Eure Geschichten

High­moor - Die dunk­len Ge­heim­nis­se Ka­pi­tel 7

Nachts

Highmoor verwandelte sich nachts in einen Ort, an dem die Schatten lebendig wurden. Die schweren Mauern des Internats schienen Geschichten zu atmen, Geschichten voller Geheimnisse und verborgener Ängste. Ich saß an meinem Fenster, spürte die kalte Luft der Nacht auf meiner Haut, während drinnen die Dunkelheit wie ein unsichtbarer Schleier über allem lag. Draußen rauschten die Bäume, der Wind schien mit den Ästen zu flüstern, und in meinem Herzen fühlte ich ein Ziehen, als würde etwas Großes und Bedrohliches auf mich warten.

Wo ist Mara? 

Mara war seit Tagen verschwunden, und ohne sie fühlte ich mich verletzlich. Jules war noch zurückhaltender als sonst, ihre sonst so offene Art war von einer düsteren Schwere überschattet. Serena schien ihre Macht mit jedem Tag auszubauen, die anderen Schüler wirkten wie Marionetten in ihrem Spiel. Ihr kalter Blick hatte etwas Unheimliches, als würde sie alles und jeden kontrollieren, auch wenn sie es nicht direkt aussprach. Ich wusste, dass ich vorsichtig sein musste, aber gleichzeitig war da diese unbändige Neugier, die mich nicht losließ.

Der Zettel

Plötzlich hörte ich ein leises Klopfen an der Tür. Mein Herz schlug schneller, ich öffnete vorsichtig – doch niemand war da. Stattdessen lag ein Umschlag auf dem Boden, alt und zerknittert, fast so, als hätte ihn jemand schon lange bei sich getragen. Keine Absenderadresse, keine Erklärung. Nur drei einfache Worte, in krakeliger Handschrift geschrieben: „Vertrau niemandem hier.“ Ich starrte auf die Nachricht, während ein kalter Schauer über meinen Rücken lief. Wer hatte das geschrieben? War es eine Warnung? Oder eine Falle?

Kein Zurück

Die Angst begann, in mir zu nagen, doch gleichzeitig fühlte ich mich von einer unsichtbaren Kraft getrieben, die mich tiefer in das dunkle Netz des Internats zog. In dieser Nacht schlief ich kaum, träumte von endlosen Fluren, die sich in der Dunkelheit verloren, von schemenhaften Gestalten, die mich verfolgten, und von einer Stimme, die meinen Namen flüsterte – kalt, eindringlich und bedrohlich. Ich wachte auf und spürte noch immer den Nachhall dieses Traums in meinen Adern.

Highmoor war kein Ort, an den man einfach so zurückkehrte. Es war ein Labyrinth aus Lügen, Verrat und verborgenen Gefahren, und ich war mittendrin. Ich musste wählen, ob ich mich von der Dunkelheit verschlingen ließ oder ob ich versuchte, das Licht zu finden, das irgendwo tief in diesem Chaos glomm. Doch eines wusste ich genau: Es gab kein Zurück mehr.

Vergangenheit

Ich setzte mich an meinen Schreibtisch, nahm das alte Foto in die Hand, das ich auf dem Dachboden gefunden hatte. Die Gesichter darauf waren verblasst, doch die Fragen, die es aufwarf, brannten sich in mein Gedächtnis. Was war damals passiert? Welche Geheimnisse verbarg Highmoor wirklich? Während ich die Bilder betrachtete, spürte ich, wie die Last der Vergangenheit schwer auf mir lag – und gleichzeitig eine seltsame Entschlossenheit in mir wuchs.

Die Nacht war lang, und der Morgen würde keine einfachen Antworten bringen. Aber ich wusste, dass ich kämpfen musste. Nicht nur für mich, sondern für alle, die hier gefangen waren in einem Spiel, das viel größer war als wir alle. Highmoor hatte mich in seinen Bann gezogen, und ich war bereit, mich seinen dunklen Geheimnissen zu stellen – auch wenn es mich alles kosten würde.

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Eure Kommentare

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Boah,das ist ja voll gruselig!

LG Skatergirl