Eure Geschichten

Eulensterns Weg, Teil 1

Der erste Tag als Schüler

Eulenpfote wachte auf und sah sich um, die ersten Sonnenstrahlen der Blattfrische fielen in den Schülerbau des WellenClans und wärmten ihr Fell. Neben ihr lagen Schneepfote und Möwenpfote. Möwenpfote reckte sich verschlafen und begann sich zu putzen, während Schneepfote einen großen Buckel machte. „Habt ihr gut geschlafen?“, fragte Eulenpfote ihre Baugefährten. „ Naja“, antwortete Schneepfote, „Möwenpfote bestimmt, er hat geschnarcht wie ein ganzes Rudel Wölfe.“ „Das stimmt doch gar nicht“, widersprach Möwenpfote verlegen und leckte sich ein paar Mal das Brustfell. Belustigt schnurrend drehte   Eulenpfote sich um und spürte das warme Fell ihrer Schwester neben sich. 

Sie und ihre Wurfgefährtin Pollenpfote waren erst gestern zu Schülern ernannt worden und heute war ihr erster Tag des Trainings. Endlich würden sie lernen, zu kämpfen und zu jagen! Neben ihr begann Pollenpfote sich zu strecken und schlug die Augen auf. „Heute ist unser erster Tag als Schüler“, erinnerte Eulenpfote sie. „Ich weiß, denkst du, das könnte ich vergessen? Vor Aufregung habe ich die ganze Nacht kein Auge zugetan!“, erwiderte Pollenpfote. „Komm mit!“, rief sie und sprang aus dem Bau. „Gerade sah das aber anders aus“, murmelt Eulenpfote und hüpft hinter ihr aus dem Bau.

Wer wird die beste Kriegerin des Clans?

Draußen begann der Clan gerade sich zu regen. Vor dem Kriegerbau gaben sich Steinflug und Nebelschweif Zungen. Auf der anderen Seite der Lichtung legten die Heiler Grauwolke und Stummelpfote Kräuter zum Trocknen aus. Eulenpfote drehte sich um, hinter dem Schülerbau begann der Strand und dann das Meer. Die blaue Fläche erstreckte sich soweit sie sehen konnte. Auf den Steinen am Rand der Lichtung saß Buchtstern und beobachtete den Clan. Der Anführer redete mit seiner Stellvertreterin Frosthelle. „Ich werde die beste Kriegerin des Clans!“, riss sie Pollenpfote aus ihren Gedanken. „Nicht, wenn ich dir zuvorkomme!“ Eulenpfote stütze sich spielerisch auf Pollenpfote. Zusammen rollten sie über die Lichtung und blieben an zwei goldenen Tatzen liegen. 

Eulenpfotes Mentor Donnerglanz sah auf die beiden herunter. Neben ihm stand Meisenherz, der Mentor von Pollenpfote. Seine bernsteinfarbenen Augen blitzten spöttisch: „Wenn ihr so weiter macht, werdet ihr gar keine Kraft haben, unser Territorium zu besichtigen.“ Schnell rappelten sich die beiden Schülerinnen auf und schauten ihre Mentoren beschämt an. „Kommt mit“, miaute Donnerglanz und machte sich auf den Weg zur Brombeerbarriere, die das ganze Lager von außen hin schützte. 

Clan-Geruch

Er lief auf das Loch zu, das in der Mitte der Barriere angebracht war. Aufgeregt lief Eulenpfote hinter ihm her und stürzte durch den Tunnel. Sie tauchte in einen dichten Mischwald voller Beutegeruch ein. Neben ihr quiekte Pollenpfote erstaunt auf: „So viele Bäume habe ich ja noch nie gesehen!“ „Ist unser Territorium groß?“, fragte Eulenpfote. „Das werdet ihr sehen. Wir werden unsere Grenzen zum Tropen- und SonnenClan ablaufen und euch die Trainingswiese zeigen“, erwidert Meisenherz. Mit einem Schwanzschnippen bedeutet er den Schülern, ihm zu folgen. 

Sie liefen an einem schmalen Bach entlang, der bis zu einer sandigen Bucht führt, und dort in einem kleinen See endet. Dann führt Donnerglanz sie tiefer in den Wald hinein. Nach einiger Zeit hält er an und wendet sich an Eulenpfote: „Was kannst du riechen?“ Ich rieche Maus und starken WellenClan Geruch. Und noch etwas anderes, das ich nicht benennen kann“, antwortet sie. „Richtig“, lobt Donnerglanz, „der andere Geruch ist der SonnenClan. Wir sind nah an der Grenze.“ Donnerglanz läuft weiter und schließt zu Meisenherz und Pollenpfote auf, die schon weiter gegangen sind. Und tatsächlich, schnell werden die Bäume um Eulenpfote spärlicher und werden schließlich ganz von großen Steinen abgelöst. 

Die SonnenClan Grenze

An einem Felsvorsprung bleibt Meisenherz stehen und knurrt: „Das ist die SonnenClan Grenze, prägt euch den Geruch ein. Diese Fuchsherzen überschreiten die Grenzen oft, zu oft. Wenn das noch einmal passiert, wird Buchtstern das Erlaubnis zum Angriff geben müssen. Das wird sie lehren in ihrem eigenen Territorium zu bleiben!“ Diese Worte jagen Eulenpfote ein Schauder über den Rücken. Würde es etwa bald einen Kampf geben? „Warum überschreitet der SonnenClan denn die Grenzen?“, will sie wissen. „Was weiß ich, was in den Köpfen dieser Mäusehirne vorgeht!“, fauchte Meisenherz und blickte mit gebleckten Zähnen auf das Gebiet des SonnenClans hinunter. Die braune Schülerin folgte seinem Blick und sah bis auf ein kleines Fleckchen Kiefern nur riesige Felsen, zwischen denen vereinzelte ein paar Gräser wuchsen. 

Sie drehte sich zu Donnerglanz um und sprach ihren Gedanken laut aus: „Aber wo finden sie ihre Beute?“ „In den Spalten zwischen den Steinen gibt es mehr Beute als man auf den ersten Blick erwartet. Und auf den Großen Versammlungen sind sie meist einer der wohlgenährten Clans.“ Eulenpfote schaute genauer hin und bemerkte leichte Bewegungen in den Spalten. Eine Maus knabberte an ein paar Körnern. 

„Wenn wir es heute bis zum TropenClan schaffen wollen, müssen wir jetzt weiter“, erinnert sie Donnerglanz. Er lief zurück in den Wald und verschwand zwischen den Büschen. Schnell tappt Eulenpfote ihm hinterher. Hinter sich hörte sie Blätter rascheln. Pollenpfote schloss zu ihr auf: „Ich finde unser Territorium toll, aber es ist so riesig! Ich werde mich hier bestimmt nie zurechtfinden.“ Meisenherz berührte sie sanft mit dem Schwanz und miaute: „So fühlt sich jeder am Anfang.“


Das war’s auch schon mit dem ersten Teil meine Warrior Cats Geschichte. Hat es euch gefallen? Was könnte ich noch verbessern? 

LG Polly☺️😘

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