Politik

Der Eu­ro – Die Wäh­rung der Eu­ro­päi­schen Uni­on

Was ist überhaupt eine Währung? 

Eine Währung ist das Zahlungsmittel in einem bestimmten Land oder Gebiet. Die Währung wird also von allen Menschen in diesem Gebiet zum Bezahlen genutzt. Das Gebiet, in dem die Währung verwendet wird, wird auch der Währungsraum genannt. Für den Euro umfasst der Währungsraum alle Länder in der Europäischen Union, die den Euro als Währung benutzen. Die meisten Währungen bestehen aus eigenen Münzen und Banknoten (Scheinen). Außerdem gibt es bei den meisten Währungen eine Haupteinheit und eine Untereinheit. Beim Euro gibt es zum Beispiel Euromünzen und -scheine als Haupteinheit und als Untereinheit die Cents. 

Währungen werden durch eine öffentliche Einrichtung herausgegeben und kontrolliert, im Fall des Euros ist das die Europäische Zentralbank. Außerdem haben sie immer einen bestimmten Wert, der durch den sogenannten Wechselkurs bestimmt wird. Er sagt aus, wie viel eine Währung im Vergleich zu anderen Währungen wert ist. Der Wechselkurs verändert sich öfters mal. Aktuell ist zum Beispiel 1 Euro 1,20 US-Dollar wert, oder 0,87 britische Pfund. Diese Werte können aber nächste Woche schon anders sein.  

Wusstest du schon? 

„Währungen“ gibt es schon sehr lange, obwohl sie früher oft etwas anders aussahen. Früher wurde weltweit viel getauscht, zum Beispiel mit Getreide oder anderen Erzeugnissen. Es wurde aber auch schon mit Edelmetallen wie Gold und Silber bezahlt, sowie mit Vieh, Pelz oder Muscheln.

Geld in Form von Münzen wurde erstmals im 6. Jahrhundert von dem Volk der Lyder verwendet, die auf dem Gebiet der heutigen Türkei lebten. Unabhängig davon entwickelte sich das Münzgeld auch in Süd- und Ostasien. Später wurden Münzen auch die anerkannten Zahlungsmittel im alten Griechenland und im Römischen Reich.

Seit wann gibt es den Euro? 

Schon seit den 1970er Jahren gab es in Europa Überlegungen, eine Währung einzuführen, die für alle gleich ist. So sollte der Handel zwischen den Ländern Europas erleichtert werden. In den 1990er Jahren wurde daraufhin die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion geschaffen, durch die die  EU-Länder bereits mehr wirtschaftlich zusammenarbeiteten. Am 2. Mai 1998 wurde von den Regierenden der EU-Länder entschieden, den Euro einzuführen. Es gab für die neue Währung aber auch noch weitere Namensvorschläge, darunter „Écu“, „Europäischer Franken“ und „Europäischer Gulden“. Ab dem 1. Januar 2002 wurde der Euro als Bargeld von den Banken herausgegeben. Davor konnte man jedoch schon bargeldlos damit bezahlen.  

Der Euro ist heute die offizielle Währung in 19 Ländern der EU, darunter Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Finnland, Griechenland und Österreich. Diese Länder bilden die Eurozone. Um den Euro als Währung haben zu können, muss ein Land bestimmte Bedingungen erfüllen. Zum Beispiel, dass die Preise für Waren in diesem Land nicht so stark schwanken und dass das Land nicht so hohe Schulden hat. Rund 337 Millionen Menschen zahlen europaweit mit dem Euro.  

Die Vorteile und Nachteile des Euros 

Es wird immer wieder diskutiert, ob der Euro gut oder schlecht für die EU ist. Hier sind einige Argumente, die für den Euro sprechen:  

  • Der Euro erleichtert den Handel zwischen den EU-Ländern, die den Euro als Währung haben. Da die Währung einheitlich ist, müssen Unternehmen zum Beispiel keine finanziellen Verluste durch Wechselkursschwankungen mehr befürchten.

  • Wenn man in ein anderes Land verreist, das den Euro auch als Währung hat, muss man sein Geld nicht umtauschen und man kann die Preise von Produkten besser vergleichen.     

  • Der Euro ist ein Symbol für die Einheit und Zusammenarbeit Europas. 

Und hier sind einige Argumente, die manche gegen den Euro verwenden:

  • Wenn ein Euro-Land eine nicht so leistungsstarke Wirtschaft und damit finanzielle Schwierigkeiten hat, wirkt sich das auch negativ auf die anderen Länder der Euro-Zone aus. Denn dann ist der Euro für alle weniger wert.    

  • Viele finden es schade, dass es die alten Währungen nicht mehr gibt, die ein Teil der Identität des eigenen Landes waren. 

Wusstest du schon?  

1-Euro-Münzen

Dir ist bestimmt schonmal aufgefallen, dass Euromünzen zwei Seiten haben: Eine Seite zeigt eine Zahl und damit den Wert der Münze. Diese Seite ist in allen Ländern gleich. Die andere Seite zeigt immer ein anderes kleines Bild. Diese Seite ist von Land zu Land unterschiedlich. An ihr kann man sehen, in welchem Land die Münze geprägt wurde.

Die deutschen Euromünzen zeigen zum Beispiel den Bundesadler (1 und 2 €), das Brandenburger Tor (10, 20 und 50 ct) und einen Eichenzweig (1, 2 und 5 ct). Schau doch mal in deinem Sparschwein oder Portemonnaie nach, wie viele unterschiedliche Münzen du finden kannst!

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Eure Kommentare

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Ich sammle Münzen mit verschiedenen Hintergründen. Ich habe alle von dem Bild oben, außer eine.
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Ich finde beide sind gut 
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Super!
Sehr cool und wissenswert!👍