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Mei­ne Stab­heu­schre­cke ist ge­stor­ben!

Hey Leute,

Für alle die mich schon länger kennen wissen vielleicht vom Titel wovon ich rede, eventuell auch nicht, deshalb berichte ich davon nochmal ausführlicher:

Es fing alles an mit dem Gymnasium, ich kam in die 5. Klasse und erfuhr im Biologieunterricht, dass meine Lehrerin uns jeweils zwei Stabheuschrecken anbietet. Viele haben sich geekelt, aber ich habe einfach meine Eltern gefragt und sie haben ja gesagt. Gesagt getan. Einige Zeit später sind wir in ein Tiergeschäft gefahren und haben ein kleines Terrarium für den Transport und ein großes für Zuhause gekauft. 

Beim nächsten Mal Biologieunterricht habe ich dann endlich meine Stabheuschrecken bekommen. Sie fressen am liebsten Brommbeerblätter, deshalb war das kleine Terrarium für den Transport auch ausreichend damit gefüllt. Die Lehrerin rief einzeln die Kinder nach vorne und man sah winzige Tiere, die wie Stöcke aussahen auf dem Tisch rumkrabbeln. Und ja, dann hatte ich meine zwei minikleinen Stabheuschrecken, ungefähr 2cm lang. 

Auf dem Weg nach Hause war es sehr sonnig und da sie nicht so viel Sonne abbekommen durften, musste ich sie in meine Sporttasche legen, wo sie aber leider wenig Luft bekamen. Na ja, da mussten sie durch und hatten es dann schließlich geschafft. Zuhause habe ich sie dann erstmal im Transportterrarium gelassen, aber da ich sie eh nicht zwischen dem ganzen Gestrüpp gesehen habe, war das kein Problem. Jeden Tag musste ich einmal Wasser reinsprühen. 

Von Zeit zu Zeit wurden sie immer größer und ich konnte sie immer besser erkennen. Es hat viel Spaß gemacht sie beim Fressen oder Trinken zu beobachten. Nach zwei Monaten fragte uns unsere Lehrerin, ob sie denn schon Eier gelegt haben. Wie ihr wisst sind Stabheuschrecken keine Säugetiere, deshalb legen sie Eier. Keiner hatte aber bisher welche gesehen und wir alle fanden uns mit der Erklärung ab, dass es wohl noch nicht so weit sei. Eines Morgens entdeckte ich jedoch etwas kleines weißliches im großen Terrarium und wollte meine Eltern informieren, da ich dachte es wäre ein Ei. Da sie noch nicht wach waren, es war früh morgens, googelte ich wie ein Stabheuschrecken Ei aussieht. Leider nicht weiß und auch nicht so klein. Da war ich dann schon ein bisschen enttäuscht.

Wieder einmal im Biologieunterricht brachte ein Junge aus meiner Klassen die Eier von seinen Stabheuschrecken mit und zeigte sie stolz in der Klasse herum. Dabei bekam ich einen Schock: Die echten Eier sahen ganz anders aus, als die im Internet! Sie waren schwarz und ganz klein, weshalb ich sie immer mit der Kacke der Stabheuschrecken verwechselt hatte! Die landete natürlich immer im Müll…

Damit die Stabheuschrecken es auch immer weich haben, habe ich sonst immer orangenes Korkgranulat ins Terrarium gefüllt. Von da an musste ich es nach Eiern durchsuchen, was gar nicht so leicht war. Doch zum Glück fand ich noch ein paar. Voller Freude legte ich sie in das kleine Transportterrarium. Woche um Woche verging und nichts passierte, bis ich nochmal meine Lehrerin fragte. Sie sagte, dass sogar die Eier Feuchtigkeit bräuchten und ich sie jeden Morgen besprühen müsste. Tja, da hatte ich wieder alles falsch gemacht!

Woche um Woche verging, bis eines Tages… Ja, richtig, eine winzig kleine Stabheuschrecken saß an der Wand des Terrariums. Ich holte sie begeistert raus und entdeckte noch eine am Deckel kleben. Ich war zwar überglücklich, dass ich jetzt zwei Baby-Stabheuschrecken hatte, aber woher kriegte ich jetzt, 20:00 Uhr abends Brommbeerblätter? Also hin zu der Brommbeerhecke nicht weit von uns entfernt und einige Äste holen bis ich dann ein neues Terrarium einweihte.

Es verging wieder viel Zeit und ich sammelte immer mehr Eier bis dann daraus immer mehr Babys wurden. Langsam war ich genervt, dass ich jeden Morgen eine neue entdeckte, sodass ich immer knapp den Bus verpasste. Heute sind es 25 kleine Babys, 10 Große, und 1 Alte (also die von ganz am Anfang).

Ihr fragt euch sicher, wo die zweite Alte ist. Ja… wir waren letzte Woche im Urlaub und ich hatte einer Bekannten erklärt, wie sie meine Stabheuschrecken sprüht. Vorher war die eine Alte schon todkrank und konnte sich gar nicht mehr richtig bewegen, fressen oder trinken. Als ich dann zurückkam, war es schon zu spät. Sie war tot. Ich weinte und konnte es nicht wahrhaben, aber sie hatte es schon länger als 1 Jahr geschafft, obwohl Stabheuschrecken durchschnittlich nur ein halbes Jahr alt werden. Sie hat 35 Nachkommen und ein schönes Leben gelebt. 
 

Das war die Geschichte über meine Stabheuschrecken. Obwohl das Ende für mich traurig war, hat es mir Spaß gemacht, euch darüber zu erzählen. Sie sind sehr pflegeleicht, aber man muss das Terrarium einmal in der Woche reinigen und passt auf, dass sie sich nicht zu schnell vermehren. 
 

Liebe Grüße, eure Clari🌸💗✨

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Eure Kommentare

Ich finde deine Begeisterung für Stabheuschrecken toll!😊 Man merkt, das du es gernr machst und das du Spaß bei der Sache hast! Ich finde das toll!❤👍 Aber es ist echt schön, das die eine Heuschrecke so alt wurde.
Danke für eure lieben Kommentare!🥺🥰
Also wenn ich ein neues Tier bekomme informiere ich mich erst! Außerdem würde ich die Babys jemandem verschenken weil es sonst zu viel wird und sie sich vermehren. 
Wow, so berührend! Das mit den Nachwuchs jeden Tag war sicher anstregend und so, aber sicher schön und süß...  Es ist eigentlich schön, dass die eine doppelt so lange  gelebt hat, als sie "sollte", aber es ist natürlich schade und traurig, dass sie gestorben ist...
Aber sie hatte ein langes erfülltes leben. Also die eine alte
Wie süß 🥰 
Wow! Ich wusste bis jetzt noch nicht mal, dass man Stabheuschrecken auch als Haustiere halten kann. Toller Beitrag! Man merkt richtig wie gut du dich um die Tiere gekümmert hast. Die Alte hatte ein tolles Leben bei dir! Es tut mir leid für dich. Es ist immer doof, wenn man ein Haustier verliert.
Die Arme.... Aber sie hat ja ein schönes Leben gehabt!