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Tiere im Winter - Teil 2: Umziehen oder bleiben?

© Re.Ko. / pixelio.deManche Tiere ziehen im Winter in den wärmeren Süden. Andere haben schlaue Taktiken, um hier zu überwintern. Weißt du, welche es sind? Lies hier mehr über die Überwinterungsmöglichkeiten einiger Tiere!
 
  
 
   

Umzug in wärmere Gegenden

Die meisten Vögel ziehen bereits im Herbst in den warmen Süden. Dazu gehören zum Beispiel Störche, Mauersegler und Nachtigall. Auch manche Schmetterlinge (wie Distelfalter und Admiral) ziehen im Winter Richtung Süden.  
 
Um die Strapazen der Reise zu überstehen, essen einige Vögel vorher viel. Forscher vermuten auch, dass manche sogar während des Fluges schlafen.
 
© sabine schmidt / pixelio.deDurch die Erderwärmung fliegen aber manche Vögel nicht mehr so weite Strecken bis zu ihrem Überwinterungsort wie früher. Das kann zu Schwierigkeiten mit den Zugvögeln führen, die wirklich lange Strecken fliegen: Es kann passieren, dass ihr eigentlicher Überwinterungsort schon besetzt ist. Übrigens gibt es auch Zugvögel, wie beispielsweise Saatkrähe und Bergfink, die bei uns überwintern. Sie  
kommen weiter aus dem Norden.

Umstieg auf andere Nahrung

Es gibt aber auch Tiere, die im Winter weder wegziehen noch schlafen. Diese werden als winteraktiv bezeichnet. Zu ihnen gehören zum Beispiel Waldtiere wie Reh, Hirsch, Wildschwein, Fuchs, und Hase, Bergtiere wie Gams und Steinbock sowie auch manche Vögel. Winteraktive Tiere passen ihre Essgewohnheiten an die vorhandene Nahrung an. Vögel beispielsweise ernähren sich im Sommer hauptsächlich von Insekten, die es im Winter aber kaum gibt. Daher stellen sie ihre Ernährung um und essen nur noch Pflanzliches. Sie werden im Winter also zu Vegetariern.
 
© Jetti Kuhlemann / pixelio.deIn der freien Natur ernähren sich winteraktive Tiere von Fischen, frischer Rinde und aufkeimender Wintersaat, Beeren, Samen, Nüssen, Körner, Baumrinden, Wurzeln und Zapfen (z. B. Tannenzapfen). Aber auch in städtischen Regionen finden sie Nahrung, zum Beispiel in Parks, in Gärten und im Kompost.
 
Wie wir Menschen erhalten auch Tiere ihre Energie über die Nahrung. Damit sie nicht unnötig viel Energie (in diesem Fall Wärme) verlieren und erfrieren, bekommen Säugetiere ein dickes Winterfell. Vögel hingegen plustern ihr Gefieder auf. Dadurch entstehen Luftpolster, die die Wärme am Körper des Vogels halten. Bei Tag tanken die Vögel Sonne und in sehr kalten Nächten können sie ihre Körpertemperatur absenken, so wie die Tiere in der Winterstarre.

© malubeng / pixabay.comManche Tiere sterben

Es gibt auch Tiere, die den Winter nicht überleben. Bei Wespen beispielsweise überlebt nur die Königin (in der Winterstarre). Auch die meisten Schmetterlinge sterben, wobei Schmetterlingseier, -puppen und -raupen überwintern können.
 
In sehr harten Wintern sterben aber auch viele Vögel, weil sie der Kälte und dem Nahrungsmangel nicht gewachsen sind. Von manchen Arten gibt es im Frühjahr dann nur noch sehr wenige. Dies betrifft übrigens nicht nur Vögel, die bei uns überwintern sondern auch Zugvögel. Ihre Reise ist sehr anstrengend, manche Tiere werden gefangen, fliegen gegen große Glasschreiben oder kommen in überraschende Wetterumbrüche.

Hier kannst du übrigens den ersten Teil zum Thema nachlesen:
Tiere im Winter - Teil 1: Die Schläfer

Welche Tiere siehst du im Winter häufiger?


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Der Text ist zwar langaber schön !

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