A Christmas Crime #2
Enttäuschung
Doch die Enttäuschung war groß, denn nirgendwo war Schnee, oder nur ein Anzeichen von Winter. Das Mädchen hatte sich schon so auf den Winterurlaub gefreut und war jetzt sichtlich enttäuscht: „Manno!“, dachte sie sich, „na das kann ja was werden. Winterferien ohne Winter.“ Als sie und ihre Oma aus dem Auto stiegen, prasselte nasser, kalter Regen auf sie herab und es hingen Nebelschwaden tief in der Luft.
Die Weihnachtsstimmung war auf dem Tiefpunkt. Drinnen im Holzhaus, warteten die Eltern von Greta, Fiona und David, Gretas kleiner Bruder Lukas und ihr Opa Johann schon mit einem gut duftenden Tee auf die beiden. Während alle beisammensaßen und sich die neusten Ereignisse erzählten, begann es draußen zu dämmern. Es wurde immer dunkler und wenig später, zündete Fiona die Kerzen auf dem Adventskranz an und Greta und Oma konnten ihre geprobten Singkünste zum Besten geben.
Wenig später, lag Greta in ihrem gemütlichen Bett in einem kleinen Zimmer im oberen Stock und dachte nach. „Was kann ich nur tun, dass es endlich einmal schneit? Nicht mal hier, weiter oben, schneit es.“ Irgendwann schloss sie die Augen und schlief ein.
Der nächste Morgen
„Greta, Greta, schau doch mal!“, weckte sie eine bekannte Stimme, aus dem Schlaf. Vor ihr stand ihr kleiner Bruder Lukas und wedelte wie wild mit den Armen. Müde gähnte das Mädchen und setzte sich auf. „Man Lukas! Sei endlich leise, ich mag weiterschlafen!“, murmelte sie, doch als ihr Bruder nicht hören wollte, stieg sie gegen ihren Willen aus dem Bett und zog die, mit weihnachtlichen Motiven verzierten Vorhänge beiseite.
Was sie dann aber sah, konnte sie nicht glauben. Mit großen Augen stand sie am Fenster und starrte nach draußen. Erst als Lukas sie am Nachthemd zupfte, konnte sie klare Gedanken fassen. Draußen lag tatsächlich Schnee, aber nicht wenig Schnee, nein. So wie es aussah, musste es die ganze Nacht Riesenflocken geschneit haben und es schneite noch immer.
Aufgeregt schlüpfte Greta aus ihrem Pyjama und zog sich schnell ihre Lieblingsjeans und einen dicken Wollpullover über und stürmte in die Küche. Ihr Vater und ihre Oma, saßen am Küchentisch und lasen in der Zeitung, als sie hereingestürmt kam. Völlig verdattert, und auch ein wenig belustigt, schauten die beiden das Mädchen an, als sie schon wenige Sekunden später in Winterstiefeln, Schneehose, Schijacke, Handschuhen, und einer Mütze auf dem Kopf, vor ihnen stand: Mit einem, „Ich gehe mal kurz raus. Ruft mich einfach, wenn es Frühstück gibt!“, verabschiedete sie sich aus der Hütte und lief nach draußen in das Schneegestöber.
Fortsetzung folgt...
PS: Frohe Weihnachten🎄❄️🎅🏻⛷️✨
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