Eure Geschichten

Das Missgeschick

Das Missgeschick

Der Schnee fiel leise wie Puderzucker auf das Gras, bis es sich langsam weiß färbte. Ich erschrak, weil mein kleiner Bruder auf einmal neben mir stand. „Was machst du?“, fragte er und schaute mich fragend an. Daraufhin murmelte ich ein genervtes „Nichts!“, und schickte ihn aus meinem Zimmer. Marko lief traurig aus dem Zimmer und klatschte die Tür zu.

Ich sah weiter aus dem Fenster und merkte, dass ich total müde war. Kaum eine Sekunde später schlossen sich schon meine Augen. Als ich nach einer Dreiviertelstunde aufwachte, konnte ich gar nicht glauben, so lange geschlafen zu haben. Ich tappte hundemüde zu meinem Bett und wollte mich gerade in das mit Kissen überhäufte Bett fallen lassen, als ich wie auf Knopfdruck wieder hellwach war.

Draußen war es schon dämmerig und ich beobachtete, wie eine schwarz gekleidete Person an das Nachbarhaus heranschlich. Die Person war eindeutig eine männliche Gestalt und hatte außerdem einen schwarzen Rucksack dabei. Er bewegte sich geräuschlos wie eine Katze in den Garten. Eigentlich wollte ich die Polizei rufen, doch erstens hatte die Person noch nichts illegales gemacht und zweitens steckte ich wie in Trance.

Die Person schlich sich leise an das Kellerfenster heran und zog den Reißverschluss seines Rucksacks auf. Er kramte lange darin, bis er anscheinend etwas gefunden hatte. Er zog einen Hammer aus der Tasche, aber als er gerade ausholte, hörte man einen hohen, grellen Ton. Die Alarmanlage. Der vermeintliche Einbrecher rannte weg und Herr Müller riss die Tür auf.

Das war mein Signal! Ich sprintete aus meinem Zimmer, zog schnell meine Stiefel an und lief aus dem Haus. Jetzt verstand ich gar nichts mehr. Ich sah Herr Müller und den „Einbrecher“, wie sie sich lachend unterhielten als wären sie seit Ewigkeiten Freunde. Ich lief zu den beiden und fragte Herr Müller verwirrt: „Herr Müller! Ich habe alles beobachtet, aber wieso halten sie den Dieb nicht fest und rufen die Polizei?“

„Erstmal hallo, Matilda“, sagte er sehr ruhig. „Du hast da was falsch verstanden. Ich und meine Frau haben eine neue Alarmanlage und wollten diese entsprechend testen. Das ist mein guter Freund Marko. Er hat heute, beziehungsweise gerade eben, so getan, als ob er durch unser Kellerfenster einbrechen würde, um zu testen, ob die Alarmanlage auch funktioniert. Es ist alles im grünen Bereich. Richtig, Marko?“ Marko nickte und lächelte mich nett an.

Oh nein, da hatte ich wirklich was falsch verstanden...

 

Hallo! Das war meine  Winter-Kurzgeschichte! Ich überlege, ob ich sie zu einem Wettbewerb einreiche. Was meint ihr? Schreibt eure Meinungen in die Kommis.

Liebe Grüße Upsi123

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Eure Kommentare

Ja, du könnest die Geschichte einreichen!

Eine sehr schöne Geschichte! 👍🏼👏🏼

PS:Tut mir Leid das ich  lange mich nicht gemeldet habe.Hatte einfach zu viel stress...