Eure Geschichten

Die Pi­ra­ten­bucht von Dschun­gi #8

Gunschini - Schöne Erinnerungen

1

Was ist hier los?

Nach dem Frühstück sagte Akira: ,,Hier ist doch was faul. Rätsel über Rätsel" ,,Ja stimmt ", stimmte Elea ihm zu, „Arthur hört auf, die Sache mit der Bucht und der Sohn von Timon wurde auch noch entführt" ,,Und wir haben fast nichts zu tun", ergänzte Kai. ,,Hört mal kurz zu", sagte Aislinn, ,,ich habe einen Vorschlag. Wir könnten doch Arthur suchen und rausfinden was Miko gesehen hat und nebenbei schauen wir, ob auf der Insel alles in Ordnung ist."

,,Einverstanden!" ,,Ok!" ,,Geht klar!"

,,Gut", meinte auch Elea, ,,dann kümmern wir uns erst um Artur und versuchen mal rauszufinden, wo er sich befindet."

Sie überlegten lange hin und her und kamen dann zu diesem Ergebnis:

  • In ihrem Baumhaus kann er sich nicht verstecken.
  • In der Bucht von Dschungi ist er ja auf keinen Fall.
  • Auch ist es unwahrscheinlich, dass er sich auf einem Schiff versteckt.
  • Am Strand lässt es sich natürlich schwer Leben.
  • In Dschanga könnte er natürlich sein.
  • Im Kinderdorf könnte er natürlich als Attraktion und Aufpasser arbeiten.
  • Und er könnte irgendwo einfach so im Dschungel sein.
  • Oder vielleicht ist der auch von Timon auf eine geheime Mission geschickt worden. Was aber komisch wäre, da wir nix davon wissen.

Als sie diese Sache ausdiskutiert hatten, haben sie auch Aufgaben aufgeteilt:

  • Elea und Miko suchen in Gunschini.
  • Neo und Kai wollen den Strand zur Sicherheit einmal abgehen und in den Häfen nachschauen.
  • Akira und Aislinn gucken in Dschanga.

Also machten sich in Elea und Miko zusammen auf dem Weg, um im Kinderdorf Gunschini nachzuschauen. Sie nahmen auch Ausrüstung mit: Seile, Funkgeräte, Erste Hilfe Zeug, Lampen und SchoKokolade für die kleinen Kinder. Schnell schwangen sie sich in die Bäume, hangeln sich von Liane zu Liane. Eleas Sprünge wurden immer größer, sie wurde immer schneller. Alles war bei ihr vergessen, die Bucht, Miko, Arthur, einfach alles. Es war nur die Bewegung da. Und als sie an eine unüberwindliche Mauer aus Blättern kam, ließ sie sich nicht wie Miko auf den Boden gleiten, sondern ließ im Flug ihre Liane los, segelte mit ausgebreiteten Armen auf die Mauer zu und krallte sich mit allen Vieren auf ihr fest, wie ein Tier. ,,Wir sehen uns auf der anderen Seite!", rief sie Miko noch zu. Dann sprang, hangelte und kletterte sie die Mauer hoch. Miko konnte nur noch denken: ,,Typisch Elea". Dann ging er ein Stück die Mauer entlang bis er den geheimen Eingang fand. Kaum war er drin, landete auch Elea neben ihm.

Gunschini (das Dorf für Kinder unter 12) war folgendermaßen aufgebaut:

Geschützt von einer Mauer aus Blättern, Ranken und Bäumen. Um die Mauer herum (auf der Innenseite) war ein Sandstreifen. Am Boden gab es Einkaufsstraßen (ca. 30- 150 cm (Zentimeter) breit) an denen Beeren und Früchte wuchsen. Es gab einen großen Platz, wo zum Beispiel Versammlungen abgehalten wurden. Oben in den Bäumen gab es erstmal viele halb umgestürzte Bäume und auch viele Ranken und Lianen. Hier wurde meistens gespielt. Ganz oben waren viele Kugeln, in denen die Kinder (meistens mit Aufpasser) wohnten. Diese Häuser sind mit richtigen Holzwegen verbunden.

