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Hallo, ich heiße Lou und bin 16 Jahre alt. Ich gehe in die elfte Klasse und bin eigentlich ein ganz normales Mädchen. Aber ich habe ein Geheimnis: Ich bin eine Fee! Eine Waldfee, um genau zu sein. Aufgewachsen bin ich im Feenreich, doch als ich sechs Jahre alt war, haben meine Eltern beschlossen in das Menschenreich zu ziehen. Da der neue König vom Feenreich ein böser Diktator ist.
Zusammen mit meiner besten Freundin (die übrigens auch eine Fee ist) lebe ich nun in Berlin und gehe zur Schule. Ihr fragt euch bestimmt, wie das geht, da ja jeder meine spitzen Ohren sehen kann, aber meine Eltern sind sehr stark und haben meine Ohren so verzaubert, dass sie für normale Menschen ganz normal und rund aussehen. Aber die Kraft meiner Eltern ist nicht unendlich, sie müssen oft mit mir in den Wald gehen, um dort neue Kraft zu schöpfen. Doch die Wälder in der Menschenwelt sind so ausgelaugt, dass wir ihnen nicht noch mehr Kraft entziehen können.
Xenia, meine beste Freundin, hat es da schon besser: sie ist eine Musikfee und zieht ihre Kraft aus der Musik. Sie muss nur Musik hören oder machen und schon geht es ihr besser. Deswegen spielt sie auch Geige. Ihre ganze Familie ist total musikalisch und kann mindestens ein Musikinstrument spielen.
Aber weil meine Familie unbedingt in die Feenwälder des Feenreichs gehen muss, haben sie den Spiegel in meinem Zimmer und den in ihrem Zimmer verzaubert. Nun sind sie Portale zu der Feenwelt. Man muss nur durch sie hindurchschreiten und schon ist man in der Feenwelt. Meistens gehe ich mit Xenia zusammen durch den Spiegel. In dem Feenreich sind wir sofort in einem der Wälder. Dort können wir uns austoben und neue Kraft schöpfen. Als Waldfee kann ich Blumen und alle anderen Pflanzen wachsen lassen. Xenia kann Musikinstrumente einfach aus der Luft erschaffen und auf ihnen spielen, ohne ein einziges Mal geübt zu haben. Ich habe sogar mal gehört, dass besonders starke Musikfeen andere Leute mit ihren wunderschönen Liedern hypnotisieren können.
Heute war mal wieder Spiegel-Tag, was hieß, dass wir in die Feenwelt können. Und seit wir beide 16 sind, dürfen wir sogar ohne die Begleitung unserer Eltern dort hin! Gerade erschuf Xenia eine Geige und spielte eine liebliche Melodie auf ihr. Ich tat so, als würde sie mich hypnotisieren und ging auf die Knie. "Ms Xenia, ich liebe sie über alles! Wollen sie mich heiraten?", rief ich mit gespielt männlicher Stimme und erschuf eine wunderschöne Blume in meiner Hand. Xenia kicherte und nahm die Blume entgegen. Genau in diesem Moment verwandelte ich die Blume in einen stacheligen Kaktus und Xenia schrie auf. "Autsch! Das wirst du büßen!", rief sie mit gespielt wütender Stimme. Ich rannte los und sie jagte mir hinterher.
Wir rannten eine Weile durch den Wald bis wir zu dem großen See in der Mitte des Waldes kamen. Dort erwischte sie mich und riss mich zu Boden. Lachend rollten wir durch den Sand am Ufer des Sees. Bis wir gegen einen kleinen Baum stießen, der im Weg stand. Ich richtete mich auf und klopfte mir den Sand von den Klamotten. "Menno! Wegen dir ist jetzt mein ganzer Körper total sandig!", rief ich, doch sie beachtete mich gar nicht. "Xenia? Was ist los?", fragte ich ernst. "Sieh mal!", sagte sie und deutete auf den Stamm des Baumes. Dort steckte ein Schwert mit schwarzen Stofffetzen an der Klinge. "Die Schattenkrieger von König Kako müssen hier gekämpft haben!", rief sie entsetzt aus. Erschrocken sah ich sie an. "Was hat das zu bedeuten?"
Fortsetzung folgt...