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Dein ökologischer Fußabdruck

© Carolin Daum / pixelio.deJeder Mensch verbraucht Rohstoffe und Energie, produziert Müll und Abgase. Man stellt sich vor, dass jeder Mensch einen sogenannten „ökologischen Fußabdruck“ auf der Erde hinterlässt. Diesen kann man sogar errechnen. Weißt du, wie groß dein Fußabdruck ist?
 

Die Ökologie ist ein Wissenschaftsbereich, der die Beziehung zwischen Lebewesen und Umwelt erforscht und erklärt. In die Berechnung des ökologischen Fußabdrucks eines Menschen fließen die Auswirkungen vier verschiedener Bereiche ein: Wohnen & Energie, Konsum & Freizeit, Ernährung und Verkehr & Mobilität. Der ökologische Fußabdruck stellt die Fläche dar, die benötigt wird, um all die nötigen Rohstoffe und die Energie bereitzustellen.

Der ökologische Fußabdruck eines Menschen sollte eigentlich nicht höher als 1.8 Hektar groß sein. Der Durchschnittsabdruck eines Deutschen liegt jedoch im Moment bei 5.1 Hektar! Das entspricht fast der Grundfläche der größten Pyramide in Ägypten und ist damit natürlich viel zu groß. Wenn alle Menschen dieser Welt einen genauso großen Fußabdruck hätten, würden wir etwa 2,6 Erden benötigen.

Wie wird der ökologische Fußabdruck berechnet?

© Axel Hoffmann / pixelio.deWohnen & Energie: Hier wird betrachtet, in was für einem Haus oder einer Wohnung du lebst. Also: Wie viele Quadratmeter hast du zur Verfügung? Mit wie vielen Leuten lebst du zusammen? Es geht auch darum, welche Art von Strom du benutzt und ob ihr Zuhause Energiesparlampen verwendet oder nicht. Auch wie oft und lange du elektronische Geräte benutzt und ob du die Geräte richtig ausmachst oder sie nur auf Standby stellst, hat eine Auswirkung auf deinen ökologischen Fußabdruck. Ebenso wird deine Duschzeit mitberechnet. Der Bereich Wohnen & Energie nimmt etwa 25 Prozent (also ein Viertel) des ökologischen Fußabdrucks eines Deutschen.
 
Konsum & Freizeit: In diesem Bereich wird beispielsweise berechnet, wie viel Geld du für Freizeitaktivitäten, Süßes, Hygieneartikel oder Möbel ausgibst. Zudem wird geschaut, wie oft du shoppen gehst und ob du dann Second-Hand-Klamotten kaufst oder nur Neues. Außerdem geht es darum, ob du Ökopapier benutzt oder nicht, wieviel Müll du produzierst und ob du diesen Müll trennst. Der Bereich Konsum & Freizeit macht etwa 18 Prozent des durchschnittlichen ökologischen Fußabdruckes von Deutschland aus.
 
© Tim Caspary / pixelio.deErnährung: Hier wird geguckt, was du gewöhnlich isst und trinkst - beispielsweiße wie oft du Fleisch oder Fisch zu dir nimmst und ob du eher Leitungswasser oder exotische Säfte trinkst. Außerdem zählt auch, woher deine Lebensmittel kommen. Stammen sie aus deiner Region, aus deinem Land, aus der EUDie EU (Abkürzung für Europäische Union) ist ein Zusammenschluss von europäischen Staaten, die gemeinsame politische Ziele verfolgen. Die EU gibt es seit November 1993 und mittlerweile gehören insgesamt 28 Staaten dazu. Weiteres erfährst du in unserem Bereich "Schon gewusst?". oder von einem anderen Kontinent? Auch ob du frische, tiefgekühlte oder Lebensmittel aus der Dose kaufst, hat Auswirkungen. Der Bereich Ernährung bildet mit 35 Prozent den größten Teil des durchschnittlichen ökologischen Fußabdrucks von Menschen in Deutschland.
 
Verkehr & Mobilität: In diesem Bereich zählt, wieviel Kilometer du in der Woche mit dem Auto, mit dem Bus oder mit dem Fahrrad fährst. Auch wie weit entfernt das letzte Reiseziel war und wie man dorthin gekommen ist, hat einen Einfluss auf die Größe des eigenen ökologischen Fußabdrucks. Im Durchschnitt macht der Bereich Verkehr & Mobilität etwa 22 Prozent des ökologischen Fußabdrucks von Deutschen aus.
 
Na? Bist du mutig genug, um jetzt deinen ökologischen Fußabdruck zu errechnen? Das kannst du zum Beispiel auf der Seite der BUNDjugend tun: www.footprint-deutschland.de

Verkleinere deinen ökologischen Fußabdruck!

  1. Stell deine technischen Geräte nicht auf Standby (Wartezustand), sondern mach sie richtig aus oder zieh den Stecker.
  2. Mach das Licht aus, wenn du dein Zimmer verlässt.
  3. Trenne deinen Müll: Plastik in die Gelbe Tonne, Papier in die Blaue Tonne, Glas in den Glascontainer.
  4. Kauf öfter Second-Hand-Klamotten. Damit schonst du die Umwelt und sparst auch noch Geld.
  5. © rudolf ortner / pixelio.deBenutze für kurze Wege das Fahrrad, für längeren Fahrten möglichst die Bahn.
  6. Benutze Recyclingpapier und nutze auch die Rückseiten zum Schreiben oder Malen.
  7. Kauf mehr frische Lebensmittel und iss mehr Gemüse. Achte außerdem darauf, dass die Nahrungmittel möglichst aus deiner Region kommen.
  8. Verwende Energiesparlampen! Sie verbrauchen 30 bis 80 Prozent weniger Strom als normale Glühlampen.

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