Eure Geschichten

Au­ßer­ir­di­sche gibt es nicht oder doch?

  1

Es war eine warme Sommernacht um elf Uhr nachts, da passierte es. Ein Alien landete vor unserem Haus.

Aber ich fange am besten von vorne an mit dem erzählen. In dieser Nacht krachte es. Ich wunderte mich. Aber ich hatte auch Angst, „Was wenn es ein Einbrecher war“ dachte ich, „ein kleiner 7-jähriger Junge kann doch nichts gegen einen Erwachsenen ausrichten.“  Aber ich fasste allen Mut zusammen,  stand auf und ging in den Garten, da war niemand, vor der Haustür war niemand, aber von der Wiese blinkte es in allen erdenklichen Farben. Ich ging auf das Licht zu. Da sah ich ein kleines verletztes Wesen und ein Raumschiff, das so wie es aussieht  kaputt ist. Ich ging zum Männchen und mit ihm ein paar Schritte weg vom grellen Licht. Jetzt sah ich es besser. Es war ungefähr 70 cm groß, war grün, hatte zwei kleine Hörner und große Augen aus denen starrte es mich verängstigt an. Und stotterte: „w w wer bist d-d-du?“ ich antwortete ihm: ich bin ein 7-Jähriger Junge, der nicht einschlafen kann, aber gerade, glaube ich, träumt, mit dem Namen Tim und du? Als es das hörte beruhigte es sich langsam und flüsterte: Ich bin Suno vom Planeten Sapatos und 3 Jahre alt. Ich erzähle dir mal die Geschichte wie ich hier her gekommen bin, denn ich glaube du hast genug Mut und Fantasie um mir zu helfen und es zu glauben“, sagte er.

    2

Suno erzählte mir alles und die Geschichte ging so: Suno flog gerade mit seinem KU5R3JBS Sternengleiter (Kinder unter 5 Raumschiff, 3 Jähriger Besitzer Suno) im Sternensystem Aprus herum als die Weltraumpiraten ihn jagten. Sie rammten den Sternengleiter und stießen den in unser Sonnensystem. Sein Raumschiff ging kaputt und er fiel auf die Erde und jetzt suchten sie ihn. Wir versuchten jetzt gerade das Raumschiff zu reparieren und die Lichter auszustellen, weil die uns sonst verraten würden. Wir schafften es anschließend die Lichter auszumachen, aber das Raumschiff reparieren war für uns zu schwer weil keiner von uns jemals ein Raumschiff repariert hat.

Von dem am Raumschiff-Herumbasteln haben wir Hunger bekommen. Wir gingen ins Haus um was zu essen. Ich holte mir Knäckebrot und machte Honig drauf und dabei fragte ich: „Und was willst du?“ Ich will… antwortete Suno, ein Verband für meine Wunden. Ich wusste nicht was ich machen sollte. Ich habe ihn dann aber gefragt wie ein Verband auf dem Planeten Sapatos aussieht. Dann erfuhr ich, dass der Verband gar kein richtiger Verband war, sondern ein Salbe aus verschiedenen Kräutern. Bei den Wunden, die Suno hatte, brauchten wir die seltensten Pflanzen auf dem ganzen Planeten Sapatos. Wir gingen wieder auf die Wiese um zu schauen ob es diese Kräuter dort gab. Es gab die. Es waren Gänseblümchen, Tulpen und Veilchen (auf sopatisch: Walrata, Rodaste und Blibaru) Wir pressten die mit zwei Steinen und ich holte Wasser aus dem Haus. Ich machte alles ganz vorsichtig und leise. Das wunderte Suno. Ich erklärte ihm, dass Menschen nachts schliefen (auf sopatisch: Wach Zone) und tagsüber (Schnarch Zone) wach waren. Danach vermengten wir das Wasser mit den Blüten und legten noch ein Birkenblatt mit komischen Zeichen dazu. Die Suno mit den Zähnen draufnagte. Erstaunlicherweise blieb das Blatt ganz. Als wir die Salbe auftrugen, schlossen sich die Wunden sofort. Dann gingen wir wieder rein. Was möchtest du essen? Fragte ich ihn noch mal. Ich möchte Wabblwirbel haben. – sagte Suno.

