Politik

Er­in­ne­rung an den Na­tio­nal­so­zia­lis­mus

1) Holocaust-Mahnmal: Das Denkmal, das auch „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ genannt wird, soll an den Holocaust erinnern. Im Nationalsozialismus wurden etwa sechs Millionen Jüdinnen und Juden in Europa umgebracht. Die 2 711 Betonblöcke erinnern an Grabsteine. Zum Denkmal, das in Berlin steht, gehört auch eine Ausstellung, die sich unter der Erde befindet.

2) Hannah Arendt: war eine deutsch-US-amerikanische Theoretikerin und Schriftstellerin, die wie viele Jüdinnen und Juden zur Zeit des Nationalsozialismus (1933) aus Deutschland floh. 

3-4) Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen: Das Denkmal soll die Menschen ehren, die wegen ihrer Homosexualität im Nationalsozialismus verfolgt wurden. Es soll ein Zeichen gegen Feindseligkeit und Ausgrenzung setzen. Homosexualität war damals eine Straftat. Viele Menschen kamen ins Gefängnis oder wurden sogar in Konzentrationslager gesteckt. Ein großer Teil von ihnen überlebte die Lager nicht.

5-6) Sowjetisches Ehrenmal: Das Denkmal wurde 1945 errichtet, um die sowjetischen Soldaten der "Roten Armee" zu ehren, die im Zweiten Weltkrieg starben.

7-8) Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas: Das Denkmal besteht aus einem Brunnen mit einem versenkbaren Stein, auf dem täglich eine frische Blume liegt. Hunderttausende Menschen, die dieser Gruppe angehörten, wurden im Nationalsozialismus verfolgt. In ganz Europa waren es bis zu 500 000 Männer, Frauen und Kinder.

9-11) Denkmal zur Erinnerung an 96 von den Nationalsozialisten ermordete Reichstagsabgeordnete: Vor dem Berliner Reichstagsgebäude befindet sich das Denkmal, das an einige Politikerinnen und Politiker erinnern soll, die in der Weimarer Republik und während des Nationalsozialismus umgebracht wurden. Viele starben auch an den Folgen ihrer Gefangenschaft. Eine Gedänkstätte befindet sich im Inneren des Reichstagsgebäudes. 

12-13) Züge in das Leben - Züge in den Tod: Das Denkmal in der Berliner Friedrichstraße zeigt Kinder, die mit zerbrochenen Koffern an einem Gleis stehen. Diese Szene steht für Tausende von Kindern, die im Nationalsozialismus alleine, ohne ihre Verwandten, mit sogenannten Kinderzügen nach Großbritannien, in die USA oder nach Palästina geschickt wurden und so überlebt haben. Auf der anderen Seite erinnert das Denkmal die jüdischen Kinder, die wegen des Holocausts starben.

14-15) Denkmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung: Das Denkmal und die Gedenktafel erinnern an die Stelle am Berliner Bebelplatz, an der am 10. Mai 1933 Mitglieder des Nationalsozialistischen Studentenbundes und ihre Professoren rund 20.000 Bücher verbrannten. Es waren Werke von jüdischen Autorinnen und Autoren.  Und Bücher von Menschen, die anderer politischer Meinung waren als die Nazis.

16-17) Neue Wache: Die Gedenkstätte steht für die Opfer des Krieges und der gewaltsamen Herrschaft der Nationalsozialisten. In der Mitte des Raumes sieht man eine Frau mit ihrem verstorbenem Sohn in der Hand. Die Statue sitzt auf dem Boden. Dieses Kunstwerk stammt von Käthe Kollwitz. Das war eine Künstlerin, die Widerstand im Nationalsozialismus leistete.

18-19) Neue Synagoge: Im Zentrum des ehemaligen jüdischen Viertels in Berlin steht die Neue Synagoge. Eine Synagoge ist das Gotteshaus von Menschen mit jüdischem Glauben. Im November 1938 legten die Nationalsozialisten dort Feuer, um sie zu zerstören. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Synagoge komplett zerstört. Deshalb blieb 1945 nur noch eine Ruine übrig. 1988 wurde sie wieder aufgebaut.

20-21) Steglitzer Spiegelwand: ist eine Gedenktafel, die aussieht wie ein großer Spiegel. Sie erinnert an die ehemalige Synagoge in Berlin-Steglitz und an die Jüdinnen und Juden, die in Ghettos und Konzentrationslager gesteckt wurden.

22) Gedenktafel am Kaiser Wilhelm Platz: Auflistung mit den größten Konzentrationslagern.

23) Stolpersteine: Die kleinen goldenen Gedenktafeln sollen an die Menschen erinnern, die im Nationalsozialismus verfolgt, vertrieben oder umgebracht wurden. Meistens sind sie an Stellen zu finden, wo die Opfer früher gelebt haben. Die Stolpersteine gelten als das größte Mahnmal der Welt. Du findest sie in ganz Europa.

24) Hauswand mit jüdischen Namen: In diesem Haus lebten im Nationalsozialismus Jüdinnen und Juden. Zur Erinnerung an den Holocaust sind ihre Namen und Berufe noch heute dort zu lesen.

25) Die Jüdische Knabengruppe ist ein Denkmal, das an die jüdische Knabenschule erinnert und sich vor dem jüdischen Friedhof befindet.

26-27) Der älteste jüdische Friedhof Berlins wurde im Nationalsozialismus zerstört.

28) Blindenwerkstatt von Otto Weidt: Das Museum zeigt eine Ausstellung über die Geschichte der Blindenwerkstatt von Otto Weidt. Der Fabrikant Otto Weidt beschützte und versteckte während des Zweiten Weltkrieges hauptsächlich blinde und gehörlose Jüdinnen und Juden in seiner Werkstatt. Dort arbeiteten sie und stellten Besen und Bürsten her.

29) Haus der Wannseekonferenz: An diesem Ort trafen sich Mitglieder der NSDAP am 20. Januar 1942, um die "Endlösung der Judenfrage" zu besprechen.

30) "Der verlassene Raum": Das Denkmal erinnert an den Holocaust. Ein Tisch und ein Stuhl stehen auf einer Bodenplatte, die aussieht wie ein Parkettboden. Ein weiterer Stuhl ist umgestürzt. Alles zusammen erinnert an eine Wohnung. Es wirkt so, als musste ein Mensch, der wahrscheinlich jüdisch war, den Raum schnell verlassen. Auf dem Boden ist das Gedicht „Oh die Schornsteine“ der jüdischen Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin Nelly Sachs vermerkt.

Alle Bilder stammen von der ©kindersache-Redaktion.

Deine Meinung

  • Ist super
    14
  • Ist lustig
    12
  • Ist okay
    11
  • Lässt mich staunen
    13
  • Macht mich traurig
    11
  • Macht mich wütend
    11

Eure Kommentare

Diese Sachen machen alle richtig traurig, aber es ist auch wichtig sie nicht zu vergessen. Ich finde das mit den Kindern am traurigsten. Kinder können ja gar nix dafür. 
Das muss früher eine sehr schlimme und traurige Zeit gewesen sein.  Ich habe großen Respekt vor den Leuten die damals gelebt haben.