Selbstorganisation zuhause: Mit SMART richtig Ziele setzen

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Die Herausforderungen in der Corona-Pandemie

Wir leben nun seit einem Jahr mit der Corona-Pandemie, in der  das tägliche Maskentragen, Händewaschen und Abstandhalten zur Gewohnheit geworden ist. Der Küchentisch hat sich dauerhaft in einen Arbeitsplatz verwandelt und es ist normal geworden den Online-Unterricht durch eine Bildschirmkamera zu moderieren.

Die Umstellung auf den digitalen Unterricht, zusätzliche Regelungen sowie eine wechselnd ausbleibende Kinderbetreuung ist eine enorme Belastung für Fachkräfte, Familien und Kinder gleichermaßen. Ein höheres Arbeitspensum, neue technische Herausforderungen, wegfallende Strukturen, ausbleibender Austausch mit Kolleg*innen sowie Unsicherheiten und Stress beanspruchen das Durchhaltevermögen vieler Menschen.

Distanzlernen: Selbst-Management erforderlich 

Schülerinnen und Schüler müssen ohne den Rahmen einer Klassengemeinschaft und mit einer eingeschränkten Anleitung durch das Fachpersonal eigenständig neue Formen der Selbstorganisation erlernen. Dieses sogenannte Selbst-Management ist eine Aufgabe für sich: oft mutet man sich von Beginn an zu viel zu und schafft dann nur einen Bruchteil des Geplanten. Dieses vermeintliche Scheitern und ein steigender Berg an Arbeit demotiviert, frustriert und besorgt. Die damit wachsende Belastung und der Stress wirken sich negativ auf die Leistungsfähigkeit aus.

Die SMART-Formel

Um dem entgegenzuwirken und auch in Krisenzeiten eine gesunde Arbeitshaltung zu wahren, lohnt sich ein Blick in das Jahr 1954. Peter Drucker veröffentlichte das Buch "The Practice of Management" mit fünf Kernpunkten für eine erfolgreiche Zielsetzung, die SMART-Formel:

  1. Spezifisch: Das Ziel muss klar gesetzt sein. Je präziser das gewünschte Ergebnis formuliert ist, desto besser.
  2. Messbar: Je messbarer ein Ziel ist, desto leichter sind Meilensteine und Erfolge in der Entwicklung erkennbar.
  3. Ansprechend: Das Ziel sollte ansprechend und erstrebenswert sein.
  4. Realistisch: Das gesetzte Ziel muss realisierbar sein.
  5. Terminiert: Das Ziel muss zu einem fixen Datum erreicht sein.

SMART-Formel für Schüler*innen

Die SMART-Formel erleichtert  nicht nur Fachkräften die realistische Planung. Sie eignet sich ebenso als Instrument für die Selbstorganisation von Kindern. Mit konkreten Fragen zu ihrem Arbeitsablauf kann den Schülerinnen und Schülern ein Schema mitgegeben werden.

Folgende Fragen, können Sie ihren Schüler*innen mitgeben:

  1. Spezifisch: Für welches Fach lernst du heute? Welchen Themenblock wiederholst du heute?
  2. Messbar: Wie viele Aufgaben hast du insgesamt und wie viele davon möchtest du heute erledigen?
  3. Ansprechend: Welches Thema interessiert dich in diesem Fach am meisten? 
  4. Realistisch: Wie viel Zeit hast du für diese Aufgabe? Wie viel Zeit brauchst du normalerweise für diese Art von Aufgaben? Brauchst du hierfür zusätzliches Material? 
  5. Terminiert: Bis wann muss es erledigt sein? Wann fängst du an und womit beginnst du? Wann machst du Pause und was machst du danach?

So wandelt sich der diffuse Vorsatz “Morgen lerne ich für meine Mathearbeit” in eine konkrete Zielsetzung wie “Morgen wiederhole ich für eine Stunde das große Einmaleins und danach gehe ich auf den Spielplatz”. Denn neben einer guten Selbstorganisation ist es vor allem im Distanzunterricht wichtig, sich bewusst Pausen zu nehmen und “Feierabend” zu machen.

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