichten sein, das dich total fesselt, aber auch Geschichten, die dir Freunde erzählt haben oder eine Geschichte auf kindersache. Besonders spannend sind Geschichten über Menschen: Beobachte, welche lustigen Angewohnheiten deine Mitschüler haben und was für schöne oder komische Dinge sie manchmal sagen (und schreib es dir auf).

2. Aller Anfang ist schwer

Als Autor einer guten Geschichte muss du vor allem eines haben: Geduld und Disziplin. Nimm dir vor, jeden Tag mindestens 15 Minuten etwas aufzuschreiben. Denk dir ein Thema aus wie „Mein Tag als Detektivroman“ oder „Was wäre, wenn meine Katze mir morgen Frühstück macht?“. Schreibe einen kleinen Text darüber. Oder du nimmst den Anfang einer Geschichte, die du magst und überlegst dir, wie sie anders weitergehen könnte. Das ist am Anfang gar nicht einfach, weil dir buchstäblich die Worte fehlen. Aber mit der Zeit wirst du merken, dass dir das Schreiben immer leichter fällt. Jetzt wird es aber Zeit für eine richtige Geschichte – aus deiner Feder!

3. Die Geschichte aufbauen

© mysticartdesign, CC0, pixabay.comAus der Schule kennst du bestimmt den Aufbau von einem Aufsatz: Einleitung – Hauptteil – Schluss. Der Unterschied zu deiner Geschichte ist, dass du ein paar Sachen vor deinem Leser geheim hältst, damit es spannend bleibt:
  
  
  
  
 
1. Anfang: Zu Beginn einer Geschichte stellst du die Figuren, ihre Umgebung und den Konflikt vor, in den sie sich im Lauf der Geschichte verstricken. Das machst du, indem du die Figuren entweder selbst erzählen und handeln lässt oder über sie erzählst.
 
2. Konflikt: Eine deiner Figuren hat ein unlösbares Problem: Eine schwierige Arbeit morgen in der Schule, ein Prinz, der gerettet werden muss oder eine Gangsterbande, die alle Bücher aus der Bibliothek geklaut hat. Nimm dir in diesem Teil Zeit, ausführlich auf den Konflikt einzugehen. Deine Helden versuchen natürlich, das Problem aus der Welt zu räumen. Dafür müssen sie aber viele Hindernisse überwinden. Beschreibe, wie es deinen Helden geht und lass sie über ihre Ängste reden.
 
3. Kurz vor Schluss: Das Problem ist so gut wie gelöst, deine Helden entspannen sich und sind ziemlich sicher, das Böse nochmal abgewendet zu haben. Das ist der beste Zeitpunkt in deiner Geschichte für eine unerwartete Wendung: der gemeinsten und fiesesten Figur in deiner Geschichte fällt etwas ein, wie er oder sie am Ende doch noch gewinnen könnte.
 
4. Happy End: Viele Geschichten haben ein glückliches Ende, das Ruder wird in letzter Sekunde rumgerissen und die Guten gewinnen doch noch. Deine Geschichte kann aber auch ein trauriges oder offenes Ende haben und deine Leser zum Nachdenken bringen.

  • Tipp: Du kannst deine Geschichte auch in umgekehrter Reihenfolge schreiben: Mach deine Leser zu Detektiven und hilf ihnen dabei, herauszufinden, wie es zu dem Happy End gekommen ist.

4. Wer schreibt hier eigentlich?

Aus welcher Perspektive erzählst du die Geschichte? Und: erzählst du sie oder einer der Charaktere?
 
1. Ich-Form: Wenn du in der ersten Person schreibst, können deine Leser sich besonders gut in deine Helden hineinversetzen.

  • Beispiel: „Als ich mich in dem dunklen Raum umsah, hörte ich ein Geräusch. Ich war nicht allein.“

2. Er- oder Sie-Form: Wenn du über deine Figuren in der dritten Person schreibst, kannst du auch zeigen, wenn du etwas anders siehst als sie.

  • Beispiel: „Als sie sich in dem dunklen Raum umsah, hörte sie plötzlich ein Geräusch. Gleich wird sie merken, dass sie nicht allein ist.“

3. Du-Form: Mit der zweiten Person wendest du dich direkt an den Leser – das kann ziemlich spannend sein.

  • Beispiel: „Du musst dich umdrehen. Du bist nicht allein hier. Da steht noch jemand hinter der Tür.“

5. Die Figuren

© cdd20, CC0, pixabay.comBeschreibe die Figuren, die in deiner Geschichte mitspielen. Lass sie lügen, jemand vermissen oder nach einer Antwort suchen. Was machen deine Figuren den ganzen Tag, was sind ihre Angewohnheiten und worüber denken sie nach? Wie sehen sie aus? Je genauer du alle beschreibst, die in deiner Geschichte mitspielen, desto besser können deine Leser die Figuren verstehen.

6. Wann und wo?

Überlege dir, in welcher Zeit deine Geschichte spielen soll und an welchem Ort. Gib deinen Lesern genug Hinweise darauf, damit sie sich in deiner Geschichte zurechtfinden können.
 
Hier gibt es noch mehr Tipps zum Schreiben:

Schreibe uns einen Artikel, eine Geschichte oder einen Buchtipp:

 
Hast du noch Fragen? Schreib uns einen Kommentar!


5 gute Bewertungen zum Artikel!
Deine Bewertung?

Dein Kommentar aufschreiben