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Ihr seid doch bestimmt alle schon so alt, dass ihr wisst, dass diese Figuren nicht existieren. Früher als Kind hat man noch daran geglaubt und hat sich immer gefreut und gehofft man sieht den Weihnachtsmann. Aber wieso verschwindet dieser Zauber mit der Zeit?
Zwischen 2 und 7 Jahren haben die Kinder ihre "magische Phase". In diesen Jahren verschmelzen sie Realität und Fantasie miteinander. Die kognitiven Grenzen lassen sie Unmögliches, wie fliegende Rentiere, einfach akzeptieren. Als Kind verlässt man sich auf die Aussagen der Eltern, weshalb sie einfach daran glauben, wenn die Eltern ihnen erzählen, dass jedes Jahr am 24. Dezember der Weihnachtsmann auf dem fliegenden, von Rentieren gezogenen Schlitten, Geschenke an jedes Kind auf der ganzen Welt verteilt.
Zum einen ist es ein familiäres Ritual und das Weitergeben von Werten. Außerdem schützen sie so das Kind vor der "harten" Realität des Erwachsen-Werdens. Ein wichtiger Punkt ist auch die eigene Nostalgie. Durch ihrer eigenen Kinder erleben Eltern die Freuden ihrer eigenen Kindheit noch einmal. Dies ist natürlich schön, weil als kleines Kind habe ich mich immer soooo sehr auf den Weihnachtsmann gefreut und wir haben immer aus dem Fenster geschaut, ob wir den Weihnachtsmann auf seinem Schlitten im Himmel sehen...
Ja, der Glaube an diesen Zauber ist sogar richtig wichtig! Durch den Glauben an "unmögliche" Dinge trainieren sie ihre Vorstellungskraft massiv. Die Sicherheit einen magischen Beschützer zu haben, lässst sie das Gefühl von Geborgenheit geben. Außerdem schütten die Vorfreude und das Erleben von "Wundern" Glückshormone aus. Es ist also als Kind einfach schön, an Wunder zu glauben und sich darauf zu freuen.
Der Beginn des logischen Denkens beginnt meistens zwischen dem 7. und 10. Lebensjahr. Sie haben einen kritischeren Verstand und stellen sich die ein oder andere Frage dazu, wie zum Beispiel: ,,Wie passt der Weihnachtsmann durch den Kamin?". Das Gehirn lernt also, Widersprüche zu erkennen. Außerdem decken Informationen von Schulkameraden oder älteren Geschwistern das "Geheimnis" auf. Auch die Pubertät hat mal wieder was damit zu tun - denn als Teenager grenzt man sich von der Kindheit ab und sortiert die Magie mit ,,peinlich" oder ,,unlogisch" aus.
Wichtig zu wissen ist, dass es gut ist, wenn man nicht mehr daran glaubt, weil das ein gesunder Entwicklungsschritt ist. Sobald man Eltern ist, kommt das Wunder, wie oben schon erwähnt, zurück, weil man sieht, wie man selbst die Magie für seine eigenen Kinder neu erschafft. Also erkennt man das "Wunder" als Erwachsener als Nächstenliebe und der Atmosphäre anstatt der Figur.
Ich finde es zwar schade, dass der Zauber irgendwann aufhört, auch wenn es ein wichtiger und gesunder Entwicklungsschritt ist. Was war für euch die wichtigste Figur als kleines Kind (Weihnachtsmann/Christkind, Nikolaus, Wichtel oder doch der Osterhase)? Lasst es mich wissen!
Eure Sunshine Queen <3