Eure Geschichten

Blau Part 10

Albträume und Sorgen

Der nächste Morgen brach an. Ich rappelte mich aus meinem Bett. Ich betrachtete mich im Spiegel. Ich hatte Augenringe. Ich hatte ständig Albträume über Aron. Trotzdem zog ich ein anderes Fußballtrikot an und dieses Mal einen Jeansrock dazu. Dann machte ich mich auf den Weg. „Na, Nelly. Was ist passiert?“, fragte Emil etwas besorgt. Er sah immer, wenn es mir schlecht geht. „Ähm, Aron ist im Krankenhaus“, sagte ich etwas bedrückt und starrte auf den Boden. Der Bus kam im Moment und ich stieg ein und erzählte Emil und meinen anderen Freunden von dem Vorfall. Ich schaute auf mein Handy. „Ich liebe dich auch, Schwesterchen. Alles gut, keine Sorge“, schrieb Aron gerade zurück. Meine Mundwinkel zuckten kurz. 

Alles wird gut

Emil boxte mir gegen meinen Arm. ,,Al-les wird gut!“, trällerte er. Ich lachte und boxte zurück. Wir kamen an meiner Schule an. Es war warm, deswegen standen alle draußen. Ein kurzer Blick zu Emil reicht, und schon rannten wir um die Wette zum Fußballplatz. „Erste!“, rief ich. „Zweiter!“, rief Emil kurz danach. „Oh man. Ich warte immer noch auf den Tag, an dem ich dich schlage“, schnaufte er. „Da wirst du noch lange brauchen“, gab ich zurück. Ich nahm den Ball und passte zu Emil. Er passte zu Finn und der schoss ein Tor. Wir spielten so lange, bis es klingelte. Geschichte fing an. 

Ein Pferd und eine Katze

„Ja, also der Ötzi, der war ein ganz besonderer Fund“, beendete Frau Steinmeyer die Stunde schließlich. Jetzt haben wir Kunst mit Frau Schuber. Im obersten Stockwerk. Ich ging die Treppen hoch, während die anderen schwitzten. Im Kunstraum angekommen, wie immer war ich die Erste und ging an meinen Platz. Ich holte meinen zerfletterten Block heraus und zeichnete. Zuerst ein Pferd. Dann eine Katze, die oben drauf lag. „Nelly, das sieht ja super aus! Hast du was dagegen, wenn ich es aufhänge?“, fragte in dem Moment Frau Schuber. Ich lächelte und nickte. „Ja klar, Frau Schuber“, sagte ich. Frau Schuber nahm das Blatt und befestigte es auf der Wäscheleine, die für die Bilder gedacht ist. Der Rest der Klasse kam herein. Sie betrachteten das Bild und setzten sich hin. „Ach Nelly, zu schade, dass du nicht malen kannst. Aber du kannst noch nicht mal ein ordentliches Strichmännchen malen“, sagte Jasmin, während sie an mir vorbeiging. Ich grinste. „Das kann ich nur zurückgeben“, gab ich nur zurück. Ich werde sie jetzt nicht mehr abschießen. Ich werde mich jetzt nur ruhig verteidigen.

Auf meine richtige Art

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