Kaum waren ein paar Sekunden vergangen, kamen schon viele Kinder angerannt. ,,Elea!", rief Li, ein 9- jähriges Mädchen mit langen schwarzen Haaren. Als Elea noch in Gunschini gelebt hatte, hatte sie manchmal auf die kleine Li aufgepasst, die jetzt selbst solche Rollen übernahm, an der Hand hatte sie ihre kleine Schwester Tina genannt Tini. Auch Miko wurde freudig begrüßt. ,,Hallo Li", antwortete Elea, sie kniete sich hin, ,,und hallo Tini, hier bitteschön", sie gab ihr ein Stück SchoKokolade. Miko und Elea verteilten fast die ganze SchoKokolade.

LiBlaGrüSeiBusch

,,Mmh, wie lecker", nuschelte Li mit vollem Mund, ,,wo hast du die denn her?“. „Selbstgemacht", antwortete sie. Miko kniff sie. ,,Okay", gab Elea zu, ,,Miko hat geholfen." ,,Wie macht man Kokolade?", fragte Tini. Sie war erst drei oder genauer gesagt 3 dreiviertel und 2 (das antwortete sie zumindest, wenn man sie fragte) und mochte keine langen Wörter, außer sie hatte sie selber erfunden und danach gekürzt wie z.B. lilablaugrüngescheckter Seidenbaumbusch mit Krater (das war eine Buschart, die Tini entdeckt und auch benannt hatte) oder kurz LiBlaGrü-SeiBusch. Dieses Wort war sehr lang, aber sie konnte es besser aussprechen als jedes andere Kind. Elea überlegte kurz wie sie antworten sollte, guckte schnell hoch (Miko sah Feuchtigkeit in ihren Augen) „Omi...", sie wischte sich heimlich über die Augen und war froh, dass die meisten schon wieder weg waren und Li damit beschäftigt war Tini „SchoKokolade“ beizubringen. ,,Also", fing Elea an, ,,mit dem Rezept meiner Großmutter und wer hat Lust auf eine kleine Geschichte?" Die, die noch in der Nähe waren, kamen sofort wieder her. ,,Okay, dann los".

Sie gingen zum nächstbesten Aufstiegsbaum, das war ein Baum, wo man besonders leicht hochkommt. Also wo entweder die ersten Zweige nur 60 cm über dem Boden waren, an dem Sprossen angebracht wurden oder bei dem man zum Beispiel durch Stein- oder Erdhügel leichter hochkommt. Außerdem sollte er Lianen haben und die weiteren Äste sollten auch für ab 6-jährige MÜHELOS zu erreichen sein und alle weiteren sollten trotzdem hochkommen können. Sie balanciert einen QuAst, das war ein Ast, der möglichst eben und gerade war, mit einem Hilfsast (ein Ast, an dem man sich prima beim Balancieren festhalten kann).

Dann kamen sie an einen Weg, von dort ging es auf einen umgestürzten Baum weiter, dann mit einer Liane zum nächsten Baum, noch mal fünf Minuten weiter klettern und sie waren da. Jeder suchte sich einen gemütlichen Platz und Elea begann zu erzählen:

3

Erinnerungen

Ich lief mit vier Jahren aus dem Dschungel und auf direktem Weg rein in das Dorf Dschanga. Meine Oma hatte einen Süßigkeitenladen an einer schönen Straße in der Nähe des Dschungels. Als sie mich angerannt hören kam, machte sie die Tür auf und ich warf mich in ihre Arme. ,,Hallo, meine Blume", sagte sie und steckte mir eine gelbe Blüte ins Haar. ,,Hmm, lecker Vanille!", sagte ich. Wir standen gerade an der Hintertür und traten jetzt ein. Noch immer erinnere ich mich an das Aussehen und den besonderen Geruch dieses Hauses.

Sobald wir drinnen waren, kamen uns auch schon Ratscho, Pango, Ping und Jaro entgegen. Ratscho ist ein Aguti, liebt Nüsse, ist so groß wie ein Terrier, hat lange schnelle Beine und ist 8 Jahre alt (maximal 18). Ping ist ein Pangolin- Weibchen und Pango ihr noch kleiner Sohn. Oma hat Ping als kleines Pangolin- junges gefunden und großgezogen. Pango war jetzt einen Monat alt. Ping stattdessen war 5 (von maximal 13), wir sind zusammen aufgewachsen. Jaro dagegen ist schon ein sehr altes Gürteltier. Freudig begrüßte ich Ping.

