Eure Geschichten

In Me­xi­ko mit Wolf und Vo­gel, Part 1

Ich stehe vor dem Flughafengebäude in Seoul und warte auf meine Beste Freundin Lola, mit der ich nach Mexiko fliegen soll, um einen Wandler zu finden. Da fährt ein alter Audi vorbei, aber drinnen sitz nicht Lola. Weitere Autos fahren vorbei, unter anderem eine Limousine und ein Pick-Up, aber Lola will einfach nicht auftauchen. Ich bekomme langsam Angst, dass sie nicht mehr auftaucht und ich allein fliegen muss.

Verwandlung am Flughafen?

Doch da kommt sie angerannt. Wir schaffen es gerade so noch zur Kontrolle. Lola wirkt sehr aufgeregt, obwohl sie öfter als ich fliege. „Was ist los?“, frage ich sie auf Englisch, sie meint aber nur: „Bin aufgeregt, letztes Mal mussten ich hier ewig stehen und warten, weil die irgendetwas nicht okay fanden…“ Hoffentlich verwandelt sich nicht aus Versehen. Doch da ist es schon zu spät, der Mann, der uns kontrolliert zieht gerade mehrere Federn aus Lola Hosenbein! Oh nein, hoffentlich verwandelt sich Lola nicht! „Was ist das?“ fragt der Mann mürrisch. „Ähh“ fange ich an. Doch Lola sagt schnell: „Das sind die Federn meines Vogels!“ Nachdem der Mann uns noch mehrmals mürrisch mustert, dürfen wir endlich weiter. „Puh das war knapp, jetzt weiß ich, warum du aufgeregt warst. Zum Glück hast du dich sofort zurück verwandelt!!“„Wieso?“ fragt Lola, „Das waren die Federn meines Vogels…“ Da musste ich losprusten! „Du hast einen mexikanischen Kamingimpel als Haustier?“, frage ich. „Klar“, meinte sie, „Unterhaltung kann man immer gebrauchen!“ Nachdem ich noch kurz mit ihr diskutierte, ob sie das überhaupt darf (einen mexikanischen Kamingimpel zuhalten und noch dazu war sie ja selber einer und müsste wissen wie so ein Vogel sich fühlt…) steigen wir ins Flugzeug.

Ankunft in Mexiko

„Puh, endlich angekommen!“ meine ich. Lola sagt aber nur: „Wieso der Flug war doch toll!“, „Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein, alle Ängste -" „Kannst du bitte aufhören dieses Lied zu singen, das singst du immer wenn wir fliegen!“„Genau deswegen singe ich es, weil ich es immer singe!“ schoss sie zurück. „Ich geb es a… -“, ich war noch nicht fertig, da unterbrach mich Lola: „Unser Taxi steht im Stau und kommt wahrscheinlich erst in 4 Stunden, wir sollten erstmal zu einem Hotel laufen und morgen weiter fahren!“ „Kennst du eins?“ frage ich. „Xinja!“ „Ja, so heiße ich, und?“, ich schaue sie fragend an. „Ich bin halb hier aufgewachsen! Klar kenne ich ein Hotel!“ Das klang, als sei sie etwas beleidigt, Oops… „Dann lass uns Losgehen, wir haben ja nur unsere Rucksäcke und nicht viel zu schleppen.“, erwidere ich. Wir gehen los.

Plötzlicher Überfall

„Hier müssen wir links… Ach nee rechts abbiegen“ sagt Lola. „Ist das ganz sicher der richtige Weg?“ frage ich sie. „Es ist eine Abkürzung, ich kenne mich hier aber auch aus wie in meinem Handy!“ antwortet sie. Ich rolle kurz mit den Augen, sage aber nichts. Da kommt eine Gruppe Jungendlicher angerannt und packen Lola. Ich probiere mich zu wehren, aber es sind zu viele. Während ich einen wegstoße, verpasst mir ein anderer einen Tritt in die Kniekehlen. Ich tue so, als würde ich zusammen sacken und rolle mich unter ihnen durch. Doch schon wieder bin ich umzingelt. Aufgeben kommt nicht in Frage, ich bin schließlich ein Maui-Delfin! Mist, zu lang überlegt während die einen noch Lola verprügeln, kommen die anderen immer näher zu mir. Ich zähle, es sind 8.

