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"Ich muss weg hier, wo kann ich nur hin? Ich muss weg hier... Nein, nein!" Lotusstern starrte entsetzt einem schwarzen Monster entgegen. In seinem Bauch jaulten die Zweibeiner und sahen sie mit schreckgeweiteten Augen an. Sie versuchte verzweifelt ihre Pfoten zum Gehen zu bewegen, doch sie schaffte es nicht. Sie machte sich bereit zu sterben. Ihr Gefühl sagte ihr, dass es Zeit wäre aufzugeben und sie wartete darauf durch die Luft gewirbelt zu werden, dass alles dunkel werden würde, doch kurz bevor das Monster sie zertrampelt hätte, sah sie einen grauen Blitz über den Donnerweg huschen.
Eine Katze, erkannte sie. Sie wird doch nicht... etwas packte sie am Nackenfell und sie schrie auf. Ihre Pfoten strampelten durch die Luft und sie versuchte sich zu befreien. "Hör auf zu zappeln du dumme Fellkugel." sagte eine dunkle Stimme. Diese klang beruhigend und genervt zugleich. "Ich hör schon auf." Lotusstern merkte, wie sie nicht mehr wild umher geschleudert wurde und sie blickte auf. Über ihr stand ein Kater. "Wäre ich nicht gekommen, wärst du gestorben. Was soll dann aus deinem Clan werden? Du bist ein Froschhirn!" Der Kater starrte sie an und fauchte. Lotusstern sah ihm entgegen. "Das stimmt doch gar nicht... ich hätte mich gut allein retten können." fauchte sie. Und ich dachte er wär nett. Pff... "Du bist also mein heldenhafter Retter?" "Ich denke schon." Sein aufmüpfiger Ton brachte sie nicht aus der Ruhe. "Aha, wer bist du und woher..."
"Du wirst mich doch wohl von den großen Versammlungen kennen?", unterbrach er sie. "Nein, ich kenne dich nicht. Bist du ein Streuner? Aber... du hast eben gesagt du weißt was von großen Versammlungen." "Ich bin Regenglanz, tut mir leid für mein Verhalten gegenüber einer Clananführerin, Lotusstern, aber ich war... wie soll man es sagen... etwas überrascht." "Überrascht?" "Ja ich... hatte nicht mit dir gerechnet, was wolltest du denn auf dem Donnerweg? Warum bist du allein?" Er starrte sie fragend an. "Ich äh...", fing sie an. Sie wollte niemandem erzählen warum sie ging und wohin sie ging. "Ich gehe weg." Warum sie diesem Kater ihr Geheimnis anvertraute wusste sie nicht und war einen Moment sauer auf sich selbst, doch als sie in den Augen des Katers etwas wie Verständnis aufblitzen sah, wusste sie, dass sie ihm erzählen konnte, warum sie dies tat.
"Ich gehe weg.", wiederholte sie. "Ich will weg hier. Ich weiß, ich bin Clananführerin, aber... Ich habe Katzen wehgetan." Der Kater schreckte zurück. "Nicht mit Absicht. Ich fühle mich aber verantwortlich. Daran ist einzig und allein Feuerstern schuld." Sie blickte zu Boden und versuchte irgendwie verständlich zu machen, dass es ihr nicht einfach fiel dies zu sagen. ,,Wie meinst du das "Feuersterns" Schuld? Er lebt nicht mehr." Seine Stimme verriet, dass er misstrauisch geworden war und sie setzte wieder zu einem Satz an, um ihm zu erklären, was sie so verstörte, ohne dass der Kater sie auslachte. "Ich wurde von Streunern angegriffen. Ich wäre gestorben... ich war auf dem Weg alle meine Leben zu verlieren. Ein Streuner hat mich nämlich so am Bauch erwischt, dass selbst die Heilerkatzen nichts mehr tun konnten." einen Herzschlag blickte sie zu dem Kater und erzählte weiter, als sie merkte, dass er gebannt zuhörte.
"Ich wäre also fast gestorben, aber... ich... da war der Sternenclan und auch Feuerstern, das heißt ich war schon im Sternenclan und ich dachte sie würden kommen, um mich zu holen, aber dann kamen sie zu mir. Meine Schwester Wachteljunges. Meine Mutter, der Vater meiner Mutter, einfach alle aus meiner Familie. Und alle Clananführer, die es je gegeben hat. Doch dann", sie schluckte, "dann hat Feuerstern mir etwas gesagt. Etwas, was mich belehrt hat. Es hat mir gezeigt, dass selbst die netteste Katze im Wald Fehler machen kann und bösartig sein kann." Ihre Stimme stockte als sie weiter erzählen wollte. "Lotusstern, du... du musst mir nicht alles erzählen, schließlich komme ich vom Flussclan, ich bin ein verfeindeter Clan." Verfeindet? Er will also nicht, dass ich es ihm erzähle? Nun gut, ich gehe.
Sie stemmte sich auf die Pfoten und keuchte. "Was willst du denn jetzt tun? Du willst fort, aber so? So geht das nicht!" "Lass mich in Ruhe Regenglanz! Kehre zu deinem Clan zurück, ich werde mich schon fassen und allein klar kommen." "Nun gut, ich hab's dir gesagt." Dass er das so einfach hinnahm, erschreckte sie und sie wurde traurig. Sie wusste nicht warum, aber dieser Kater lag ihr am Herzen. "Du hast Recht." Lotusstern ließ sich wieder auf den Boden gleiten und sah Zufriedenheit in den Augen von Regenglanz aufleuchten. "Geht doch. Also, was machst du jetzt?" "Dir erzählen warum ich weg will." Er sah sie an und sie wunderte sich über sich selbst. Du dumme Katze, was erwartest du von ihm? Dass er mitkommt? Bilde dir nichts ein!
Traurig drehte sie sich um und sagte über ihre Schulter hinweg. "Ich kann's doch nicht. Mach's gut. Sag meinem Clan alles Gute, ich werde nicht zurückkommen. Rieselmond wird jetzt Rieselstern." "Aber solange du nicht tot bist, gibt der Sternenclan doch sicher keiner Katze die neun Leben!?" "Ich weiß es nicht, aber ich bin mir sicher, dass ich hier nicht mehr leben kann." "Nun gut... möge der Sternenclan deine Wege erhellen Lotusstern, oder sollte ich besser Lotusblüte sagen?" miaute er traurig und es versetzte ihr einen Stich ins Herz. Doch sie fasste den Entschluss, dass ihre Zeit hier vorbei war.
Ich finde die Geschichte sehr toll :]
Ich hoffe die Geschichte gefällt allen WaCa Fans. Auch wenn diese Katzen nicht exestieren, in den echten Büchern, bis auf Feuerstern.
Ich freue mich darauf bald wieder weiter zu schreiben, falls ihr es so gerne mögt, dass es sich lohnt und das ich weiß, dass ich weiterlest.