Eure Geschichten

Mys­ti­ca #5

Hinter der Tür

Nach ein paar Minuten Nachdenken hast du es geschafft. Das erste, klar das Kind, das rettete. Jesus! Und das Wasser das genauso rein ist: WEIHWASSER! Das zweite: Die Mütter und Väter des Pappel-Sprösslings. Also ein abgefallenes Blatt einer Pappel. Ein PAPPEL-BLATT! Das dritte ist ein Zweig eines weißen Baumes. Also einer Birke. Der ZWEIG EINER BIRKE! Für das vierte brauchst du etwas länger. Aber „märchenhaftesten“?

Vielleicht eine goldene Kugel aus einem Märchen? Da fällt es dir wie Schuppen aus den Augen. DER FROSCHKÖNIG! Du hast deinen Gedanken gerade zu Ende gedacht, da kommen alle wieder. „Am Baum ist nichts zu machen. Wir brauchen wohl wirklich die anderen Sachen.“ Da erzählst du alles. „Jede Aufgabe ist wie für einen von uns gemacht! Jesus, in der Unterwelt verehrt man Jesus. Auch wenn es vielleicht nicht so scheint. Das muss meine Aufgabe sein.“, meint Diavola. „So weiß wie die Wolken. Das ist meine.“, sagt Ziello. „Pappeln sind Pflanzen. Vielleicht können sie mir sagen, welches Blatt ich nehmen muss.“ So golden wie Gedanken. Das ist dann wohl deine.

Du machst dich auf den Weg zu einem Brunnen. Da dort das Märchen erst wirklich begann, hoffst du dort auf die Kugel. Und tatsächlich, auf dem Rand des Brunnens, liegt eine wunderschöne, goldene Kugel, von der seltsames Flüstern aus geht. Dir scheint es so, als wären darin alle aktuellen Gedanken der Menschen zu hören. Sie hört einen kleinen Jungen, der im Sandkasten spielt. Und ein Mädchen, das im Kino ist und warte, sind das deine Eltern? Sie hören sich besorgt an. Sie sind in einem engen Raum und überhaupt geht es ihnen nicht gut. Du machst dir immer mehr Sorgen und bekommst ein mulmiges Gefühl.

Das Flüstern begleitet dich noch den ganzen Weg zurück zum Baum, an dem schon alle auf dich warten. Ihr gebt dem Baum, was er wollte, und auf einmal wächst er riesig hoch. Er gibt einen Eingang frei und ihr geht in eine scheinbar andere Dimension, voll mit wunderschönen Blumen. Im Eingang sind vier Türen. Eine ist aus Holz und Ranken. Eine scheint, als wäre sie nicht greifbar und aus Wolken oder Rauch. Eine brennt und aus der anderen hört man das gleiche Geflüster wie in der Kugel. Sofort wisst ihr, wer durch welche Tür muss.

Hinter deiner erwartet dich ein Raum, dessen Wände, Boden und Decke nicht wirklich scheinen. Als wären sie aus Wasser. Aber es sieht nicht flüssig aus. Auch nicht gasförmig oder gar gefroren. Es ist nichts von den dreien. Du gehst ein paar Meter. Auf einmal kommt dir eine wunderschöne Frau entgegen. Sie sagt kein Wort. Aber sie denkt. Und das hörst du, als würde sie wirklich sprechen. „Hallo Mystica.“, denkt sie, „Ich hoffe, du bist bereit für die Fragen.“ Und sie fängt an zu Fragen. „Alles richtig.“, denkt sie, nach dem du alle beantwortet hast, „Ich verleihe dir nun die Macht, alle Ängste in gute Gedanken zu verwandeln. Du bist die Auserwählte, du allein hast die Macht Catirros zu besiegen.“

Mit diesen Worten lässt sie dich allein. Du denkst nach, bis du die Tür erreichst. Doch sie ist verschlossen. Du ruckelst daran um zu gucken, ob sie nicht einfach nur klemmt. Hinter dir nimmst du ein schrilles Lachen wahr. Du drehst dich um und blickst in die Augen eines großen Mannes mit hässlichem, dunkelblauen Umhang. Er sagt: „Selbst wenn du jetzt aus Ängsten gute Gedanken machen kannst, kannst du mich nicht besiegen!!“

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