Sport

Fall Özil - Wer hat Schuld?

Was ist passiert?

Im Mai hatte der Spielmacher des FC Arsenal im Rahmen einer Veranstaltung in London zusammen mit seinem Nationalteamkollegen Ilkay Gündogan den türkischen Präsidenten Recep Tayip Erdogan getroffen und Fotos mit diesem gemacht sowie ihm Trikots geschenkt. Beide Spieler sind Deutschtürken, welche in Deutschland geboren und aufgewachsen sind. 

Nach dem Auftauchen dieser Fotos hagelte es erst einmal ordentlich Kritik für die beiden. Lange hatte sich Mesut Özil nicht zu den Vorwürfen geäußert, bis er gestern Abend ein drei Seiten langes Statement auf Englisch postete. Wer nun im Recht ist beziehungsweise wer die Fehler begangen hat möchte ich nun versuchen zu klären.

Der Vorfall ereignete sich kurz vor der Bekanntgabe des Kaders für die WM 2018 in Russland. Die Nominierung galt jedoch trotzdem als sicher. 

Direkt nach der Veröffentlichung der Fotos äußerte such DFB- Präsident Reinhard Grindel zu dem Vorfall: „Der DFB respektiert und achtet selbstverständlich die besondere Situation unserer Spieler mit Migrationshintergrund. Aber der Fußball und der DFB stehen für Werte, die von Herrn Erdogan nicht hinreichend beachtet werden“ sagte er: „Deshalb ist es nicht gut, dass sich unsere Nationalspieler für seine Wahlkampfmanöver missbrauchen lassen. Der Integrationsarbeit des DFB haben unsere beiden Spieler mit dieser Aktion sicher nicht geholfen.“

In den folgenden Wochen wurden die beiden auf Facebook, Instagram und vor allem Twitter von vielen Menschen auf äußerste Angegriffen und Beleidigt. Während Ilkay Gündogan sich äußerte und versuchte sein Verhalten zu rechtfertigen, schwieg Özil. 

Statement

Nun folgte gestern Abend sein Statement. Es ginge ihm nicht um Erdogan als Person, so Özil. Viel mehr ginge es darum, dass er der Präsident des Landes seiner Familie sei, in welchem er auch seine Wurzeln hat. Sich nicht mit ihm zu treffen würde bedeuten diese Wurzeln nicht zu respektieren. Im dritten Teil des Statements erklärte er, dass er sich nicht mehr dabei wohl fühlen würde das Deutsche Nationaltrikot zu tragen und er deshalb aus der Nationalmannschaft austritt.

Meine Meinung

So, nun zu der Eingangs erwähnten Frage, wer nun die Schuld trägt. Die Antwort ist ganz einfach: Alle Beteiligten.

Natürlich hätte Mesut Özil und Ilkay Gündogan klar sein müssen, dass es nicht besonders gut aufgefasst werden könnte, wenn sie sich als Deutsche Nationalspieler mit dem türkischen Staatsoberhaupt treffen und ihm Trikots schenken. Die größte Schuld tragen für mich aber viele deutsche Zeitungen und Fernsehsender welche für die Verkaufszahlen jedes Thema ausschlachten und übertreiben. Natürlich war es ein Fehler der beiden, doch sie haben sich entschuldigt und irgendwann sollte auch einmal Schluss sein. Auch den DFB Präsidenten Reinhard Grindel trifft große Mitschuld. Anders als Nationaltrainer Joachim Löw und DFB Teammanager Oliver Bierhoff stellte er sich nicht schützend vor die beiden sondern kritisierte sie andauernd. Mesut Özil schrieb in seinem Statement: "Ich glaube für Grindel bin ich ein Deutscher, wenn wir gewinnen, und ein Migrant, wenn wir verlieren."

Das war Meine Meinung zu diesem Thema, vielleicht stimmt ihr mir ja zu. Vielleicht findet ihr aber auch das ich gerade völligen Blödsinn erzählt habe. 

Was auch immer ihr über dieses Thema denkt, es wäre toll, wenn ihr mir eure Meinung mitteilen würdet. Nutzt dazu einfach die Kommentarfunktion.

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