Deine Meinung
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Natalie: Die Firma, für die ich arbeite, stellt für Apotheken Schnelltests her, damit sie Arzneimittel prüfen können. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Sie müssen das also machen. Die Methoden zum Prüfen, die eigentlich vorgeschrieben sind, sind sehr aufwendig. Meine Firma löst dieses Problem, indem sie Tests anbietet. Die Tests dauern statt einer Dreiviertelstunde nur 5 Minuten. Das ist eine große Erleichterung im Apothekenalltag.
Ein Test besteht aus 3 Teilen. Der Erste ist ein kleines Fläschchen mit einer farblosen Flüssigkeit. Dort kommt die Probe rein und wird geschüttelt. Wenn der gesuchte Wirkstoff in der Probe enthalten ist, wird die Flüssigkeit lila. Danach gibt man die Mischung aus dem ersten Fläschchen in eine kleine Glasflasche mit einer zweiten gelben Substanz. Die sieht aus wie gelbliches Salz. Dann kommt noch eine dritte Flüssigkeit dazu. Das wird geschüttelt. Die Flüssigkeit kann sich entweder orange oder lila verfärben. So können dann bestimmte Wirkstoffe nachgewiesen werden.
Natalie: Ich arbeite in einer Firma in Sachsen. Wegen der Entfernung arbeite ich hier in Berlin aus dem Homeoffice. Morgens mache ich immer zuerst meinen Laptop auf und richte mir meinen Arbeitsplatz ein. Dann gucke ich, was ich für E-Mails bekommen habe. Gibt es irgendwas Dringendes, worauf ich reagieren muss? Dann schaue ich auch in meinen Kalender, was heute so für Termine anstehen, und versuche mir grob meinen Arbeitstag zu strukturieren. Dadurch, dass ich aber in der Herstellung viel koordiniere, was neue Produkte angeht, kommt natürlich immer wieder was Unvorhergesehenes rein. Darauf muss ich dann schnell reagieren. Mal gibt es zu viel oder zu wenig oder etwas ist falsch. Auch wenn irgendwas irgendwo hingeliefert werden muss, bin ich dafür zuständig. Ich bin wie ein Turm am Flughafen, wo die Leute sitzen und gucken, dass die Flugzeuge richtig landen und starten.
Natalie: Ich mag, dass es ganz abwechslungsreich ist. Kein Tag ist wie der andere. Ich mag es, Probleme zu lösen. Manchmal ist es wie eine Rätselsuche. Wenn irgendwas nicht klappt, muss man rausfinden, woran das liegt. Und die Arbeit im Team und mit vielen Leuten macht mir Spaß. Auch wenn ich alleine im Homeoffice bin, telefoniere ich ganz viel.
Natalie: Ja, ich hab studiert. Das Thema, mit dem ich mich jetzt beschäftige, war aber nie Bestandteil von meinem Studium. Ich hab in den Niederlanden studiert und mein Studiengang hieß “Liberal Arts and Science”. Da wählt man seine Schwerpunkte selber. Ich habe in meinem Studium aber sehr viel anderes gelernt. Zum Beispiel Teamgruppen, Gespräche oder Seminare anleiten. Diese Arbeitsweise in Gruppen und immer wieder Ergebnisse präsentieren, haben in meiner Arbeit total viel geholfen. Ich habe außerdem auf Englisch studiert. Das hat mir auch viel geholfen.
Natalie: Als Kind und auch als Jugendliche wusste ich gar nicht, was ich machen will. Mich haben immer viele unterschiedliche Themen interessiert. Ich bin eher durch Zufall genau in diesen Beruf gekommen. Ich mache jetzt immer noch viel Verschiedenes. Zum Beispiel Texte verfassen und Materialien für Apotheken entwickeln.
Natalie: Nachhaltigkeit spielt für unser Unternehmen eine große Rolle. Die Schnelltests, die wir anbieten, funktionieren mit chemischen Lösungen. Es müssen diese chemischen Reagenzien sein, weil die Tests nur so funktionieren. Was wir aber gemacht haben, um nachhaltiger zu sein, war unsere Verpackungen kleiner zu machen. Wir wollen keinen unnötigen Verpackungsmüll haben. Wir versuchen immer große Mengen zu liefern. So sollen Fahrtwege gespart werden. Ich mache auch viele Dienstreisen. Da nehme ich immer den Zug.
Danke für das Interview!