Kirschblüten für Macy #2
“Das ist Jayson Taylor.”
Eine Vermutung, die alle Kinder schon im Hinterkopf hatten, wurde widerlegt. Die ganze Zeit hatten Macy und Mary schon Angst gehabt, dass die beiden Geschwister sein könnten. Eine so große Ähnlichkeit hatte die Klasse tatsächlich noch nicht gesehen. Macy hieß mit Nachnahmen Clayton, so viel wusste man zumindest noch und Jayson hieß Taylor. Sicher konnten so beide keine Geschwister sein. Die Klasse wurde langsam wieder ruhig. Und alle setzten die Bearbeitung der Aufgaben fort. Jayson hatte sich mittlerweile auch auf eine leere Bank gesetzt und alles ging seinen gewohnten Gang.
In der Pause wollten die beiden Mädchen Jayson mal genauer kennenlernen. Macy war sehr nervös, doch sie probierte, sich nichts anmerken zu lassen. Mary, die ein wenig mutiger war als sie, führte das Gespräch.
“Hi! Dürfen wir uns zu dir setzen?”, fragte Mary.
“Ja, gerne.”
“Ist dir schon aufgefallen, wie ähnlich du und Macy euch seht?”
Umbringen könnte ich meine Freundin. Immer war sie so unverschämt und direkt, dachte Macy und lief ganz rot an. Auch Jayson war nun ein wenig verlegen.
“Kann schon sein.”, nuschelte er in sich hinein.
“Wieso bist du hier? Oh nein! Das war doof von mir. Tut mir leid!”, fragte Mary einfach weiter.
“Schon gut. Bist nicht die erste, die das fragt. Meine Eltern sind nach einer Reise an Gelbfieber gestorben.”, traurig schaute er die Mädchen an. Die Erinnerungen waren schmerzhaft. Mary bereute jetzt schon ihre vorlaute Frage.
“Tut uns wirklich leid!”, antworteten die Mädchen.
“Wie ist es bei euch?”, fragte nun Jayson. “Wieso seid ihr im Waisenhaus?”
“Ich weiß es gar nicht so genau. Meine Eltern waren einfach plötzlich weg. Ich habe keine Ahnung ob sie gestorben sind oder noch leben.”, antwortete nun Macy.
“Bei mir ist es ähnlich. Ich weiß, dass meine Mutter bei meiner Geburt gestorben ist. Was mit meinem Vater ist, weiß ich nicht.”, erzählt Mary.
Weiß Jayson mehr?
Es gongte zur nächsten Stunde und die drei mussten nun wieder in den Klassenraum. Jayson war den ganzen Unterricht abwesend und schien über etwas nachzudenken. Mary fühlte sich schuldig wegen ihrer doofen Frage, doch irgendetwas anderes war da auch noch. Nach einer gefühlt ewig langen Schulstunde, als alle ihre Schulsachen einpacken wollten, fand Macy einen Zettel in ihrer Federtasche. “Wo können wir uns alleine treffen? Muss euch etwas Wichtiges erzählen.”
Kaum 15 Minuten später trafen sie sich in ihrer kleinen Hütte in der letzten Ecke des Gartens.
“Wie heißt du mit Nachnamen?”, richtete sich Jayson sichtlich nervös an Macy.
“Wieso?”, fragte sie nur verdattert.
“Es ist wichtig!”
“Clayton. Und jetzt sag schon, wieso ist das wichtig?”, drängte Macy weiter, doch Jayson schwieg. Er sah sehr verblüfft, aber auch erleichtert und etwas hilflos aus.
Eine kleine Info noch: Die Geschichte soll nicht in der heutigen Zeit spielen. Ich habe mir da keine genaue Zeit überlegt und ich glaube, an der ein oder anderen Stelle ist es bestimmt auch etwas unlogisch, aber es soll in der Vergangenheit spielen, also nicht in unserer Zeit. Außerdem spielt die Geschichte in England. Das ist vielleicht ganz gut zu wissen.
Richtig cool, bin schon gespannt auf den nächsten teil!
Super!
Cool!