Ich hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine Ahnung was das war. Aber weiß ich es. Wabblwirbel ist ein Gericht bei dem Gummibärchenartige Kugeln (die satt machen, anders als Gummibärchen) die mit einer Flüssigkeit zusammengemischt wurden.

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Jetzt aber zu der Geschichte zurück. Ich gab ihm das was ich gerade aß und zwar Knäckebrot mit Nutella. Es schmeckte ihm und das zeigte er in dem er seine Hörner Blau anleuchten ließ. Wir gingen dann wieder raus um meine Eltern nicht  zu wecken. Neben dem Sternengleiter stand noch der Eimer des Verbandes und ich stieß dagegen. Die Reste ergossen sich über ein kaputtes Teil des Raumschiffes. Plötzlich leuchtete das Raumschiff auf und das Teil war repariert. Jetzt machten noch einmal den Verband (jetzt heißt es auch Supermechaniker) mit ein bisschen mehr Wasser. Dann tankten wir den Sternengleiter damit und es leuchtete wieder aus dem Inneren. Suno kletterte hinein und startete den Sternengleiter. Dann sagte er: "Steig ein!“ und ich antwortete: Ok, ich schaue noch schnell auf die Uhr (zwei Uhr nachts). Als ich zurückkam, sagte ich: „Wir müssen uns aber beeilen, sonst merken meine Eltern, dass ich die ganze Nacht wach war. Suno erklärte mir dann, dass solange wir nicht in der Erd- oder Sapatos-Atmosphäre sind, wird die Zeit verlangsamt. Das beruhigte mich und ich stieg ein.

Wir hoben ab. Am Anfang flogen wir einfach senkrecht hoch, danach ging es mit Lichtgeschwindigkeit gerade aus und plötzlich waren wir im All. Und ich konnte es einfach nicht fassen, dass ich im Weltraum war. Mir blieb der Mund offen stehen und ich bekam keinen Ton raus, aber nach einer Weile sagte ich: „Hammer, einfach nur Hammer“. Wir wurden langsamer und ich fühlte mich eingeengt im kleinen Sternengleiter, aber trotzdem leicht und frei. Ich konnte das Gefühl einfach nicht anders beschreiben. Wir umkreisten den Mars, den Neptun, danach die Erde und den Jupiter. Wir flogen im Zickzack, in Wellen, hoch und runter, hin und her und kamen sogar in die Näher der Sonne. Dann als wir einfach im All schwebten und die Planeten nur kleine Murmeln waren, fragt mich Suno: Willst du auch mal steuern? Aber ich kann das doch gar nicht, antwortete ich ihm verwundert. Aber er sagte: Ich helfe dir schon, du schaffst es. Ich musste grinsen. „Von einem dreijährigen etwas beigebracht zu bekommen, ist irgendwie seltsam“, dachte ich. Trotzdem setzte ich mich ans Steuer.

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Nach einer halben Stunde (auf der Erde eine halbe Stunde) hatte ich den Dreh raus. Ich konnte zwar nicht so gut fliegen wie Suno, aber zumindest gerade aus und ich schaffte ein paar Kurven. Plötzlich knallte es und wir sahen ein fünf Mal so großes Raumschiff. Suno schrie: Die Piraaaaaten!“ Ich sprang auf und stieß mit dem Kopf gegen die Decke. Mir wurde schwindelig und ich wurde ohnmächtig. Suno erzählte mir später alles als ich wieder aufwachte. Ich erzähle es dann jetzt euch: Ich fiel in Ohnmacht und Suno ging ans Steuer. Er raste los und die Piraten hinterher. Wir flogen hin und her, hoch und runter, Saltos, Loopings, Wellen und Spiralen, aber unsere Verfolger wollten einfach nicht locker lassen. Wir flogen haarscharf am Neptun vorbei, aber die Piraten schrammten den Planeten. Deren Schiff geriet aus dem Gleichgewicht und wir bekamen einen Vorsprung. Ich wachte auf, schaute aus dem Fenster und kauerte mich gleich wieder ängstlich unter den Stuhl. Die Piraten holten auf. Wir flogen fast gegen einen Meteoriten und dann fast gegen den nächsten. Wir sind einen Meteoritenschauer gekommen und ich dachte es wäre aus mit uns. Ich dachte an alles was ich mit meinen Eltern erlebt hatte und begann zu weinen. Suno wollte mich trösten, aber musste sich auf das Fliegen konzentrieren. Als er sich doch umdrehte, krachten wir gegen einen Meteoriten und die Triebwerke spielten verrückt.

