Deine Meinung
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Hi,
Es ist jetzt schon ein paar Monate her, aber zwei Userinnen (Niah und Kim@cat) hatten auf einen Schreibwettbewerb aufmerksam gemacht. Ich wollte mitmachen und habe meine Geschichte eingereicht, aber man kann anscheinend nur mitmachen, wenn man in einem bestimmten Gebiet in Hessen wohnt. (Ist bei mir nicht der Fall...) Das wurde mir in einer richtig netten E-Mail gesagt. Auf jeden Fall habe ich mir für diese Geschichte aber SEHR VIEL Mühe gegeben und wollte sie gerne mit euch teilen:
Es war eine neblige Nacht, der Wind pfiff und nur eine in einen Kapuzenmantel gehüllte Gestalt huschte die Gassen entlang. Jeder, der gerade dort vorbeigegangen wäre, hätte die angespannte und sogar leicht gruselige Stimmung bemerkt. Da aber – bis auf die Gestalt – niemand draußen war, sondern jeder sich in seinem Haus versteckte, merkten sie es aber wohl von dort. Würde diese Geschichte vielleicht vor einer Woche oder sogar weniger Tagen spielen, hätte es ganz anders ausgesehen: normalerweise füllten sich die schmalen Straßen von Taubenhausen mit beträchtlichen Menschenmassen, selbst bei so einer späten Abendzeit wären einige Personen noch auf dem Weg nach Hause gewesen. Jetzt aber waren die Gassen wie verlassen und auch tagsüber gingen die Leute nur noch wegen wichtigen Erledigungen aus dem Haus...
Am nächsten Tag blickte Novo sehnsüchtig aus dem Fenster, es war zwar erst kurze Zeit her, aber er konnte sich noch genau erinnern, wie er dort, auf dem Hof ihres Hauses mit seinen Freunden gespielt hatte. Tief in seinem Kopf schwelgte er in guter Erinnerung an diese Gedanken. Plötzlich stieß seine Zimmertür auf, und seine kleine Schwester Jola stand vor ihm, sie sah genauso traurig aus, wie er selbst. Die Tatsache, dass ein Mörder dort in den Gassen herumlief, schien ihr schreckliche Angst zu machen. Tatsächlich sollten vor drei Tagen ganze zwei Menschen umgekommen sein. Seitdem hatte der Schuldige aber keinen Finger mehr gerührt, ob das an den unschlagbaren Sicherheitsmaßnahmen lag, war nur zu vermuten. Novo nahm sie in den Arm und versuchte ihr klarzumachen, dass es nicht so schlimm war, wie sie dachte. Leider glaubte er dies aber selbst nicht. Nach einiger Zeit, in der er Jola vergebens versucht hatte zu erklären, dass sogar ein Detektiv die ganze Zeit versucht, den Übeltäter ausfindig zu machen, erfasste er einen Entschluss: Er musste dem ein Ende setzten. Für Jola. Für sich. Für das ganze Dorf. Ehe seine Schwester ihn daran hindern konnte, packte Novo schon einiges an Sachen in seinen Rucksack. Insgeheim hatte er sich schon lange gewünscht, Detektiv zu sein, und jetzt wurde er doch gebraucht, nicht wahr? Jola begriff schnell, was ihr Bruder da vorhatte. Sie wollte ihn noch rasch davon abhalten, doch er stürmte schon nach unten. Die zwei Geschwister wohnten in der ersten und zweiten Etage eines alten, aus Stein gebauten Hauses. Im Erdgeschoss betrieben ihre Eltern ein kleines Café. Gerade, als Novo von ihrem Wohnbereich in den jetzt verlassenen Geschäftsraum rennen wollte, packte Jola ihn am Arm. Sie flüsterte: “Ich komme mit!” “Von mir aus”, erwiderte Novo daraufhin. Er wollte nicht, dass seine Schwester mit ihm ging, hatte aber wohl keine andere Wahl. Sie huschten durch das Café und gerade auf die Tür zu. Draußen herrschte eine gruselige Stimmung. Novo war sicher, dass sie hier sehr auffallen, aber von niemandem gesehen werden würden. Leise schlichen sie an den alten Häusern vorbei, ohne auch nur irgendeine Idee zu haben, wonach sie suchten. Da fiel Novo plötzlich ein, dass ihre Eltern gerade einkaufen gegangen waren. Anfangs hatte er es als Vorteil