Lernen

Mit­be­stim­mung in der Schu­le – Wie geht das?

Warum mitbestimmen? 

Na, es geht ja schließlich um dich! Wenn Entscheidungen in der Klasse oder Schule getroffen werden, sollten immer auch die Schüler miteinbezogen werden. So können die Schüler viel besser mit Entscheidungen leben. Eine demokratische Beteiligung in der Schule ist eine wichtige Lernform. Jeder hat das Recht, mitzureden. Und gegenseitiger Respekt wird großgeschrieben. So wächst die Klasse zu einer Gemeinschaft.
 

Der Klassenrat

Der Klassenrat trifft sich regelmäßig, um Ideen umzusetzen und Entscheidungen zu treffen. Aber auch Konflikte und Probleme können im Klassenrat gelöst werden. Wichtig ist, dass hier jedes Klassenmitglied die Themen, die besprochen werden sollen, einbringen kann. Alle Stimmen sind gleichberechtigt.
 

So einfach geht’s:

1. Wunsch- und Meckerkasten aufstellen
Im Klassenraum wird ein Kasten aufgestellt, in dem die Schüler ihre Themen aufschreiben können – auch ohne ihren Namen zu nennen. Bis zur Sitzung kann jeder Schüler dort seine Karten hineinstecken:

  • rote Karte: Probleme und Kritik
  • grüne Klarte: Ideen und Wünsche

2. Rollen verteilen!

Im Klassenrat gibt es besondere Rollen, die jedes Mal neu verteilt werden, damit jeder Schüler drankommt.

  • Leiter: Leitet die Sitzung und fragt immer, ob es Wortmeldungen gibt. Er passt auf, dass die Beiträge zum Thema passen und fasst alles noch einmal zusammen.
  • Vorleser: Liest alle Karten aus dem Wunsch- und Meckerkasten vor. 
  • Protokollant: Liest noch einmal das Protokoll der letzten Sitzung vor. Alle Ergebnisse werden von ihm aufgeschrieben. Er schreibt für die nächste Sitzung die neu festgelegten Rollen auf.
  • Drannehmer: Steuert, wer als nächstes sprechen darf und merkt sich die Reihenfolge.

3. Und der Lehrer?
Der Lehrer ist genauso Mitglied im Klassenrat wie ihr und hat auch ein Stimmrecht, wenn über etwas abgestimmt werden soll. Der Lehrer soll die Schüler dabei begleiten, eine eigene demokratische Sitzung durchzuführen. Nur wenn nötig, soll der Lehrer einspringen und dem Leiter helfen. 
 

Mitbestimmen – überall!

Der Klassenrat kann sich auch anders nennen. Auch im Hort können sich die Kinder zusammentun und einen Hortrat bilden. Es gibt auch andere Möglichkeiten, sich zu engagieren, zum Beispiel können Teams gebildet werden, wenn es Dinge gibt, die an der Schule nicht so gut laufen. Zum Beispiel: das „Essen-Team“. Schüler können eigene Vorschläge erarbeiten, wie das Mittagessen an der Schule bewertet werden kann und wie es zu einer Besserung der Mittagsversorgung kommen kann.
 
Auch kann eine Zukunftswerkstatt durchgeführt werden, in der Schüler sich Projekte ausdenken. Diese können sie dann selbst planen und durchführen. Mitmachen und Mitbestimmen ist ganz einfach – Voraussetzung ist aber auch immer die Unterstützung von den Lehrern.

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Eure Kommentare

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Du finde Mitbestimmung in der schule sehr passend  
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Danke!
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Es gibt auch die demokratischen Schulen.

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Ich wurde ausgegrenzt.

[Anmerkung der Redaktion: Hallo! Das ist unfair und war bestimmt nicht einfach für dich. Du könntest es beim nächsten Treffen des Klassenrats ansprechen, oder auf eine Karte schreiben, wenn du deinen Namen nicht nennen möchtest. Denn beim Klassenrat geht es darum, dass alle Kinder eine Stimme haben und mitmachen dürfen! Niemand soll ausgegrenzt werden. Vielleicht holst du dir Unterstützung durch einen Freund oder eine Freundin aus der Klasse oder sprichst mit einem Vertrauenslehrer darüber. Wenn es dich belastet, ist es wichtig, dass du dich jemandem anvertraust. Viele Grüße, dein ks-Team]

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jeder daf bestimmen