Rettung durch den Jungen

Und da sehe ich ihn, einen Jungen, circa in unserem Alter, karamell-braune Haare, 1,70m groß und sehr durch trainiert. Er wirft der Gruppe einen Blick zu, gehört er zu denen? Nein, er befreit gerade Lola! Ich nehme all meinen Mut zusammen und schupse zwei weg und verpasse den anderen Tritte. Ich renne mich frei und folge Lola, die schon losgerannt ist. Ich blicke mich nochmal um und höre wie der Junge sagt:„Antonia und Alechandro! Könnt ihr nicht einmal jemanden verschonen, die eine ist sogar eine Mexikanerin!“ spricht er und rempelt dabei eines der Mädchen an. Die lacht jedoch nur und sagt spöttisch:„Ach Noah, immer noch Mitleid mit Schwächlingen?“ Ich drehe mich um und renne weiter. Ich hole Lola an der nächsten Ecke ein. Wir laufen noch 2 Minuten weiter bis wir stehen bleiben. „Ich glaube wir haben sie abgehängt!“, spuckt sie zwischen zwei Atemzügen aus. „Sie sind uns gar nicht gefolgt“, erwidere ich. „Man kann nie sicher sein“ antwortet Lola.

Suche nach einem Taxi

„Wie kommen wir jetzt eigentlich zum Hotel?“ frage ich. „Keine Sorge, da vorne ist eines, aber vielleicht bekommen wir doch noch ein Taxi nach Taxco.“ erzählt sie. Sie tippt wie wild auf ihr Handy rum und ruft dann jemanden an, sie sagt etwas auf Mexikanisch und ich verstehe nur Hallo und Bitte. Als sie auflegt sieht sie sehr unglücklich aus. „Du hast keins bekommen, oder?“ frage ich sie. „Doch, aber der Mann am Telefon war extrem unfreundlich!“ sagt Lola. Instinktiv rolle ich mit den Augen. „Wann kommt das Taxi?“ frage ich kurz danach. „Jetzt“ ruft Lola, sie ist ein Stück weiter gegangen und steht vor einem grünen VW. Ich renne zur ihr. Wir steigen ein.

Ankunft bei Freunden

Die Fahrt dauert 4 Stunden, eigentlich nur 2-3, aber in der Stadt ist echt viel los. Auf der Autofahrt unterhalten wir uns über den Überfall. Wir wollen zwar beide über den Auftrag reden, aber wir wissen nicht ob der Fahrer uns versteht. „Endlich!“ sage ich. Als wir in Taxco sind. Der kleine Ort gehört zu den Magischen Orten Mexikos, das ist eine Aktion um kleine Dörfer in Mexiko berühmt zu machen. Wir gehen sofort zur unserer Hütte (wir wohnen in einer der Hütten von Lolas Freunden), da es schon sehr spät ist packen wir nicht aus, sondern gehen sofort schlafen.

Tagesplanung

„Guten Morgen“ gähne ich Lola an. „Guten Morgen!“ sagt sie voller Motivation. Ich schaue Lola so an, als wäre sie ein Monster. „Bist du nicht müde?“ frage ich Lola. Sie schüttelt nur den Kopf. Wir machen Frühstück, zum Glück haben uns Lolas Freunde etwas hingelegt, weil wir gestern ja nicht mehr einkaufen waren. Wir essen „Huevos Rancheros“, das ist ein typisches mexikanisches Frühstück mit Eiern. Ich frage: „Warum sind deine Freunde heute nicht?“ „Erst einmal, sie heißen Jonas & Chiknu und heute ist Totensonntag, hast du das vergessen?“ Ich fasse mir an den Kopf, wie konnten ich das vergessen?! „Was machen wir dann heute?“ frage ich. „Durch die Stadt schlendern und mitfeiern!“ antwortet sie. Ich lächle. Als wir fertig sind mit essen, gehen wir los.

Im nächsten Teil geht es weiter! Seid gespannt!

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