Eure Geschichten

OMG Verknallt 💘🙈😵‍💫 - Kapitel 1 | Naturmädchen 🩵✨

Der Camping Urlaub

Ich spürte, wie es sanft ruckelte und das Wohnmobil auf dem uns zugewiesenen Stellplatz anhielt. Es war ein geräumiger, mit Rasen bewachsener Stellplatz, der mithilfe einer kleinen, bewachsenen Hecke von den Nachbarn getrennt wurde, die gerade ein paar Campingstühle vor der Zeltkonstruktion, die sie aufgebaut hatten, aufklappten.

„Nora, jetzt komm doch mal aus dem Wohnmobil!“, hörte ich meine Mutter von außen rufen.

Kurz darauf folgte ein Quengeln von meinem 10-jährigen Bruder Finn. Er war gerade in der Phase, in der er alles, was nicht zu ihm passte oder nicht so war, wie er es cool fand, uncool fand. Cringe. Random. Strange. Oder irgendsowas.

Ich stöhnte und quetschte mich aus dem eingeengten Sitz, auf dem ich saß. „Waaaaas?! Ich denke grad nach! Kann man das etwa nicht mehr?“

Ich war zu bockig gewesen, das wusste ich. Aber aktuell störte mich einfach alles: dass ich mich nicht mehr kontrollieren konnte, dass ich jeden sofort anschrie, wenn ich nervös wurde, dass ich sofort anfing zu heulen, dass ich so ziemlich gar nichts konnte, dass ich beschissen aussah, dass etwa 99,9 % der Bevölkerung cooler war als ich, dass so ziemlich kein Typ mich mochte, dass meine Freundinnen manchmal ziemlich nervten, und so weiter...

„Sorry, Mama“, murmelte ich nur und schmiss mich auf das aufgebaute kleine Sofa, das unter dem bereits in Rekordtempo aufgebautem Vorzelt stand.

Langsam und vorsichtig bewegte ich meine Hand zu meinem Handy vor, das meine Mutter während der Fahrt konfisziert und gerade auf den Tisch vor dem Außensofa gelegt hatte. Blitzschnell griff ich zu und schob das Handy unauffällig in meine Hosentasche.

Neue Bekanntschaften

„Komm, dreht mal eine Runde auf dem Campingplatz, vielleicht lernt ihr ja nette Leute kennen und findet Freunde!“, meinte meine Mutter. Der typische Elternspruch.

„Ja, okeee, komm Finn.“

Mühsam stand ich auf, warf meine blonden, leicht von der Sonne gebleichten Haare zurück und fuhr einmal kurz mit den Fingern hindurch. Ich warf einen kurzen Blick in die verspiegelte Scheibe des Wohnmobils, dann schob ich mich durch die enge Tür, um meinen Bruder zu holen.

Ich war halb Italienerin, meine Mutter kam aus Pisa, mein Vater aus Deutschland. Vor wenigen Jahren waren wir in die Heimat meiner Mutter gezogen, wo ich mich mittlerweile ziemlich gut eingelebt hatte. Trotzdem machten wir jeden Sommer und meistens auch im Winter Ferien in Deutschland und besuchten unsere Familie und ein paar Freunde. Dieses Jahr war mein Vater auf die fantastische Idee gekommen, ein Wohnmobil zu mieten, um damit auf einen Campingplatz zu fahren, der nur um die 5 km von unserem früheren Wohnort (und auch wo wir die Ferien verbrachten) entfernt war – also komplett langweilig und bekannt.

Okay, ich hatte zwar keinen Freund und war nicht jedes Wochenende auf irgendeiner Hausparty von Freunden, aber dafür... war ich eben ein Außenseiter. Meine drei Besties, Julia, Sara und Liv, waren so ziemlich die coolsten Girls der Schule und ich passte da so gar nicht rein. Trotzdem fühlte ich mich bei ihnen wohl, obwohl sie jetzt ziemlich oberflächlich geworden waren und sich nur noch mit Make-up, Jungs, Klamotten und Glimmer beschäftigten. Natürlich fand ich auch so 80 % der Typen süß und schminkte mich ab und zu, aber es war eben nicht dasselbe.

„Iiiiiiiirisssssss!“, quengelte Finn und sprang aus dem Wohnmobil. Natürlich direkt auf meinen Fuß. Yay.

„Autsch, pass doch auf!“

Finn ignorierte meinen Kommentar und fuhr mit seinem Skaterroller schon mal vor. Den „Campingplatz erkunden“. Yay.

Alles in mir sträubte sich dagegen, aber was sollte ich schon dagegen tun? Also folgte ich meinem Bruder. Wir liefen ein wenig zwischen den Stellplätzen umher, in die Toiletten und Waschanlagen, am See und am Hallenbad vorbei und dann nochmal durch den gesamten Campingplatz. Es war öde. Äußerst öde.

Wer ist der Typ?

Doch dann kamen wir an einem Stellplatz vorbei, auf dem ein dunkelblaues Auto und ein großer Wohnwagen standen. Davor war ein Vorzelt aufgebaut, mit einem Tisch und ein paar Klappstühlen drum herum, genauso wie ein kleines Außensofa, wie bei uns. Erstmal fand ich es uninteressant, genauso wie den Rest der ganzen öden Stellplätze. Doch dann kam ein Typ aus dem Wohnwagen.

