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Der Bürgermeister der Hansestadt Uelzen hat eine Stadtwette ausgerufen. Er hat gewettet, dass keine 333 Kinder zusammenkommen werden, die den Refrain und die erste Strophe des Kinderrechte-Songs des Deutschen Kinderhilfswerkes singen. Die Kinder haben die Wette gewonnen! Alle Kinder, die teilgenommen haben, sind deshalb auf ein Konzert der Honigkuchenpferde am 24. Oktober 2024 eingeladen.
Wir haben für euch mit Claudia Brunsemann gesprochen. Sie ist Mitarbeiterin für Kinder- und Jugendbeteiligung der Hansestadt Uelzen.
Wie lange gibt es die Kinderstadtwette schon? Wer kam auf die Idee, dass der Bürgermeister eine Wette gegen Kinder macht?
Claudia Brunsemann: Die Kinderstadtwette gibt es schon seit 15 Jahren. Das erste Mal 2009 ging um eine rund 100 Meter lange Strecke, die die Kinder aus mitgebrachten Holzeisenbahnteilen zusammen gebaut hatten. Die Idee stammte vom Stadtjugendpfleger und den Mitarbeitenden aus dem Kinder- und Jugendzentrum.
Sie haben die Kinder herausgefordert, einen Teil des Lieds “Ich darf das” des Deutschen Kinderhilfswerkes zu singen. Haben Sie gedacht, dass die Kinder, die Wette schaffen?
Claudia Brunsemann: Wir waren uns sicher, dass viele Kinder zur Stadtwette kommen werden, aber wir waren uns nicht sicher, ob es wirklich 333 Kinder werden. Sicherlich war es gut, dass auch der Text des Liedes den Kindern solchen Spaß gemacht hatte.
Was bedeutet die Kinderstadtwette für die Stadt Uelzen?
Claudia Brunsemann: Für die Hansestadt ist die Kinderstadtwette ein fester und wichtiger Termin, auf den sich die Kinder und der Bürgermeister immer wieder freuen und auch gespannt sind, was wir uns wieder einfallen lassen. Durch die Stadtwette kennen die meisten Mädchen und Jungen den Bürgermeister und trauen sich ihn anzusprechen. Damit ist es viel einfacher, miteinander ins Gespräch zu kommen.
In Uelzen gibt es einen Platz der Kinderrechte – den Herzogenplatz. Wie ist es dazu gekommen?
Claudia Brunsemann: Der Platz der Kinderrechte ist auf Antrag des Ortsverband Uelzen des Kinderschutzbundes entstanden. Das war gar nicht so schwer und kann bestimmt auch an anderer Stelle von Vereinen oder auch von Kindern beantragt werden.
Wie können Kinder ihren Ort dazu bringen, eine Kinderstadtwette zu machen?
Claudia Brunsemann: Ich denke, dass die Kinder einfach einmal zum Bürgermeister oder zur Bürgermeisterin gehen und von der Idee erzählen können. Vielleicht gibt es ja auch Erwachsene, die dabei unterstützen. Bestimmt freut sich der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin, wenn sie durch die Kinderstadtwette bei den Kindern sehr bekannt werden.
Woher kennen Sie die Honigkuchenpferde? Freuen Sie sich auf ihr Konzert?
Claudia Brunsemann: Wir wollten in diesem Jahr eine Sing-Wette machen und waren auf der Suche nach einem passenden Lied. Was kann es da besseres geben, als ein Lied über Kinderrechte, dem Kinderrechtesong des Deutschen Kinderhilfswerk.