Natur und Mensch

Das Schna­bel­tier - Selt­sam, aber fas­zi­nie­rend

Ein Schnabeltier ist ziemlich unverwechselbar. Schwimmhäute und Schnabel, glänzendes Fell - Eier legen sie auch. Aber warte, dass soll ein SÄUGETIER sein? Heute geht es um dieses Tier.

Das Schnabeltier - ein Säugetier

Wenn man ein Schnabeltier sieht, denkt man an Otter, Biber und Enten. Noch dazu hat das Tier einen Giftstachel. Aber das ist nicht genug, es ist sogar ein Säugetier - Das Eier legt. Soll das ein Witz sein? Das dachten auch die Entdecker des Schnabeltieres 1799, europäische Gelehrte, als sie ein Exemplar in den Händen hielten. Der Schnabel - Bestimmt eine Fälschung, die Schwimmhäute garantiert angeklebt! Jahre später erkannten die Männer die Wahrheit: Das Tier sah ganz natürlicherweise so aus. Es lebte am anderen Ende der Welt, in Australien. Dann sahen die Gelehrten noch etwas Anderes: Das seltsame Wesen hatte Milchdrüsen und war ein Säugetier!

Lebensweise des Schnabeltiers

Ausgerottet ist dieses Tier auf jeden Fall NICHT, es lebt noch heute an Flüssen der australischen Ostküste. Mit dem Schwanz ist das Schnabeltier ungefähr so groß wie eine Katze. Den Tag mit der brennenden Sonne verbringen die Schnabeltiere schlafend in Erdhöhlen am Ufer eines Flusses. Wenn die Dämmerung anbricht, watscheln sie aus ihren Behausungen und gehen zum Wasser. Die ganze Nacht über gehen sie dort auf Jagd, nach Krabben, Larven und Würmern. Das Besondere an der Jagd des Tieres ist, dass es mit geschlossenen Augen und Ohren jagt. Wie kann das denn sein? Das Schnabeltier benutzt seinen Entenschnabel. Mit ihm erspürt es kleinste Bewegungen und elektrische Signale, die die Muskeln von fliehender Beute abgeben. Auf der ganzen Welt jagt nur ein einziges Tier sonst noch auf diese Art - Der Ameisenigel.

Fortpflanzung des Schnabeltiers

Wie funktioniert denn die Fortpflanzung bei diesem sonderbaren Säugetier? Meistens einmal im Jahr legt ein Schnabeltier weiße, haselnussgroße Eier in seine Bruthöhle. Die ist gut mit Blättern ausgepolstert. Zehn Tage brüten die Schnabeltiere die Eier genau wie Vögel aus. Schließlich schlüpft der Nachwuchs. Am Anfang sind die kleinen Schnabeltiere haarlos und blind und noch dazu so klein, dass sie bequem auf eine 2 Euro-Münze passen. Um zu fressen, krabbelt der Nachwuchs zum Bauch seiner Mutter und schlabbert dort mit seinem Schnabel die Milch, die auf dem Fell zusammenläuft, auf. Vier bis 5 Monate bleiben die Schnabeltier-Jungen geschützt im Dunkeln. Wenn die Schnabeltier-Mutter jagen muss, mauert sie den Bau so gut es geht mit Matsch und Gras zu, um ihren Nachwuchs vor Überschwemmungen und ihren Fressfeinden, den Schlangen, zu schützen. Nicht nur die sind eine Gefahr, auch Greifvögel und der Murray-Dorsch sind es.

Mehr zum Schnabeltier

Zuletzt wird noch über das wohl Zweitsonderbarste des Schnabeltiers geredet: Der Giftstachel. Den haben nur die Männchen. Sie setzen ihn aber nicht etwas gegen Feinde ein, sondern meistens gegen andere Männchen, die in ihr Revier eindringen.

Noch eine kleine Schnabeltier-Story: Australische Ureinwohner erklären sich das wundersame Aussehen des Schnabeltieres damit, dass es sich weder den Vögeln, noch den Landtieren oder Wassertieren anschließen wollte. Aber das Schnabeltier wollte zu keiner Gruppe wirklich gehören und wurde zu etwas Besonderem.

Quelle: GEOlino extra, Im Reich der Säugetiere

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Eure Kommentare

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Hahaha ich spiele gerade mit meiner Oma Wer weiß denn Sowas   und da war eine frage wie das schnabeltier jagt. 
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🤪 LOL 
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Der Text ist sehr spanennd gestaltet,aber etwas zu kurz
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Ist absolut der HAMMER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Das wusste ich garnicht echt gut 
Cool und wissenswert!
Okay, danke Mandy@.
Cool! 
Toll! Zwar wusste ich dass schon, aber trotzdem cool! Du hast mich bei meinem Beitrag: Frag FINN chat am Donnerstag gefragt ob man sich dort registerieren wie bei KS muss. Und ich antworte dass: An Tigi: Nein mann braucht sich nicht einzuloggen