gesehen, da er und seine Schwester sich so unbemerkt aus dem Gebäude schleichen konnten. Jetzt allerdings bemerkte er, dass sie ihrer Mutter und ihrem Vater überall über den Weg laufen könnten, und nicht nur den beiden: Noch schlimmer wäre es, wenn sie dem besagten Mörder begegnen würden. Warum hatte er Jola nicht daran gehindert, mitzukommen? Er riskierte so noch ihr ganzes Leben! Aber jetzt konnte er das Geschehene auch nicht wieder verändern: er musste schnell handeln. Kurz darauf fiel ihm die kleine Hütte am Dorfrand ein, in der er sonst immer spielte; dort könnten sie sich vielleicht verstecken! Nun packte er seine Schwester, und zog sie so schnell wie möglich mit sich. Diese begriff rasch, dass sie so flink wie möglich Novo folgen sollte, und die beiden rannten die restlichen Straßen zur Hütte entlang. Zum Glück tauchte nach einem sehr kurzen Sprint in der Ferne ein zerfallenes Gebäude auf. Es war nicht mehr, als eine bloße Überdachung, aber diese reichte aus, um sich darin zu verstecken. Endlich saßen die Geschwister mitten in der morschen Ansammlung von Holz, die man nur noch mit beträchtlicher Fantasie eine Hütte nennen konnte. Jola verkroch sich schnurstracks in der geschütztesten Ecke, während Novo – immer noch überzeugt davon, den Übeltäter zu fassen – mit seinem Fernrohr durch einen schmalen Schlitz in der löchrigen Wand lugte. Weit weg von ihnen nahm er nach kurzer Zeit eine Gestalt wahr. Diese war aber nicht ihre Mutter, ihr Vater oder der Mörder, sondern der Detektiv, den man beauftragt hatte, in diesem Fall zu ermitteln. Als er näher kam erkannte auch Jola ihn. Da sie wohl dadurch einen Hoffnungsschimmer sah, rannte sie auf den Mann zu. Novo, aus Angst um sie, hinterher. Seine Schwester wollte gerade losplaudern, was ihnen geschehen war, als Novo ganze drei Ausweise in der Tasche des Mannes erblickte. Plötzlich überkam ihn eine wilde Spekulation, aber es würde alles einen Sinn ergeben! Er flüsterte Jola eine Anweisung ins Ohr, und sie rannte los. Nun musste er sich allein mit dem miesen Betrüger herumschlagen. Instinktiv packte Novo ein Seil, das komischerweise auch in dem Mantel, des Mannes steckte. Nach einigen Bemühungen hatte er es geschafft, das Seil so um diesen zu binden, dass er sich nicht mehr bewegen konnte. Nun hieß es warten... Nach gar nicht allzu langer Zeit trafen zwei Polizeiwagen ein. Aus einem stiegen zwei Männer in Uniformen, die den Betrüger abführten. Jola und er hatten es geschafft, undzwar zusammen!
Etwas später im Büro des Polizeikommissars berichtete Novo von Allem, was sie erlebt hatten. Auch, dass der angebliche Detektiv bloß ein geschickter Betrüger sei. Novo lag aber immer noch eine Frage auf der Zunge: “Das heißt also, dass die Opfer nicht wirklich tot sind?” Er konnte es noch nicht glauben. Darauf der Kommissar, “Ja, wir sollten nur schnellstmöglich ihre Aufenthaltsorte bestimmen, aber das ist unsere Sorge, nicht deine.”, sagte der Mann, “Übrigens, falls du jemals zu dem Schluss kommen wirst, in deinem späteren Leben ein Detektiv sein zu wollen, kann ich gerne ein gutes Wort für dich einlegen. Du wärst nämlich wirklich gut!” Er zwinkerte und in Novo machte sich ein Lächeln breit. Gerade als er aus der Polizeiwache rausgehen wollte, nuschelte der Kommissar: “Wir hätten ihm nicht trauen sollen, ist jeden Abend durch die Gassen gehuscht, klar, dass er den Mörder nicht ausfindig machen konnte...” Draußen erwarteten Novo seine Eltern und seine Schwester. Seine Mutter nahm ihn ganz fest in den Arm und man hörte etwas, das wie: “Mach das ja nie wieder!” klang...
Und, wie fandet ihr die Geschichte? BITTE schreibtt mir Feedback in die Kommentare!
Vg Fritte 🍟😃🐍🦡🦅🦁