Eure Geschichten

Der Sinn des Nicht-Denkens

Strahle-Tag

Ich bin auf dem Weg. Die Sonne scheint nicht, doch ich strahle von ihnen heraus. So sehr, dass ich heute keine Sonne brauche. Im Hopserlauf. Schnell. Schneller. Gleich bin ich da. Nein, nicht gleich. Jetzt! Das Haus meiner besten Freundin. Ich halte inne und genieße den letzten Moment Ruhe. Zusammen ist Spaß und Chaos vorprogrammiert, doch freuen tue ich mich trotzdem. In der Schule bin ich eine der vernünftigen und das merkt auch meine beste Freundin, aber wenn wir alleine oder irgendwo sind, wo nicht Schule ist, bin ich genauso verrückt wie sie. 

Ich klingel an der Haustür. Das Gelb an der Tür gefällt mir nicht so und ich habe meiner Freundin auch schon angeboten, die Tür umzustreichen, aber sie mag den Ton. Die Tür öffnet sich. Meine Freundin fällt mir mit einem schiefen Grinsen in den Arm. Damit habe ich nicht gerechnet und wir fallen zusammen auf die Treppenstufen. Ich stoße mir den Ellenbogen an ihrem Kopf und sie ihren Kopf an meinem Ellenbogen. Als wir wieder aufstehen, stolpere ich über meine eigenen Beine und ziehe Frida (Name meiner besten Freundin) wieder mit runter. Wir lachen und lachen und Überraschung, wir lachen. 

Jetzt holen wir erst einmal ganz tief Luft. So — das tut gut. Nun haben wir genug vor der Tür gestanden. Wir gehen rein, laufen die Treppe hoch, ich rutsche fast aus und wir betreten Fridas Zimmer.

Kuscheltiernamen

Ich lasse mich auf ihr Bett fallen. Sie hat viele Kuscheltiere, alle haben Namen. Allerdings nicht solche wie Hundi oder Pferdi. Sondern Kati, Anni und Goldi. Ja, ich weiß. Alle Enden auf "I", doch das sind wenigstens richtige Namen und nicht nur das Tier mit einem "I" hinten dran. Das wäre aber auch komisch. Okay. Ich fühle mich ertappt - alles gut, ich gebe es ja zu: Mein ältestes Kuscheltier heißt Pferdi. Jaa, mit "I" am Ende. Ich weiß, aber zu meiner Verteidigung: Ich war 4, als ich es getauft habe. Jetzt bin ich 13! 

Frida fiel auf mich. Das war der Grund, weshalb ich nicht weiter denken konnte, aber wenn wir alleine sind, geht das Gehirn ab einem gewissen Zeitpunkt eh pokern und lässt mich meine Sache alleine durchziehen. Frida und ich setzten uns auf den Boden. Eher gesagt, auf den roten Teppich. Ich habe ja schon Fridas Farbgeschmack erwähnt, also muss ich dazu nicht mehr viel erklären.

Sticker-Suche

Na ja, Frida zeigte mir ihre Sticker Sammlung und wie so oft fiel uns nichts ein, was wir machen könnten, also gaben wir uns damit zufrieden. Was nichts Schlimmes ist, wir können auch so eine Menge Spaß haben. Ich beginne meine Lieblingssticker auszusuchen und Frida suchte verzweifelt einen tollen Sticker. Ich fing an, ihr zu helfen, was in eine riesige Katastrophe überging. Keiner von uns weiß mehr, welchen Haufen von Stickern wir schon gesucht haben und wir suchen jeden noch einmal ab. 

10 Minuten später geben wir auf. Wir lassen uns auf den Teppich fallen und ich versuche sie zu treten. Natürlich tue ich nur so, das geht leider nach hinten los. Ich strecke meinen Fuß aus und Frida bewegte ihren Kopf so blöd, dass ich sie tatsächlich treffe. Aber es ist nicht nur meine Schuld, denn schließlich hat Frida ihren Kopf bewegt. Ich mache mich daran, Frida zu verarzten, was heißt, dass ich sie kitzel, um sie zum Lachen zu bringen.

Lachen ohne Ende

Als es Frida wieder gut geht, machen wir ein Fotoshooting, was in eine Handypause überging, die fast 2 Stunden dauert. Dabei reden wir über irgendwelche irrelevanten Themen wie: Haben Katzen Grübchen oder können Schildkröten pupsen? Im Lachen schaue ich auf die Uhr und mir bleibt fast, ich betone, nur fast die Luft weg. Ich sollte vor 30 Minuten Zuhause sein. Ich verabschiede mich von Frida und renne so schnell es geht den Weg zurück. Ich stellte dabei einen neuen Rekord auf. 1 Minute und 12 Sekunden. Als ich klingel ist mir klar, dass es Ärger geben wird, aber für diesen Nachmittag hat es sich gelohnt.

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Eure Kommentare

Woww

Mega schön! Du schreibst echt gut🤗

echt tolle story aber was hat sie mit nichts denken zu tun? meinst du dass sie nicht denkt, wenn sie bei ihre freundin ist? ansonsten supercoole geschichte. ich wusste nicht dass man seine kuscheltiere so nennen kann. früher habe ich sie immer Lulu, Nora, Mimi oder so cute Namen genannt. 

Schön! Ich mag deinen Schreibstil.