Ganz normaler Tag.../ Das 2. Kapitel ist raus!!
♥ Ganz normaler Tag... ♥
Heute ist wieder ein ganz normaler Montag. Ich muss zum Präsensunterricht (also mit der Hälfte der Klasse, da immer noch Corona ist...) und kann meine beste Freundin erst heute Nachmittag treffen. Ich kann im Unterricht gar nicht richtig aufpassen und überlege die ganze Zeit ob ich ihr von dem Buch und meinen Erlebnissen erzählen soll, denn eins ist klar: Das alles hängt irgendwie zusammen, also die Ereignisse und das komische verhalten meiner Tante. Dabei fällt mir wieder ein, was meine Tante mir verschärft hatte, Niemand, wirklich Niemand sollte davon erfahren!! Aber meine aller, aller beste Freundin? Ich tu einfach so als wäre nichts los...
Tagebuch, 8.2.21
Hi Maya, ich habe heute Nachmittag schon wieder ein paar merkwürdige Sachen erlebt. Es fing alles mit einer kleinen Auseinandersetzung mit Mama an. Sie meinte, ich habe den Joghurt aufgegessen, aber das hatte ich gar nicht! Ich wurde wütend, weil sie mir nicht glaubte und dann schaukelte sich alles immer weiter hoch, bis wir uns anschrien. Dabei kam Papa aus seinem Arbeitszimmer und versuchte uns auseinander zu zerren um, wie er immer sagt, zivilisiert mit einander zu reden. Wir hörten aber erst auf als Papa laut wurde und selbst anfing zu schreien, dass tat er nämlich nie! Wir hörten auf, weil wir uns wunderten und das gefiel Papa anscheinend, denn er hörte auf zu schreien und lächelte jetzt nervös. Dann fing er sich wieder und sagte in einem ruhigen Ton zu Mama, dass er genau den gleichen Joghurt noch mal kaufe und zu mir (und das war ja das seltsame) sagte er, er würde mir ein Baumhaus bauen!!! Da sprachen mehrere Sachen dagegen:
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Ich bin dreizehn und da hat man kein Baumhaus mehr!!
- Papa kann überhaupt nicht bauen, will es aber selber machen. (darauf bestand er)
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Was ist mit meinem Bruder? Warum baut Papa denn keins für meinen Bruder, sondern für mich?
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Außerdem hat Papa doch nie Zeit!? Zumindest schafft er es nicht mich zum Turnen zu bringen oder meinen Bruder zum Fußball??!!
Aber jetzt will ich mich erstmal mit meiner aller besten Freundin Olivia treffen. Und vergesse das alles erstmal.
Bis dann Maya!
Als ich im Park ankam, sah ich Olivia schon auf unserer Lieblingsbank sitzen. Sie gab mir ein Milchshake und wünschte mir herzlichen Glückwunsch nachträglich. Ich bedankte mich und wir schwiegen. Es war ein herrlicher Frühlingstag und warm genug um im T-Shirt rum zu laufen (zu fahren), denn wir trafen uns immer an der Bank um unsere Inliner an zu ziehen um dann durch das Viertel zu fahren. Plötzlich riss mich eine Stimme aus meinen Gedanken. “He, was macht ihr denn da, ihr kleinen Rotzlöffel?!” Es war Ben. Mein Nachbar Ben ist ein kleiner, etwas breitere Junge mit Sommersprossen im Gesicht, frech und leider mit meinem Bruder befreundet, obwohl Ben ungefähr so alt ist wie ich. Bevor ich antworten konnte eilte mir Olivia schon zur Hilfe und rief zurück: “Verzieh dich!!” Ben guckte jetzt schön blöd drein.
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Als wir dann fertig angezogen waren und langsam losfuhren, boxte mich Olivia in die Seite und sagte: “Ey Mann, ich bin nicht blind! Ich weiß das dich irgendwas bedrückt! Ich dachte wir haben voreinander keine Geheimnisse!? Du kannst mir sagen was du willst, ich halt den Mund, wie ein Grabstein!!” Das stimmte, was auch immer ich ihr erzählte, sie schwieg und erzählte nichts weiter. Sie gab mir auch oft Ratschläge die gar nicht mal schlecht waren. Also, warum erzählte ich es ihr einfach nicht? Es war ja klar, dass sie früher oder später selbst darauf kommen würde. (spätestens wenn das Baumhaus fertig war). “Also gut, ich habe einige merkwürdige Sachen erlebt, …"
Ich erzählte ihr von dem Buch, dass ich als Tagebuch benutzte, von Tante Margot, dem Flaschendrehen, von dem Hund im Park und von Papas Idee mit dem Baumhaus. Es war befreiend mit irgendjemandem darüber zu reden. Und wie sich rausstellte, war sie nicht im Geringsten überrascht. (vielleicht tat sie auch nur so...) Sie sagte jedenfalls: ”Das ist ganz schön merkwürdig, aber Baumhäuser sind doch cool? Vielleicht kann´s du ja mit Aliens reden oder Gedanken lesen oder so...” sagte sie “Über die zweite Variante habe ich auch schon nachgedacht, aber das geht doch nicht! Und warum ich?? Und nicht dieser Ben oder irgendjemand anderer?” fragte ich.
“Keine Ahnung! Ich würde mal deine Tante Margot Fragen, die ist doch noch in der Stadt, oder?” überlegte Olivia. “Ja, Mama meinte sie habe noch ein paar Sachen zu erledigen. Ich kann Mama ja mal fragen wo sie denn jetzt wohnt. Dann können wir uns ja morgen wieder an der Bank treffen und gemeinsam losfahren. Ok?” fragte ich sie. “Sorry, aber ich muss morgen auf Linus aufpassen. Das habe ich Mama versprochen.” Olivia sah zerknirscht drein. Linus war ihr kleiner Bruder und seitdem ihre Mutter in ihrem Job höhergestellt worden ist, hat sie kaum Zeit für ihre Kinder und Olivias Vater ist bei einem Erdbeben in seiner Heimat, als er zu seinen Eltern wollte, verunglückt und liegt jetzt im Krankenhaus im Koma. Wir reden eigentlich nie über ihn. “Alles gut. Dann vielleicht übermorgen?” antwortete ich. “Ja ok. Bis dann!” Und wir fuhren wieder jeder zu sich nach Hause.
👍🥳
klingt gut
Wird richtig spannend, super!