Highmoor - Die dunklen Geheimnisse Kapitel 30
Zwischen Realität und Traum
Der Tag verstrich in einem seltsamen Zwielicht, als wären wir gefangen zwischen Realität und einem schlechten Traum. Jeder Schritt hallte in meinen Gedanken wider, jede Begegnung in den Fluren des Internats schien von einer unsichtbaren Spannung geladen zu sein. Nach dem düsteren Besuch von Mr. Grayson war uns allen klar, dass wir nicht länger ungestört nach Antworten suchen konnten. Jemand beobachtete uns, jemand, der nicht wollte, dass wir die Wahrheit ans Licht brachten. Die Schatten, die sich bisher nur im Verborgenen bewegt hatten, wurden plötzlich greifbar, drückend und real.
Vorsicht
Nach dem Unterricht suchten wir Zuflucht in Jules’ Zimmer, das sich in den letzten Wochen zu unserem geheimen Hauptquartier entwickelt hatte. Die dicken Vorhänge waren zugezogen. Das schwache Licht der Lampe warf lange, tanzende Schatten an die Wände, die unsere Köpfe und unsere Karten in ein unruhiges Licht tauchten. Auf dem Tisch lag eine alte, vergilbte Karte, die versteckte Gänge und verborgene Räume im Internat zeigte – unsere einzige Hoffnung, hinter die Fassaden zu blicken, die das Internat wie eine Festung umgaben. „Wir müssen vorsichtiger werden“, flüsterte Jules und ihre Stimme klang so entschlossen, dass ich keinen Zweifel daran ließ, dass sie es ernst meinte. „Wenn wir weitermachen, brauchen wir Verbündete. Alleine schaffen wir das nicht.“
Vertrauen
Kian, der bisher meist schweigsam gewesen war, nickte langsam. „Ich kenne jemanden aus der Oberstufe. Sie ist klug, hat Zugang zu alten Archiven und kennt die Geschichte des Internats besser als jeder andere. Sie lässt sich nicht einschüchtern – vielleicht können wir ihr vertrauen.“ Ich sah zu Jules und dann zu Kian und spürte, wie zwischen uns dieses kaum greifbare Band enger wurde – eine Mischung aus gegenseitigem Vertrauen, gemeinsamer Angst und etwas, das mehr war als nur Freundschaft.
Geheimgang
Doch die Idee, jemanden in unser Geheimnis einzuweihen, brachte auch neue Risiken mit sich. Was, wenn Mr. Grayson oder jemand anderes bereits zu nah waren? Was, wenn unser größter Feind viel näher war, als wir dachten? Die Angst kroch unter unsere Haut, doch gleichzeitig wuchs die Entschlossenheit in uns. Wir konnten nicht aufgeben, nicht jetzt.
„Morgen Abend“, sagte Jules mit einem entschlossenen Blick, „werden wir den Geheimgang ausprobieren. Mit der Karte als Orientierung. Wenn wir diesen Weg finden, könnten wir Zugang zu Bereichen bekommen, die seit Jahrzehnten vergessen sind – vielleicht sogar zu Antworten, die das ganze Internat verändern.“
Kampf ums Überleben
Mein Herz schlug schneller, die Mischung aus Angst und Aufregung brachte meine Gedanken zum Rasen. Das war kein harmloses Abenteuer mehr. Es war ein Kampf ums Überleben, um die Wahrheit, die im Dunkeln schlummerte und darauf wartete, geweckt zu werden.
Und während die Nacht heranbrach, bereitete sich das Internat auf einen weiteren stillen Kampf vor – einen Kampf, den wir nicht verlieren durften.
Diese Geschichte ist wirklich mega cool❤️!
LG Skatergirl
Unglaublich! Für mich ist ein Traum wahr geworden: meine Geschichten mit anderen zu teilen, die genauso viel Spaß am Lesen und Schreiben haben wie ich!!! Danke für die Unteratützung, eure netten Kommentare und eure Loyalität zu mir! Ich habe echt nicht gedacht, dass so vielen Menschen meine Geschichten gefallen. Als ich vor circa einem Jahr damit angefangen habe, meine ersten Geschichten auf Kindersache zu veröffentlichen, dachte ich echt nicht, dass ich es so weit bringen würde. <3 Es freut mich total, wenn meine Geschichte auf der Startseite von Kindersache ist. Dass macht mich echt stolz, und ich habe dass nur euch zu verdanken!!! <3
Vielen Dank an meine loyalen Fans,
Merle