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Wir fielen so zu sagen auf die Erde. Kurz bevor wir von dem Eifelturm aufgespießt wurden, bekam Suno wieder bisschen Kontrolle und konnte bisschen abbremsen. Er schrumpfte den Sterngleiter und wir fielen noch 10-20 cm bis wir auf der Spitze waren. Wir dachten wir hatten es geschafft, aber dann sah ich durchs Fernrohr das Raumschiff der Piraten. Suno hat sich beim Aufprall am Arm verletzt. Das bedeutete ich musste fliegen. Ich startete, hob ab und flog in Richtung zu Hause, aber die Piraten holten uns ein. Ich machte eine scharfe Kurve und kurz danach waren wir in London, Venedig, Moskau und Rom. Da kamen neue Raumschiffe von den Piraten. Sie scheuchten mich zum Schiefen Turm von Pisa, in der Hoffnung wir würden dagegen krachen. Das dachte ich auch. Was sollte ich bloß tun? Suno lag mit schmerzverzerrten Gesicht am Boden. Der Turm kam rasend schnell näher. Die geneigte Seite auf mich gerichtet. Die Piraten haben mit den Schiffen einen Tunnel gemacht, so dass ich nicht zur Seite fliegen konnte. Es waren noch 10 Meter. Ich ließ das Steuer los. Noch 5 Meter. Ich dachte an meine Eltern und betete. Noch 3, noch 2, noch 1 Meter. Jetzt packte ich das Steuerrad und riss es herum. Wir flogen kopfüber den Turm entlang und ich gab Gas. Dann flogen wir mit dem Autopiloten nach Hause. Ich lehnte mich zurück. Mein Herz raste. Ich hatte ganz weiche Knie und zitterte noch am ganzen Körper. Ich war erleichtert.

Wir haben es geschafft“, sagte ich und kümmerte mich um Suno. Dann landeten wir auf der Wiese neben meinem Haus. Ich machte einen Verband und versorgte Suno. Ihm ging es sofort wieder besser. Nur der Schreck saß uns beiden noch in den Gliedern. Wir gingen rein und ich schaute auf die Uhr. Es drei Uhr nachts. Wir tranken. Ich sagte zu Suno: „Diese Geschichte muss ich mal aufschreiben“. Suno nickte. Er blickte ganz traurig drein und sagte „Ich vermisse meine Eltern“. Da flüsterte ich: „Und der Pirat vermisst dich, weil er dich eigentlich heiraten will und er eigentlich eine Frau ist“. Dann mussten wir beide lachen. Pssst, machte ich. Suno bat mich die Geschichte als erfunden gelten zu lassen. Wenn ich das tue, nimmt er mich mal mit auf seinen Planeten. Suno und ich gingen raus und verabschiedeten uns. Ich dachte dass wenn ich morgen aufwachen werde, ich merken werde, dass das alles nur ein Traum war. Deswegen bat ich ihn mir etwas zu geben, das das beweist. Er gab mir einen kleinen Stein aus dem All, der neben dem Sternengleiter lag und  das kleine Männchen stieg in sein Raumschiff, winkte mir durchs Fenster nochmals zu, startete und verschwand im dunklen Nachthimmel.

 

Fortsetzung folgt

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Toll! Bin gespannt auf die Fortsetzung