Die Friends und das blaue Auge 4
Verlaufen
Athena wusste leider nicht mehr genau, wo die alte Fabrik stand und vom Dorfplatz aus konnte man sie auch nicht sehen. Deshalb lief sie einfach drauf los. Sie lief aber in die falsche Richtung und fand sich nach einer kurzen Zeit am Rande des Waldes wieder. Da sie eh Durst und Hunger hatte, lief sie in den Wald hinein, um etwas aus dem Saften Fluss zu trinken, der quer durch den Wald verlief und nicht nur Durst sondern auch Hunger stillte.
Als sie am Fluss ankam, war über dem Fluss eine breite Brücke aus verpflochtenen Pflanzen. Sie war noch nie auf der anderen Flussseite gewesen. ,,Naja, was soll schon passieren?", dachte sie sich. Doch als sie auf die andere Seite kam, sah sie in der Ferne eine Hängematte. Sie sah sogar sehr einladend aus. Als sie näher trat, bemerkte sie jedoch, dass schon jemand in der Hängematte lag und scheinbar mit jemandem redete.
Sie blieb stehen und lauschte. ,,Alles gut.", hörte sie jemanden sagen. ,,Da ist bestimmt niemand, wieso sollte man überhaupt hierhin kommen, es wird nichts passieren, versprochen!", Athena ging weiter und erblickte nun die Person, die in der Hängematte lag. Ganz am Rande stellte sie fest, dass auch die Hängematte aus Pflanzen bestand.
Ein geheimnisvolles Mädchen
In der Hängematte lag ein etwa 13 Jahre altes, schlankes Mädchen, das mit einem kleinen Eichhöhrnchen sprach. Sie hatte dunkelbraune Haare die zu einem unordentlichen Pferdeschwanz zusammengebunden waren. Und sie hatte smaragdgrüne Augen und Sommersprossen. "Ähäm", räusperte Athena sich.
Das Eichhörnchen stieß einen hohen Pfiff aus und rannte davon, das Mädchen sah sich um. Als sie Athena erblickte, formten sich ihre Augen zu Schlitzen und sie war sichtlich unbegeistert. ,,Wer bist du?", zischte sie, ,,und vorallem: warum bist du hier ?" Athena blieb ruhig und sagte :,,Ich habe mich verlaufen und wollte etwas trinken." ,,Ich weiß ja nicht, ob ich dir das glauben soll.", meinte das Mädchen. ,,Wenn du doch etwas trinken möchtest, warum gehst du dann auf die andere Seite des Flusses und streunerst hier herum?"
Athena meinte nur: ,,Ich war halt neugierig, das ist ja wohl kein Verbrechen. Außerdem ist mein Name Athena. Was machst du überhaupt hier und wer bist du?"
Wer bist du?
,,Ich bin mir nicht sicher, ob du mich nicht verraten wirst." ,,Wieso sollte ich dich verraten?", fragte Athena zurück. Das Mädchen überlegte eine Weile und sagte dann: ,,Ich verrate es nur, wenn du niemandem davon erzählst und wenn du kein einziges Tier mehr erschreckst." ,,Okay.", sagte Athena. Daraufhin begann das Mädchen, ein bisschen von sich zu erzählen.
,,Mein Name ist Lilliana Wood und ich wohne schon länger im Dorf , aber ich bin oft im Wald, deshalb bemerkt man mich nicht. Ich wohne mit meiner kleinen Schwester und meiner Mutter hier. Mein Vater ist seit einem Monat verschwunden. Ich habe die Kraft, Pflanzen wachsen zu lassen so wie die Brücke oder die Hängematte. Außerdem passe ich auf die Waldtiere auf, sie vertrauen mir voll und ganz."
Athenas Kraft
,,Wow", staunte Athena. ,,Ich habe glaube ich auch eine Kraft. Wenn ich sauer bin, springt mir eine kleine Flamme aus dem Mund. Das ist heute das erste Mal passiert und eigentlich wollte ich zu einer Freundin, um sie nach Hilfe zu fragen." ,,Interessant", meinte Liliana. ,,Komm mal mit!" Und mit diesen Worten lief sie los.
Sie liefen durch das Unterholz und Athena sah am scheinbaren Waldende ein mattes Leuchten.
Vielen Dank fürs lesen!
Fortsetzung ist in Arbeit.
Noch nicht genannte Charaktere werden in weiteren Teilen vorkommen.
Ich bin gespannt auf die Fortsetzung