Eure Geschichten

Ei­ne Gott­heit na­mens Shai­wan (Ka­pi­tel 1+2)

Eine Gottheit namens SHAIWAN

Kapitel 1

Eine Macht, die größer ist als wir uns vorstellen können. Eine Macht, die mächtiger ist als alle Götter dieser Welt zusammen. Eine Macht, die über Leben und Tod bestimmt. Eine Macht, die ein Gestaltenwandler ist. Eine Macht, die immer unter uns ist. Eine Macht, die eigentlich eine Gottheit ist. Eine Gottheit, namens Shaiwan.

Kapitel 2

Nach 6 Wochen Ferien ist „endlich“ wieder Schule. Als der Wecker auf halb 8 springt, schlägt Jule verschlafen die Augen auf, danach zuckt ein Lächeln über ihr Gesicht. Schnell und leise steht sie auf und schleicht durch das Haus, in das Zimmer ihres kleinen Bruders. An der Tür hängen bestimmt ein Dutzend Schilder mit Totenköpfen und „Betreten verboten“ Sprüchen an der sehr hohen Tür. Jule drückt die Türklinke vorsichtig herunter und drückt gegen die Tür. Im Zimmer ist das Chaos nicht zu übersehen: überall liegt Spielzeug, aus der Kommode quellen alte Klamotten, auf dem Schreibtisch liegen Chipskrümel und leere Getränkedosen, nur das Bett ist vollkommen leer, natürlich bis auf Jules kleinen Bruder Thomas. Ein typisches Zimmer eines 13 Jährigen. Sie war lange nicht mehr dort und doch war es ihr vertrauter als ihr eigenes Zimmer, was wahrscheinlich daran lag, dass es mal ihr Zimmer war.

Sie schlich sich an Thomas und rief: „Thomas, die Schule hat schon begonnen!“ und lief sofort aus dem Zimmer. Wenig später am Frühstückstisch, sitzt Jule in einem „Bauch-frei-T-Shirt“ und einer mittellangen weißen, mit bunten Farbtüpfeln überzogenen Jeans und neonfarbenen Socken, ein verschlafener Junge, der Thomas seltsamerweise, kein wenig ähnlich sieht, in einem langärmlichen Shirt mit einem Dinosaurierkopf darauf, einer grün-schwarzen Jogginghose und brandneuen Sneakers und ihre Mutter, ihr Vater ist vor vier Jahren, an einer seltenen Gelenkkrankheit gestorben. Seit diesem Vorfall, ist die Familie Seemann wie auseinandergerissen, keiner vertraut dem anderen, es wird kaum miteinander gesprochen und die Kinder ärgern sich gegenseitig, bis einer nicht zur nächsten Mahlzeit erscheint. Auf dem Frühstückstisch steht eine prachtvolle Orchidee, mit gelber Grundfarbe und Lila Punkten die nach außen hin immer weniger werden,  zwei Blumensträußen, der eine eher Blau gehalten und der Andere Rot-Lila, ein Bild mit ihrem Vater darauf und daneben ein Kreuz mit seinem Namen: „Emil Seemann“. Zu essen gibt es Brötchen mit Leberwurst und Käse. Die Stimmung ist friedlich und leise, Jules Blick huscht immer wieder zu der Orchidee, sie liebt Orchideen, sie hat bestimmt zwei Dutzend in ihrem Zimmer stehen, mit denen sie sich jeden Tag mehrere Stunden beschäftigt (gießen, unterhalten, bestäuben, betrachten…). Ihre Mutter meldet sich zu Wort: „Bis wann habt ihr heute Schule?“ Daraufhin antwortet der „fremde Junge“: „15:30 Uhr.“. Auch Jule antwortet auf die alltägliche Frage mit: „Das Gleiche.“ Wenig später kommt Jule schulfertig aus der Haustür, der seltsame Junge (der nun etwas mehr Ähnlichkeit mit Jules Bruder Thomas hat) hinter ihr. Nach wenigen Metern trennen sich ihre Wege, ohne sich zu verabschieden geht Jule schnurstracks auf den großen Wald nahe ihres Hauses zu, denn Jule ist ein besonderes Mädchen. Nicht nur, dass sie Orchideen liebt, nein, jede freie Minute verbringt sie im Wald, den sie mitsamt seinen Bewohnern wie ihre Westentasche kennt, manchmal sitzt sie einfach mitten im Wald, beobachtet die Bewohner und die Bäume oder malt die Natur.

Aber dass Jule so besonders ist, hätte sie nie gedacht…

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Eure Kommentare

Oha, echt spannend!
Hey, du hast ja echt Talent!
Spannend, und echt toll!
 Cool wann geht es weiter?
Wow!Cooler Anfang!
Ich schreibe nebenbei eine 2te Geschichte (Allein unter Wölfen), deswegen kann es sein, dass es längere Zeit braucht, um ein neues Kapitel zu schreiben.
Das ist eine voll Coole Geschichte !