Spiel & Spaß

Adventskalender: Türchen 12

Feiern wir Weihnachten? 

Es ist der 12. Dezember – auf der Erde und auf der Raumstation Nebelkurier. Dort lebt nämlich Familie Frostfunke schon seit 11 Monaten und erforscht Flugbahnen von Kometen. Dass Lumi und Sana ihre Eltern auf ihrer großen Weltraum-Mission begleiten, war von Anfang an klar. Auch wenn das hieß, dass sie umziehen mussten. Viel weiter weg, als man sich überhaupt vorstellen kann.  

Jetzt ist aber schon fast ein Jahr vergangen und die beiden könnten es sich nicht schöner vorstellen. Leider gibt es nur ein klitzekleines, riesengroßes Problem:

„Hey Mama“, nuschelt Lumi, mit dem Mund voller Müsli. Die Familie sitzt gerade zusammen und frühstückt. Das Müsli hat Lumi nicht in einer Schüssel. Es schwebt einfach so durch die Luft. Das mochte Lumi mit Abstand am meisten am Weltraum – die Schwerelosigkeit. “Wo kriegen wir eigentlich unseren Weihnachtsbaum dieses Jahr her?” Lumis Zwilling Sana kichert. “Lumi, hier oben kann man doch nicht Weihnachten feiern. Wie soll denn der Weihnachtsmann zu uns kommen? Mit einem Raumschiff?”

“Mensch Sana, sowas kannst du doch nicht sagen ...”, sagt Mama streng, doch das hört Lumi schon längst nicht mehr. Kein Weihnachtsmann dieses Jahr? Kein Weihnachtsfest? Das hatte Lumi nicht gewusst, als er mit seinen Eltern losgeflogen ist. Sonst wäre Lumi sicherlich bei der Erd-Familie geblieben. Was soll Lumi denn jetzt machen? Zurückfliegen ist keine Option. Und einen Brief an den Weihnachtsmann kann man von hier oben auch nicht verschicken.  

Hast du schon mal was vom Weltraummüll-Baum gehört? 

Lumi ist enttäuscht und beschließt, sich in seinem Schlafsack zu verkriechen. Hier oben geht schlafen nämlich ein bisschen anders als auf der Erde. Lumis Schlafsack ist in einer kleinen Schlafkabine, die an der Wand befestigt ist. Und als wäre das nicht schon aufregend genug, hat Lumi sogar ein eigenes Fenster – beim Schlafen direkt neben dem Kopf. Immer wenn Lumi Sehnsucht nach “Zuhause” hat, dann ist es der Ort, an dem sich Lumi in andere Welten träumen kann. Hier am Fenster fühlt es sich an, als wäre es möglich über die ganze Welt entscheiden zu können.  

Heute fehlt mir die aller größte Wunscherfüller-Sternschnuppe, denkt sich Lumi und schaut verträumt aus dem Fenster. Sana hat sich neben Lumi gekuschelt. Das machen die beiden immer, wenn sie merken, dass ein Zwilling von beiden traurig ist. Das ist ihre Art zu sagen, ich bin für dich da.  

Lumi sieht plötzlich ein Funkeln. Das kann doch nicht wirklich sein! “Doch, ich hab das auch gesehen!”, ruft Sana Lumi aufgeregt ins Ohr. “Hey, Gedankenlesen verboten”, kichert Lumi, “aber es ist immer noch da – Sana, was ist das?” “Das muss einer dieser glitzernden Mini-Dingsdabums sein, von denen uns Mama letztens erzählt hat. Hast du mal wieder nicht aufgepasst, du Träumerchen? Mama meinte, sie sind sich noch nicht ganz sicher, aber das könnte aus den Überbleibseln entstehen, die die Menschen im Weltraum vergessen. Mama meinte, das nennt sich auch Weltraum-Müll.”  

“Schau mal, wie Müll sieht das aber nicht aus. Je näher es kommt, desto mehr fängt es an zu glänzen. Und ich weiß nicht, wie du das siehst, und ob du gerade im Wolken-raten-Kreativmodus bist, aber ich finde, das ist doch ein Baum. Sana! Das ist ein Weihnachtsbaum - äh Weltraummüll-Baum. Den brauchen wir an Weihnachten! Komm mit, den schnappen wir uns!”, ruft Lumi und schleift Sana hinter sich her.  

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Tolle Geschichte!

LG Skatergirl