Eure Geschichten

Cup­ca­kes von Alas­ka, Teil 1

Vanillecupcakes

Neue Nachbarn

"Guck mal, Janna! Da ist ein Umzugswagen!"
Mein kleiner Bruder Bruno klebte an diesem Samstagnachmittag fast schon an der Fensterscheibe, so sehr presste er sein Gesicht dagegen und sah hinaus.
Ich blickte nun ebenfalls aus dem Fenster. Draußen stand wirklich ein großer weißer Umzugswagen. An seiner Seite stand in großen schwarzen Buchstaben "UMZUG". Das Spannende an diesem Auto war jedoch, dass die Möbel, die sich in ihm befanden, in unser Hochhaus getragen wurden! Bestimmt würden unsere neuen Nachbarn in die Wohnung über uns ziehen, die stand nämlich leer.
Ich hoffte, dass die neuen Bewohner eine Familie sein würden, am Besten mit einem Kind in meinem Alter. Leider waren bis jetzt nur Möbelpacker zu sehen. Die Familie (wenn es denn eine Familie sein würde) würde bestimmt erst später einziehen, wenn ihre Wohnung eingerichtet war.
Weil es schnell langweilig wurde, immer nur den Umzugswagen und die Arbeiter zu beobachten, wandte ich mich schon nach kurzer Zeit wieder vom Fenster ab. Benno tat das nach kurzer Zeit ebenfalls und so verpassten wir leider, wie die Neuen ankamen.

Alaska

Am nächsten Tag (leider dem letzten Tag der Sommerferien) klingelte es an der Tür. Normalerweise wäre sicher ein Paket für uns angekommen, aber heute konnte es auch sein, dass die neuen Nachbarn sich vorstellen wollten! Ich war ziemlich aufgeregt. Ob es wirklich eine Familie sein würde? Schnell lief ich zur Tür. Jemand anderes konnte die Tür im Moment sowieso nicht öffnen, denn Bruno war bei einem Freund, Mama musste arbeiten und Papa war vor ein paar Minuten einkaufen gegangen.
Ich war so aufgekratzt, dass ich die Tür erst gar nicht aufbekam. Schließlich schaffte ich es doch, und da wurde mein ohnehin schon blödes Grinsen noch breiter. Vor der Tür stand nämlich ein Mädchen, dass ich bisher noch nie gesehen hatte und das wohl zu den neuen Nachbarn gehörte. Sie hatte hellrotes offenes Haar, dunkelbraune Augen und eine kleine Stupsnase. Auf ihren Wangen, die genau wie der Rest ihres Körpers eher rundlich waren, befanden sich ein paar kleine Sommersprossen. Sie trug ein einfaches blaues T-Shirt, Jeans und rote Turnschuhe. Da sie nur etwas kleiner als ich war, schloss ich, dass wir ungefähr gleich alt waren. Wie cool war das denn! Wir könnten Freundinnen werden! Obwohl ich in meiner Klasse ein paar Mädchen hatte, mit denen ich mich gut verstand, hatte ich keine wirklich gute Freundin, aber dieses Mädchen vor der Tür könnte das garantiert ändern! Na gut, ich war vielleicht ein wenig zu optimistisch. Es konnte gut sein, dass wir uns überhaupt nicht verstehen würden.
Das Mädchen schien ganz erschrocken über mein euphorisches Aussehen zu sein, denn sie wich einen kleinen Schritt zurück. Die Kuchenplatte, die sie in der Hand hielt und auf der ein paar lecker aussehende helle Muffins mit einer weißen Creme und bunten Streuseln obendrauf standen, fiel mir erst jetzt auf. Verschenkte sie diese Leckerbissen etwa, während sie sich vorstellte? Ich musste ein noch breiteres Grinsen unterdrücken.
Aber es wäre wohl besser, wenn ich sie erst mal begrüßte.
"Äh, hi, sorry", stotterte ich. "Also, wunder' dich nicht, dass ich so dumm grinse, ich freu mich einfach, dass hier jemand einzieht, mit dem ich mich verstehen könnte!"
"Mh, hallo", murmelte sie leise.
"Ich bin Janna, und wie heißt du?", quatschte ich weiter.
"Ich heiß' Alaska.", stellte sie sich vor. Ihre Stimme war weiterhin nicht besonders laut.
Daraufhin sagte ich etwas, dass sich einfach nur total dämlich anhörte: „Was für ein schöner Name! Wenn ich eine Tochter hätte, würde ich sie auch Alaska nennen.“
Die Arme wirkte schon wieder total verschreckt, aber es sah ein bisschen so aus, als würde sie lächeln.
Schnell redete ich weiter: „Coole Muffins übrigens. Hast du die selbst gemacht?“
Sie nickte und verbesserte mich dann: „Das sind aber Cupcakes.“
„Hä? Ist das nicht dasselbe?“
„Nein“, erklärte Alaska. „Cupcakes sind immer viel mehr verziert, so wie die, die ich hier habe. Muffins wären nur sehr wenig oder gar nicht verziert und wären auch aus einem anderen Teig.“
Obwohl sie gerade so viel gesagt hatte, wirkte Alaska immer noch ziemlich schüchtern. Trotzdem wirkte sie ganz nett, daher fragte ich sie weiter aus.
„Ist Backen dein Hobby?“
„Ja, am Liebsten mache ich halt Cupcakes“, antwortete sie.
„Toll! Cupcakes sehen immer voll lecker aus und schmecken meistens auch so“, ich zwinkerte ihr zu, „was ist das denn für eine Cupcake-Sorte?“
„Vanille.“
„Cool! Kann ich mir einen nehmen?“
Sie nickte und meinte dann noch: „Nimm auch noch je einen für die anderen aus deiner Familie. Äh, falls du dich wunderst, warum ich mich allein vorstelle: Meine Eltern haben noch viel in unserer Wohnung zu tun.“
Ich nickte, nahm rasch vier Cupcakes von ihrem Teller und sagte dann zu ihr, dass ich kurz in die Küche ginge und die Muffins dort abstellte.
Ich tat so, als hätte ich sie nicht gehört, als sie mich lachend mit „Cupcakes“ verbesserte.

Danach unterhielten wir uns noch kurz. Ich erfuhr dabei, dass sie in meine Klasse kommen würde. Das war ja wie in einem Buch!

Ich weiß, die Geschichte ist jetzt noch nicht so gut. Dass nächste Kapitel wird aber besser und länger! LG Smiley-Lifesmiley

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Eure Kommentare

Kann ich nur zustimmen. 
Hey, du hast echt einen tollen Schreibstil! Die Geschichte ist jetzt schon mega gut und ich hab total Lust bekommen weiter zu lesen!! 
Profilbild von Gast
voll cool ich muss unbedingt noch den zweiten teil lesen!!!
Profilbild von Gast
zu lang. toll, sssssuupeeeeerrrrr!!!!!!!!! 1fach spitze
Danke Weil die Schule jetzt wieder begonnen hat, dauert es wahrscheinlich noch ein bisschen, bis ein neues Kapitel kommt. 
Ich finde das du das jetzt schon richtig gut gemacht hast Schreib auf jeden Fall weiter. Bin schon sehr gespannt