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Wie entsteht Schnee?

© benoithamman / pixabay.comWenn es draußen schneit und die Landschaft weiß ist, schnappt man sich am liebsten den Schlitten oder macht eine Schneeballschlacht. Schnee ist einfach toll!  Doch wie entsteht er eigentlich? Hier kommt die Erklärung! 
  
  
  
  
  

Aus Wasser wird Wasserdampf

Wasser kann verschiedene Formen annehmen - fest, flüssig und gasförmig. Der Fachausdruck hierfür lautet ‚Aggregatzustand‘. Gefrorenes Wasser (Eis) ist fest, Leitungswasser flüssig. Wird Leitungswasser erhitzt, so verdampft es. Es entsteht gasförmiger Wasserdampf. Du kannst ihn mit bloßem Auge nicht immer sehen.
 
Warme Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen – oder ‚tragen‘ – als kalte Luft. Bei einer heißen Dusche zum Beispiel kann die Luft relativ viel Wasserdampf aufnehmen. Man spricht dann von einer hohen Luftfeuchtigkeit. Sobald du aber die Tür des Badezimmers öffnest, kühlt der Wasserdampf ab. Das Wasser geht dann wieder vom gasförmigen in den flüssigen Zustand über. In der Fachsprache nennt man das ‚kondensieren‘. Diesen Übergang kannst du sehr gut an den entstehenden Wassertröpfchen am Spiegel erkennen.
Schau doch mal in die Grafik, dann kannst du es dir sicher besser vorstellen.
  
© Morena Eckert

Und wie wird aus Wasserdampf nun Schnee?

Genau das passiert auch in der Natur: Durch Wind und Sonne verdampft Wasser von der Erdoberfläche, zum Beispiel von Ozeanen, Meeren, Seen und Flüssen. Der Wasserdampf wird von der Luft aufgenommen und steigt nach oben. Da die Temperatur immer niedriger wird, je höher es geht, kühlt auch der Wasserdampf ab. In der Grafik kannst du sehen, dass der Wasserdampf kondensiert, wenn er abkühlt. Der Dampf wird also zu etwas größeren Wassertropfen. 
 
© AlexanderStein / pixabay.comDamit nun Schneekristalle entstehen können, muss es in der Wolke kalt genug sein. Die kleinen Wassertröpfchen gefrieren, sie sind also nicht mehr flüssig, sondern fest. Anfangs lagern sie sich an einem sogenannten Gefrierkern (das sind winzige Teilchen, z. B. von Staub oder Ruß) an. Außen herum bildet sich dann ein Eiskristall.  

In der Wolke werden die Kristalle immer größer, da sich mehr Wasserdampf an ihnen festsetzt. Sie werden dadurch schwerer und fallen schließlich als Schneeflocke zu Boden. Ist dieser kalt genug, bleibt der Schnee liegen. Bei Temperaturen über 0 Grad schmilzt der Schnee jedoch sofort. Auch wenn auf dem Weg von der Wolke bis nach unten Plustemperaturen herrschen, schmilzt die Schneeflocke und kommt als Regentropfen bei uns an.

Wusstest du das?

Wenn es zu kalt ist, kann kein Schnee mehr entstehen, da die sehr kalte Luft fast keinen Wasserdampf mehr aufnehmen kann. Bei einer Temperatur um 0 Grad auf der Erde ist die Wahrscheinlichkeit am größten, dass es schneit. Damit Schnee entstehen kann, muss die Temperatur also niedrig genug sein, aber nicht zu niedrig, und die Luft muss genug Luftfeuchtigkeit (Wasserdampf) enthalten.
 


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