Eure Geschichten

Highmoor - Die dunklen Geheimnisse Kapitel 23

Erzähle uns, was du weißt

Das Flüstern meiner eigenen Geschichte hallte in meinem Kopf wieder, während ich die Mappe langsam zuschlug und das vergilbte Papier raschelte. Alyson Whitmore – der Name, der mein ganzes bisheriges Leben mit einem Schatten überzog, stand schwarz auf weiß vor uns. Wie konnte das sein? War ich wirklich mit einem dunklen Geheimnis verbunden, das tief in den Mauern dieses Internats verwurzelt war? Kian und Jules sahen mich mit gemischten Gefühlen an: Neugier, Zweifel und eine Spur Angst, die sie kaum verbergen konnten. „Erzähl uns, was du weißt“, forderte Kian ruhig, und ich spürte, wie alle Augen auf mich gerichtet waren. Mein Herz hämmerte, meine Stimme zitterte, doch ich begann langsam, die Puzzleteile zusammenzusetzen.

Die Familie Whitmore

Ich erzählte ihnen von meiner Familie, von Gerüchten, die ich als Kind aufgeschnappt hatte – Geschichten über verschwundene Schüler, alte Familienfehden und dunkle Geheimnisse, die man besser nicht aussprach. Bis jetzt hatte ich es alles als Märchen abgetan, aber die Liste vor uns machte alles plötzlich so real. Warum hatte niemand mir jemals davon erzählt? Warum war ich hierher geschickt worden, ohne diese Schatten zu kennen, die mich zu verfolgen schienen? Kian runzelte die Stirn, Jules ballte die Fäuste. „Wir müssen wissen, was damals passiert ist“, sagte Jules entschlossen. „Warum verschwanden diese Schüler? Und warum genau du?“ Kian nickte zustimmend. „Wir dürfen nicht zulassen, dass sich Geschichte wiederholt. Aber dafür brauchen wir mehr Beweise, mehr Antworten.“ Wir beschlossen, dass wir die nächsten Tage in diesem Archiv verbringen würden, jeden Hinweis suchen, jedes Buch durchforsten, das uns helfen konnte, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Doch je mehr wir lasen, desto tiefer sanken wir in ein Netz aus Verrat, Angst und alten Feindschaften. Es war, als würden die Schatten selbst um uns herum wachsen, als würde das Internat lebendig, ein Wesen, das unsere Angst spürte und sich daran nährte.

Verschwunden, vermisst, nie gefunden

In dieser Nacht lag ich wach in meinem Bett, die Stille des Zimmers drückte schwer auf meine Brust. Die Worte aus den Akten hallten in meinem Kopf: verschwunden, vermisst, nie gefunden. Ich wusste, dass wir nicht mehr nur Schüler waren, die hier lernten und lebten – wir waren Teil einer Geschichte, die von Schmerz und Dunkelheit geprägt war. Und ich hatte das Gefühl, dass bald niemand mehr sicher sein würde. Ich schloss die Augen und spürte, wie sich eine kalte Hand um mein Herz legte. Irgendetwas an diesem Ort wollte nicht, dass wir die Wahrheit erfahren. Und genau das machte mich noch entschlossener. Egal, wie dunkel es wurde – ich würde nicht zulassen, dass die Vergangenheit uns verschlingt. Nicht ohne Kampf.

Denn irgendwo im Schatten lauerten Antworten – und ich war bereit, sie zu finden, egal, was es mich kosten würde. 

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Eure Kommentare

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Cooler Teil!

LG Skatergirl

Das ist jetzt das normale Kapitel 23 wie es auch bei mir steht...wenn ihr fragen wegen der Aufklärung mit den Kapiteln habt, schreibt es gerne, und ich erkläre es nochmal etwas leichter... : )

Liebe Grüße

Merle