Er war schlank, nicht sehr groß und hatte mittelbraune, leicht verwuschelte Haare, deren Pony ihm in die Stirn fiel. Er hatte haselnussbraune Augen, war leicht gebräunt und trug eine weiße, kurze Stoffhose, die modischerweise mit dunkelgrauen, gefakten „Tintenflecken“ bespritzt war, darüber ein weites, weißes Kurzarmshirt. In einer Hand hatte er ein Handy, in der anderen einen Korb mit schmutzigem Geschirr, einer Flasche Geschirrspülmittel, einem karierten Tuch und einem dunkelgrünen Spülschwamm.

Ich blieb kurz wie hypnotisiert stehen. Wie konnte jemand so unglaublich gut aussehen? Der Typ starrte mich kurz an, grinste nach unten und lief sich durch die Haare wuschelnd an mir vorbei in Richtung Waschanlagen.

Verdammt, ich brauchte die Nummer von diesem Typen. Jetzt sofort.

Ich musste aber noch warten. Abends, als wir gerade Nudelsalat aus dem Minikühlschrank im Wohnmobil aßen, sah ich, wie am Spielplatz, der unserem Stellplatz gegenüber lag, eine kleine Gruppe Jungs und Mädchen in meinem Alter stand und quatschte. Aber nicht auf Italienisch oder Deutsch, denn ich konnte nur wenige Wörter so halb verstehen.

Unter ihnen befanden sich die zwei Töchter unserer Stellplatznachbarn. Eine war groß und schlank, hatte lange, rotbraune Haare, die sie offen trug, und Sommersprossen. Sie war ausgesprochen hübsch und trug ein stylisches Outfit, auf das ich sofort neidisch war. Außerdem eine etwas kleinere mit blonden, leicht wirren Haaren, die zu einem unbeholfenen Pferdeschwanz gebunden waren. Sie trug kurze Jeans und ein pinkes Top, war genauso hübsch wie die größere, aber deutlich jünger. Trotzdem merkte man von weitem, dass sie Schwestern waren.

Nach einigem Hin und Her mit meiner Mom zwang sie mich letztendlich dazu, mit Google Translator auf dem Handy mit diesen unbekannten Leute zu sprechen. ZU SPRECHEN!!! HALLO?! MIT UNBEKANNTEN LEUTEN!!!! HILFE!

Ich tat es trotzdem. Aber trotz der Empfehlung meiner Mom, Google Translator zu benutzen, sprach ich die Gruppe in einem grottenschlechten Englisch an: „Hi, I'm from Italy, but, like, my mom is from Italy and my dad is from Germany, you understand?“

OMG. Wie peinlich. Am Ende benutzte ich doch Google Translator.

Eine neue Freundin

Tatsächlich hatte ich ziemlich Spaß beim Quatschen mit der Gruppe und als ich nachher zum Zähneputzen zu den Waschräumen ging, traf ich sogar das ältere Mädchen mit den Sommersprossen. Sie hieß Sophie. Tatsächlich konnte ich mich mit ihr sogar ziemlich gut auf Englisch verständigen.

Die nächsten Tage auf dem Campingplatz verbrachte ich nur mit ihr. Wir sahen uns gemeinsam den Sonnenuntergang am See an, versuchten hilflos Steine übers Wasser hüpfen zu lassen, bespritzten uns mit Wasser, teilten uns ein Eis, probierten seltsame Drinks aus dem Campingkiosk, stopften unseren kleinen Geschwistern vertrocknete Pommes in den Mund, lachten, gossipten und beobachteten den süßen Typen, den ich vor ein paar Tagen gesichtet hatte.

Am letzten Abend tauschten wir Nummern aus, weil wir unbedingt in Kontakt bleiben wollten. Wir spielten gemeinsam Badminton auf dem Spielplatz – „zufälligerweise“ neben dem cuten Typen und seinem kleinen Bro. Ich merkte schnell, dass er Deutsch sprach, und mir war klar: Ich BRAUCHTE seine Nummer.

Also sagte ich zu Sophie: „Ohhh, I like this boy, can you help me to ask he for his number??? Pleaseeee, he's so smash.“

Sie nickte grinsend und näherte sich dem Typen. „Hey, my friend wants your number, do you want to give it her?“

Das war erst der Anfang

Er grinste und nickte. Er zog sein Handy aus der Hosentasche und tippte meine Nummer ein.

„Du kommst aus Deutschland, oder?“, fragte er lächelnd.

„Ja, halb Italien, halb Deutschland“, antwortete ich. Mein Herz raste.

Ich tippte ein „Hi“ in den Chat. Er lächelte und schickte ein „Hi“ zurück.

Am nächsten Tag würden wir abreisen, um den Rest der Sommerferien in unserem alten Wohnort in Deutschland zu verbringen, doch der Typ, der übrigens Simon hieß, wohnte nur wenige Kilometer entfernt davon. Und ich wusste, das war erst der Anfang.

(basierend auf wahren Begebenheiten)

NÄCHSTER PART ERSCHEINT BALD!

Naturmädchen 🩵✨

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Eure Kommentare

Ich meinte Naturmädchen

Narurmädchen, wieeee?????

Es ist sooo cute und schönnn🥰🥰🥰

OMG! Du kannst sooooo gut schreiben! Ich liebe deine Geschichten und diese finde ich besonders cool!

@Paulina@: Ja klar!

Echt coole Geschichte mach weiter so!

PS wollen wir KS Freunde sein?