Eure Geschichten

Vio­lett Storm Ka­pi­tel 4

Der Kampf

„Ah!“ Mir liefen Schweißperlen über das Gesicht. Der Kampf gegen das schreckliche Monster war wirklich nicht leicht für mich.

Es war bestimmt 4 m groß, und komplett aus Stein. Bei dem Wort Stein, kam mir der Gedanke, dass in einem Film jetzt der Superheld mit der Kraft Erde kommen würde. Aber leider war es kein Film. Es war die Realität. Und ich war mir nicht mal sicher, ob es überhaupt andere Superhelden in meiner Form gab. Plötzlich versuchte der Riese, mich mit seiner Hand zu erdrücken. Doch ich schwenkte schnell über meinem Kopf einen Tornado (Der, wie ich heraus gefunden hatte, auch eine Attacke war).

Ein Flickflack reichte, um das Treppengeländer zu erreichen. Hier war ich ungefähr auf der Höhe des Monsters. Mit dem Stormband zielte ich in die Richtung des Monsters, ich traf. Nur leider hatte der Riese eine Geheimwaffe. Er schleuderte einen brennenden Ball in meine Richtung und schrie: „Monsterjake!“„Monsterjake, so heißt du also, ich habe mich schon gefragt ob deine Eltern dir einen Namen gegeben haben“, murmelte ich, und weichte dem brennenden Ball aus. Dabei kippte ich aber um, und rieb mir den Hinterkopf.

„Aua, also können sich auch Superhelden weh tun.“ Da erblickte ich an meinem Arm so eine Art Uhr. Aber sicher nicht für die Uhrzeit, denn statt Zahlen von 1-12, standen dort Zeichen wie 0 kg. Ja, 0 kg, mehr stand dort nicht. „Na ja, noch nicht“, murmelte ich leise und betrachtete das lilane Teil genauer. „Ich glaube ich hab´s!“

Gut, dass ich in Mathe immer nur 1 schrieb. Sonst hätte ich dieses Rätsel wahrscheinlich niemals gelöst. „Aha, man muss das Monster also angreifen, um 10 kg zu bekommen. Aber 10 kg wovon? Von Milch, oder Schuppen des Gegners oder so? Ah, jetzt weiß ich, Energie! Ich brauche insgesamt 1Tonne Energie, um jemanden auf meine Seite zu ziehen. Ich bekomme wie gesagt 10 kg, wenn ich den Feind angreife, und 100 kg, wenn ich ihm schade.“

Angestrengt schaute ich mich auf dem Schulgelände um. Hoffentlich gab es irgendwas, das einem harten, langen Stock ähnelte. Da sah ich die Lehrertoilette. Sie war gleich oben, ich musste nur die Treppe hochkommen. Ich stoß mich von der Stufe, auf der ich gerade stand, ab, und schwang mich nach oben zum kleinen Toilettenhäuschen. Und nein, ich musste nicht auf Toilette. Schnell rannte ich rein und blickte mich um. Plötzlich erschrak ich. Vor dem Spiegel stand tatsächlich Frau Müller. In eine Ritterrüstung gehüllt, lackierte sie sich die Fingernägel neu. Als sie mich sah, erschrak sie ebenso.

„Ah, Frau Müller!“, schrie ich. „Woher kennt ein Superheld meinen Namen?“, fragte die junge Lehrerin verwirrt. Mist! Wieso hatte ich das gesagt? Egal, schnell quetschte ich mich an Frau Müller vorbei, und verschwand in einer der Toiletten. Hier fand ich was ich suchte. Eine Klobürste! „Was willst du denn damit?“, wollte Frau Müller wissen. „Was willst du mit einer Ritterrüstung?“, fragte ich zurück. „Mich schützen!“, rief die Lehrerin empört. „Du hättest das Schwert mitnehmen sollen“, erwiderte ich.

Dann lief ich zurück zu dem großen Monster. Jetzt musste ich nur noch richtig zielen! „Haja!“ Mit einem Wurf traf ich den Riesen in der steinigen Kniekehle. Dieser taumelte herum, und fiel schließlich mit einem lauten Krachen auf den Boden. Nur noch ein Angriff, dann hatte ich ihn endgültig erledigt! Ich versuchte noch einmal den Tornado, und hob den gewaltigen Steinmann in die Luft. Als ich losließ, knallte er erschöpft auf den Boden. Ich hatte gewonnen! Mein erster Kampf!

„Ich wusste nicht, dass eine Klobürste mal zu so etwas nützen würde“, versicherte Herr Miller und nickte mechanisch. „Ja, das war echt der Hammer!“, reif auch Tamara. „Aber wo ist eigentlich Violett?“ Zielstrebig ging Tamara auf die Abstellkammer zu. „Äh, ich schaue mal nach.“ Ich hüpfte zur geschlossenen Tür, und schlüpfte in das kleine Zimmer. Dann murmelte ich noch einmal den Spruch. Als ich wieder als normale Violett raus kam, umarmte mich Tamara hastig. „Ich dachte schon du wärst tot. Aber wo ist jetzt die Superheldin?“ „Die ist durch das Fenster weg gegangen“, log ich. „Schade, ich wollte ihr noch sagen, dass ich das echt toll fand.“

 

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Eure Kommentare

Die Geschichte ist so spannend!

Oh, also Violett weiß ehrlich gesagt selber nicht woher sie es weiß. Aber es sollte an ihrem Superheldeninstinkt liegen. 

Echt gut. Nur vielleicht könntest du sagen woher Violett das ganze weis... Als Erklärung für den Leser ;)

Super!