Natur und Mensch

Un­nüt­zes Wis­sen zum Es­sen

  • Du kennst bestimmt die Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig und bitter. Aber hast du schonmal was von umami gehört? U-wie? Die Geschmacksrichtung umami wurde erst im letzten Jahrhundert in Japan entdeckt. Umami ist japanisch und bedeutet „Schmackhaftigkeit“. Das Wort ist hier noch ziemlich unbekannt und kommt deshalb selten in unserem täglichen Sprachgebrauch vor. Umami schmeckt würzig, herzhaft, wie z.B. eine Hühnerbrühe.

  • Die Suppe schlürfen oder bei der leckeren Lasagne so richtig schmatzen? Da würdest du bestimmt Ärger von deinen Eltern bekommen, oder? Doch es gibt Kulturen, in denen Schmatzen zum Essen dazugehört. Wenn man schmatzt, gelangt mehr Duft des Essens in die Nase. Dadurch wird der Geschmack intensiver. In manchen Kulturen glaubt man: Je mehr man schmatzt, desto mehr genießt man das Essen ;-)

  • Honig verdirbt nicht! Forscher haben jahrtausendalten Honig gefunden, der angeblich noch genießbar ist. Das liegt daran, dass er zu 80 % aus Frucht- und Traubenzucker besteht. Allerdings dürfen keine Brotkrümel oder Ähnliches in den Honig fallen, denn die sind anfällig für Bakterien und dann kann auch Honig verderben.

  • Du magst keinen Spinat? Ist doch (bio-)logisch! Höhlenmenschen haben sich ihr Essen in der Natur gesammelt. Sie mussten dabei aufpassen, nichts Giftiges zu essen. Für kleine Kinder war das schwer zu verstehen, deshalb hat sich die Natur eine eigene Lösung dafür ausgedacht. Kinder mochten aus genetischen Gründen keine grünen Speisen. Der Körper schützte sie somit vor einer möglichen Vergiftung. Wenn du also keinen Spinat oder Brokkoli magst, kann das biologische Gründe haben. Das verändert sich aber mit der Zeit meistens wieder.

  • Es gibt über 6000 verschiedene Apfelsorten auf der ganzen Welt. Ganze 1500 davon wachsen sogar in Deutschland. Rate mal, wie viele Sorten du im Supermarkt kaufen kannst? Nur fünf bis sechs! Warum ist das so: Für Händler ist es gewinnbringender, wenn sie nur wenige Sorten anpflanzen und verkaufen. Wenn du jede Apfelsorte der Welt ausprobieren würdest, müsstest du für mehr als 16 Jahre jeden Tag eine andere Sorte essen!

  • Nein, richtig gesehen! Du hast nichts an den Augen! In Japan werden tatsächlich viereckige Melonen gezüchtet. Und das nicht nur, weil die Melonen dadurch viel lustiger aussehen. Es soll damit Platz in den Regalen im Supermarkt gespart werden. Denn Platz ist in Japan Mangelware. In der Hauptstadt Tokio und in ihren Vororten leben rund 37 Millionen Einwohner! 

  • Schokolade war mal eine Währung. Die Maya waren die ersten, die Kakao anbauten. Sie gehören zu den ältesten Hochkulturen Amerikas. Schokolade ist also schon sehr alt. Sie wurde früher aber als Getränk verzehrt und nur die Adeligen konnten es sich leisten. Die Kakaobohnen wurden als Tauschwährung für Nahrungsmittel oder Kleidungsstücke verwendet.

  • Erdbeerkuchen schmeckt süßer, wenn man ihn von einem weißen Teller isst! Das hat mit deinem Gehirn zu tun. Es nimmt den Kontrast zwischen Rot und Weiß stärker wahr, im Gegensatz zu Erdbeerkuchen von einem schwarzen Teller zum Beispiel. Dein Gehirn stellt sich bei einem größeren Farbkontrast auf einen süßeren Geschmack ein.

  • Die Erfindung des Teebeutels war eigentlich ein Versehen. Der Teehändler Thomas Sullivan packte den Tee in kleine Beutel aus Seide, um ihn so besser an seine Kunden verschicken zu können. Die sperrigen Teedosen nahmen zu viel Platz weg und waren außerdem viel teurer. Die Kunden tauchten den Teebeutel dann einfach ins heiße Wasser.  

  • Wer sich vegetarisch ernährt folgt einem modernen Trend? Stimmt nicht! Schon am 7. Juni 1892 wurde in Leipzig der Vegetarierbund Deutschland e.V. gegründet. In Deutschland gibt es heute rund acht Millionen Menschen, die vegetarisch leben.

Fallen dir noch andere spannende Fakten ein? Schreib' einen Kommentar!

Deine Meinung

  • Ist super
    22
  • Ist lustig
    18
  • Ist okay
    18
  • Lässt mich staunen
    17
  • Macht mich traurig
    15
  • Macht mich wütend
    16