Eure Geschichten

Das Mädchen und der Winter

Mein Freund, der Winter

Es war einmal ein kleines Mädchen, das wohnte in einer kleinen Hütte. Ihre Familie hatte wenig Zeit und wenig Geld. Sie hatte keine Bücher und deshalb auch keine Ahnung von der Welt. Das Mädchen war die meiste Zeit in ihrer Hütte. Und als es Winter war, traute sie sich nach draußen. Als sie die Tür wieder schloss, spürte sie die Kälte. Als sie im Schnee stand, wurde ihr ganz kalt. Da sah sie einen alten Mann. Sie begrüßte ihn: "Hallo, wissen Sie, was die Kälte ist?" Der Mann sagte: "Ich bin Winter und ich weiß, was die Kälte ist. Die Kälte bin ich! Winter ist die Kälte!" Das Mädchen erschrak. Sie rannte weg, aber der Winter war schneller. 

Als er genau vor ihr war, stoppte sie. Das Gesicht des Winters verdunkelte sich. Er sprach: "Du wirst erfrieren!" Das Mädchen sagte: "Bitte nicht, wir können doch Freunde werden." Als der Winter das hörte, wurde er ruhiger. Er sagte: "Ja, eigentlich könnten wir Freunde werden." "Bitte", sagt das Mädchen. "Na gut, wir werden Freunde." Dann formte Winter einen Schneeball und warf das Mädchen damit ab. Das Mädchen formte auch einen Schneeball und machte mit. Dann bauten sie einen Schneemann. 

Nach dem Winter kommt der Sommer

Von diesem Tag an wurden sie richtig gute Freunde. Und das Mädchen ging jeden Tag nach draußen. Irgendwann kam der Sommer und das Mädchen ging wieder nach draußen. Als sie draußen stand, war vom Winter nichts zu sehen. Sie suchte nach ihm, aber sie fand ihn nicht. Da rief das Mädchen nach ihm, aber er kam nicht. Das Mädchen ging wieder in ihre Hütte und weinte bitterlich. 

Als ihre Mutter das sah, ging sie zu ihr und fragte: "Wieso weinst du?" "Der Winter ist weg." Da sagte die Mutter: "Der Winter ist weg, weil der Sommer jetzt da ist. Der Winter und der Sommer sind eine Jahreszeit." Das Mädchen sagte: "Aber nein, der Winter ist ein netter Mensch!" "Aber der Winter ist gar kein Mensch!", sagte die Mutter. Da rannte das Mädchen nach draußen. 

Vor ihr stand eine Frau mit einem bunten Kleid und sie lächelte das Mädchen an. Sie fragte: "Geht es dir gut?" "Nein", sagte das Mädchen. "Wieso geht es dir nicht gut?" "Der Winter ist weg", sagte das Mädchen. "Magst du den Winter?", fragte die Frau. "Ich bin Frau Sommer und ich wärme den ganzen Tag." "Aber ich will den Winter zurück!", sagte das Mädchen. "Also ich mag den Winter nicht, er ist so kalt!" "Wo wohnt denn der Winter?", fragte das Mädchen. "Er wohnt in einer Höhle, sie ist auf dem Kalten Berg. Aber ich muss jetzt weiter, weil ich noch andere Orte wärmen muss." Dann war sie weg. 

Sommer ist nicht für den Winter gemacht

Es wurde immer später, und das Mädchen ging schlafen. In dieser Nacht träumte sie vom Winter. Am nächsten Morgen ging sie nach draußen. Aber jetzt spielte sie nicht, sondern ging zum Kalten Berg, um die Höhle zu suchen. Sie suchte zwei ganze Stunden. Aber als sie um eine Ecke ging, sah sie eine große Höhle. Um die Höhle herum lag Schnee. "Das muss die Höhle vom Winter sein!", rief das Mädchen. Sie rannte in die Höhle und tatsächlich, der Winter saß in der Höhle und genoss die Kälte. 

Das Mädchen rannte zu ihm und umarmte ihn. "Warum bist du hier?", fragte er. "Ich war so traurig und habe dich überall gesucht, aber ich habe dich nicht gefunden. Da habe ich Frau Sommer getroffen und sie hat gesagt, dass sie dich nicht mag. Aber ich mag dich", sagte das Mädchen. "Wieso mag dich Frau Sommer nicht?", fragte das Mädchen. "Sommer mag mich nicht, weil ich so kalt bin", sagte Winter. "Warum gehst du nicht mit nach draußen?", wollte sie wissen. "Ich schmelze, wenn ich nach draußen komme." 

Das Mädchen glaubte ihm nicht und zog ihn nach draußen. Als die Sonnenstrahlen ihn trafen, schmolz er. Das Mädchen sah es und vor ihr stand nur noch eine große Pfütze. Sie weinte so bitterlich los und dachte, der Winter hatte doch Recht. Und sie weinte und weinte immer weiter. 

Winter kehrt zurück

Als der Abend anbrach, ging sie traurig wieder zu ihrer Hütte zurück. Sie dachte jeden Tag an ihn. Und jeden Tag ging sie nach draußen, um zu sehen, ob er doch noch kam. Sie war das ganze Jahr traurig. Aber als es wieder Winter war und sie das letzte mal nach draußen ging, sah sie einen alten Mann, und das Mädchen erkannte ihn wieder. "Winter!", rief sie und rannte zu ihm. Sie fielen sich gegenseitig um den Hals. "Warum bist du hier?", fragte das Mädchen. "Du warst doch nur eine große Pfütze?" "Wenn es kalt wird, dann werde ich wieder zum Leben erweckt", sagte er. "Oh, das habe ich nicht gewusst", sagte das Mädchen. "Wollen wir zusammen spielen?", fragte sie. Da konnte er nicht nein sagen. Und sie bauten einen Schneemann. Und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende.

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Eure Kommentare

Wow, das war toll!

Voll ❄coole❄ Geschichte!

Die Geschichte ist toll. Du könntest am Ende vielleicht nicht zwei Sätze hintereinander mit demselben Anfang schreiben, aber ansonsten war die Geschichte richtig schön.

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Super schöne Geschichte

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Hey Anilap, hast fein gemacht! Meine Geschichte wäre grad anders rum. Ich würde dem Sommer nachweinen.

Mach weiter so,

Apo Bnreb

Sehr schön geschrieben, mach weiter so!