Vorschau des Artikels

Die erste große Freundschaft – und was aus ihr wird

© cherylholt, pixabay.comAlle reden immer von der ersten großen Liebe! Aber ist denn nicht die erste große Freundschaft auch total wichtig? Sie bleibt für immer etwas ganz besonderes, auch wenn sie vielleicht nicht ewig hält.

 

Was ist ein Sandkastenfreund?

Der erste beste Freund oder die beste Freundin sind etwas Tolles: Man weiß alles über einander, man kennt sich schon ewig. Meist weiß man schon gar nicht mehr, wie die Freundschaft überhaupt angefangen hat. Meine erste beste Freundin hieß Lena. Lena und ich waren im Kindergarten einfach eines Tages befreundet. Angeblich fand ich sie nett und mein Vater riet mir: „Geh zu ihr und nimm ihre Hand!“ Was für ein Tipp! Aber anscheinend funktionierte es: Von dem Moment an waren wir unzertrennlich. So einfach ging das.

Deswegen wohl redet man immer von einem Sandkastenfreund: Dem Freund, den man schon im Kindergarten im Sandkasten zwischen Burgen und Förmchen kennen gelernt hat. Vielleicht brauchte man noch nicht einmal mit einander sprechen, man verstand sich auch so.

Eine ganz besondere Freundschaft

© condesign, pixabay.comWenn man den Sandkastenfreund erst einmal gefunden hatte, war das meist der Beginn einer großen Freundschaft – und das zum allerersten Mal. Vorher waren nur die Familienmitglieder die wichtigsten Personen im Leben. Die erste Freundschaft ist da etwas ganz neues: Zum ersten Mal hat man sich eine Person aktiv ausgesucht, mit der man viel Zeit verbringen will und eine enge Bindung eingeht. Jeden Freund wird man danach damit vergleichen.

Denn mit dem ersten besten Freund wächst man sozusagen auf. Zusammen erlebt man vieles im Leben zum ersten Mal: Zum Beispiel das gruselige aber auch spannende erste Mal, wenn man beim Freund übernachtet. Vielleicht hat man zusammen Fahrrad fahren oder Schwimmen gelernt. Auf jeden Fall hat man lauter dumme Sachen gemacht und konnte für Stunden zusammen lachen. Auch wenn man sich schon den ganzen Tag gesehen hatte, konnte man sich, gerade zu Hause angekommen, direkt wieder anrufen und hatte tausende Dinge zu erzählen.

Beste Freunde – für immer?

Deswegen ist die erste Freundschaft eine besondere – und kann auch ewig halten. Es gibt wirklich viele Menschen, die ihren Sandkastenfreund auch noch haben, wenn sie ganz alt sind. Mit ihm besteht eine besondere Bindung. Denn keiner kennt einen länger als er. Man kann ihm vertrauen und immer man selbst sein.  Und mit ihm verbinden einen ganz einzigartige Erinnerungen.

Aber die erste Freundschaft kann auch zu Ende gehen. Und dazu brauch es gar keinen Streit oder den Entschluss, nicht mehr befreundet zu sein. Wenn man aufwächst, verändert man sich ja auch sehr stark. Plötzlich interessieren einen ganz andere Dinge als vorher. Und dann merkt man, wie man nicht mehr stundenlang mit seinem ersten besten Freund reden kann, wie vorher. Außerdem ändert sich das Leben ja auch. Vielleicht zieht man um oder geht einfach auf eine andere Schule und findet dort neue Freunde. Den Sandkastenfreund verliert man dann einfach aus den Augen.

Mit Lena und mir war das genauso: Als wir auf zwei verschiedene Schulen kamen, haben wir uns noch weiter getroffen, aber immer weniger. Irgendwann haben wir uns einfach beide nicht mehr gemeldet. Aber dennoch bleibt Lena eine ganz besondere Person für mich. Denn sie bleibt für immer meine allererste, allerbeste Freundin.

Was ist mit dir, hast du eine Freundin oder einen Freund, den du schon ewig kennst? Oder hat sich deine allererste Freundschaft irgendwann aufgelöst?


5 gute Bewertungen zum Artikel!
Deine Bewertung?

Eure Kommentare

Vorschau

Aber wer?

Vorschau

Wer hat das geschrieben?

[Anmerkung der Redaktion: Hallo! Alle Texte des Monatsthemas haben die Redakteurinnen des kindersache-Teams verfasst. Viele Grüße, dein ks-Team]

Dein Kommentar aufschreiben