Meine Mäuse und ich, Teil 3
Hallo
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hier ist der dritte Teil meiner Geschichte. Ich hoffe, er gefällt euch. Aber jetzt viel Spaß beim Lesen!
Lilli auf der Suche nach Ora
Lilli lief hopsend voran und ich versuchte ihr zu folgen. Das war schwer, ohne sie zu zertreten und hoffentlich verschwand sie nicht in irgendwelchen Ritzen oder so in der Wohnung. Zielsicher lief sie Richtung Wohnzimmer. Würde dort dann wirklich auch Ora sein? Oder würde ich auch noch Lilli verlieren? Sollte ich sie einfach wieder einfangen? Das ging ganz einfach. Ich musste sie nur mit meinen Händen nehmen. Aber ich ließ sie laufen. Irgendwie würde es schon gut werden. Oder?
Lilli verschwand unterm Sofa. Ich wartete kurz. Aber Lilli kam nicht mehr heraus. Hätte ich sie doch bloß nicht laufen lassen. Dann wäre sie jetzt nicht weg. War ich blöd gewesen. Hatte ich wirklich gedacht, dass Lili jetzt Ora finden würde? Und ich beide einfangen würde - Ende gut, alles gut? Sie wollte doch einfach nur laufen. Ob mit oder ohne Ora. „Lilli!", sagte ich verzweifelt. „Lilli, bitte komm wieder! Komm! Du sollst nicht auch noch weglaufen." Obwohl sie das doch eh schon getan hatte. Ich legte mich auf den Boden und schaute unter das Sofa. Keine Lilli und keine Ora zu sehen. Aber das musste noch nichts bedeuten. Denn unter dem Bett lag ein bisschen sehr viel Zeugs herum und dahinter konnten sie gut sein. Vielleicht hatte ich ja doch noch Glück und Lilli war nicht weg.
Mäuse anlocken
Ich stand wieder auf und lief in mein Zimmer. Dort holte ich eine Pappröhre (die sind dreimal so lang, wie die Klopapierrollen, wenn sie abgerollt sind) und Futter zum Anlocken. Mäuse lieben Röhren und Höhlen, da gehen sie fast automatisch rein. Das ist praktisch, wenn man die Mäuse wieder einfangen will. Als ich im Wohnzimmer stand, lief Lilli grade auf dem Boden, in der Mitte des Zimmers, gefolgt von - ich konnte es kaum glauben - gefolgt von Ora!!
„Ora", sagte ich. „Ora, meine Güte, hatte ich eine Angst um dich. Gut, dass es dir gut geht. Hast du Hunger?" Ich schüttete ein wenig Futter auf meine Hand und Ora kam etwas vorsichtig auf mich zu. Dann nahm sie sich mit ihren kleinen Pfötchen ein Korn nach dem anderen. Alle diese Körner steckte sie sich in ihre Backentaschen. Ich fühlte ihr weiches Bauchfell an meinen Fingern. Es war sooo weich. Wunderbar weich. Vorsichtig, um mich möglichst wenig zu bewegen, damit ich sie nicht erschreckte, nahm ich die hinter mir liegende Röhre und hielt sie Ora hin. Das Futter auf meiner Hand war schon längst weg und Oras Backen waren so dick, als würde sie einen halben Elefanten darin aufbewahren (okay, das ist etwas übertrieben, aber ungefähr so).
Genug mit Abenteuer
Die beiden wussten genau, was ich wollte, wenn ich ihnen die Röhre hinhielt. Sie mussten dann wieder in ihren Käfig. Denn für heute reichte es für sie mit Abenteuer - und für mich auch. Aber zu früh gefreut. Ora und Lilli hatten nicht vor, jetzt in den Käfig zu gehen. Sie wollten also doch noch mehr Abenteuer. Lilli schnupperte an meiner Hand und nagte vorsichtig daran. Das war der eindeutige Beweis dafür, dass sie Hunger hatte. Und genau in diesem Moment kam mir die Idee: Ich nahm mir das Futterglas und streute ein wenig auf den Boden. Kurz darauf führte ein Futterstreifen aus dem Wohnzimmer in mein Zimmer - ein kleiner Weg, hoch in den Käfig.
Lilli und Ora folgten diesem Weg und sammelten das ganze Futter auf. Zu guter Letzt liefen sie dann beide in den Käfig und freuten sich über den großen Haufen Futter, der dort lag. Lillis Backen waren jetzt genauso dick wie Oras. Jetzt transportierten sie zusammen also doch noch einen ganzen Elefanten. Ein Glück, dass jetzt doch noch alles gut geworden war.
Es klingelte. Ich lief zur Tür und öffnete. Mama und meine Schwester kamen in die Wohnung und fünf Minuten später saßen wir am Frühstückstisch. Ich erzählte ihnen mein Abenteuer. Mit offenem Mund hörte meine Schwester zu. Mama hörte auch zu, aber mit geschlossenem Mund. Das Blöde: Meine Schwester hatte Essen im Mund. Bitte stellt euch das nicht vor.
Das war der dritte und letzte Teil meiner Geschichte. Danke fürs Mitlesen aller Teile 

Und übrigens: Ich habe wirklich zwei Wüstenrennmäuse und die heißen wirklich Lilli und Ora. Zum Glück gab es noch nie ein Drama, wenn sie ausgebüchst sind. Aber wirklich: Sie sind sooooooo süß! Als Haustiere kann ich sie sehr empfehlen.
Die Geschichte ist total cool
Tolle Geschichte, schade das sie schon vorbei ist 😔