SchoKokolade

Oma und ich gingen in den Hinterraum des Süßigkeitenladens. Die Tiere wussten, dass sie dort nicht hindurften. ,,SchoKokolade?", fragte ich. ,,Gerne", antwortete meine Oma, ,,also wir brauchen Kokosnüsse, Honig, Zuckerblüten, Ka-Ka-o, Milch, Mari, meine süße Gewürzmischung, Mangos, Eier und Haselnüsse. Komm, gehen wir sammeln!" Ich legte meine kleine Hand in ihre und schaute sie an. Sie lächelte mich an und ich lächelte zurück und so gingen wir in den Dschungel. Meine Oma wusste genau, wo was wächst. Sie ließ mich zuerst Zuckerblüten suchen.

,,Da, da!", rief ich freudig, als ich die großen bläulich weißen Blüten sah. Ich pflückte vorsichtig ein paar ab und legte sie in Omas Korb. Bald fanden wir die Maris. ,,Weißt du warum sie so heißen? ", fragte Oma. ,,Sag, sag!" ,sagte ich. ,,Vor langer, langer Zeit retteten die Dschangus einen Maori und er kam nach Dschanga, er war lustig und sagen wir mal dick und er hieß Mari. Die Stängel der Blumen können, wenn man sie richtig verarbeitet, Flüssigkeiten verdicken".

,,Mango, Mango!", rief ich. „Los, hol sie", sagte Oma. Geschickt kletterte ich ein Baum hoch und warf Mangos runter. Als ich wieder unten war, nahm ich mir eine und biss hinein. Bald fanden wir auch Haselnüsse und nahmen auch welche für Ratscho mit. Auf dem Rückweg nahmen wir ein Umweg über den Strand und holten Kokosnüsse. In Dschanga gingen wir zu Mathilde, sie war Sammlerin und besaß einen Zladen. Das ist ein Geschäft, das keine fertigen Produkte, sondern nur "Zutaten" verkauft. Dort holten wir Honig, Ka-Ka-o (gemahlene Kakaobohnen), Eier und Milch.

Die Mangos haben wir gepresst, sodass Saft entstand. Den Saft vermischten wir mit Mari (der Inhalt der Stängel) und gaben Ka-Ka-o und ein bisschen Milch dazu. Den Nektar der Zuckerblüten verdickten wir mit Mari, ließen ihn kochen und wieder stark abkühlen. Etwas gemahlen und schon kam Zucker raus, den wir mit Milch noch mal erhitzen und dann mit gemahlenen Haselnüssen und den verarbeiten Kokosnüssen vermengten und dann viel Honig dazu gaben. Die Eier mit noch etwas Zucker zu weißem Schaum geschlagen und schon hatten wir die 4 Elemente der SchoKokolade:

  • Den Schomk
  • Den Nuüß
  • Die süße Gewürzmischung
  • Den Schnee

Wir vermischten den Schomk mit den Nuüß und danach mit dem Schnee. Noch schnell gewürzt und cremig gerührt und schon gings zum Festwerden und ich spielte mit Ping Pango und Ratscho, während Jaro schlief.

Als ich wieder ging, steckte meine Oma mir eine Mari-Blüte ins Haar. ,,Bis bald, meine Blume ". Ich lachte und rannte fröhlich davon, um meine SchoKokoladen-Beute mit dem kleinen Miko zu teilen.

4

Fragen über Fragen

Glücklich vertieft in die Erinnerung kam Elea wieder in die Realität zurück. Mit einem feuchten Schimmern in den Augen aber mit einem Lächeln im Gesicht, schaute Elea Miko an und beide machten sich auf, um sich zu Arthur rumzufragen und Elea versprach Li, dass sie bald wieder vorbeischauen würde. Tini schaffte es noch zu fragen, was jetzt mit den Tieren war. ,,Jaro ist gleichzeitig mit meiner Oma von uns gegangen, Ping schläft unter meinem Bett und tut nicht mehr so viel und Pango sitzt meistens auf unserem Dach und Ratscho gehört jetzt Miko." Dann schwangen sich Elea und Miko davon.

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Danke!
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Ich habe alle Teile durch gelesen! Ich finde es echt cool