Weltkindertag

Kin­der­rech­te: So wer­den sie in Deutsch­land um­ge­setzt

Was ist der Kinderrechte-Index?

Seit 30 Jahren gibt es die UN-Kinderrechtskonvention. Sie gilt auch in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk wollte wissen, wie gut sich die Bundesländer an die Kinderrechte halten. Aus diesem Grund wurde der Kinderrechte-Index veröffentlicht. Das ist ein Buch mit über 300 Seiten. Er soll die Unterschiede aufzeigen und zudem die Aufmerksamkeit für Kinderrechte in den 16 Bundesländern erhöhen.

Für die Studie wurden in den Bundesländern viele Kinder befragt. Diese Daten wurden gesammelt und verglichen. Auf diese fünf Kinderrechte haben sich die Forscher konzentriert:

  • das Recht auf Beteiligung
  • das Recht auf Gesundheit
  • das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard
  • das Recht auf Bildung
  • das Recht auf Ruhe, Freizeit, Spiel und Erholung

Ergebnisse der Studie

Jedes Bundesland schneidet anders ab:  

  • Brandenburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Schleswig-Holstein schneiden überdurchschnittlich gut in der Umsetzung der Kinderrechte ab.
     
  • Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Thüringen liegen im Durchschnitt. Die Kinderrechte werden gut umgesetzt.
     
  • Hamburg, Hessen, Saarland und Sachsen-Anhalt sind unter dem Durchschnitt, das bedeutet, dass die Kinderrechte nicht gut beachtet werden.

Nachgefragt!

 
Wir haben den Kinderrechte-Experten und Leiter der Studie „Kinderrechte-Index“ Tim Stegemann gefragt, was das für die Kinder bedeutet.

Kannst du mir noch einmal den Kinderrechte-Index kindgerecht erklären?

Tim: Den Kinderrechte-Index in Kinderworten zu erklären ist gar nicht so einfach, da ich sonst immer nur mit Erwachsenen zusammenarbeite. In Deutschland gelten die Kinderrechte für alle Kinder, auch in allen 16 Bundesländern. Im Kinderrechte-Index schauen wir, ob jedes Kind in allen Bundesländern die Kinderrechte gleich wahrnehmen kann. Zum Beispiel ob in Kindergärten und in den Schulen die gleichen Regeln gelten.
 

Und ihr habt alle 16 Bundesländer dazu befragt?

Tim: Genau, in der Studie gibt es sehr, sehr viele Daten. Wir haben jedes Bundesland untersucht und alles, was wir herausgefunden haben, miteinander verglichen.
 

Warst du dann auch in jedem Bundesland, um eure Daten zu sammeln?

Tim: Nein, war ich zum Glück nicht. Wir haben die Studie auch nicht allein erstellt. Ich bin nicht losgefahren und hab die Informationen gesammelt, sondern wir haben mit vielen verschiedenen Partnern zusammen gearbeitet.
 

Was hat das jetzt für die Kinder zu bedeuten?

Tim: Der Kinderrechte-Index hat viel Aufmerksamkeit bekommen, das heißt er war in vielen Bundesländern in den Medien,also in der Zeitung, im Fernsehen, im Radio und auch online. Dadurch haben die Kinderrechte generell viel Aufmerksamkeit bekommen. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern wurden klar. Unsere große Hoffnung ist, dass die Bundesländer voneinander lernen und dass sich die einen abschauen können, was in den anderen Bundesländern besser läuft.

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