Eure Geschichten

Reise nach Aquarien Kapitel 3

Treffen mit Aqua

Das Meeresschloss war innen mit unzähligen Korallen in allen erdenklichen Farben bewachsen. Ein langer Mittelgang zog sich durch die Eingangshalle und führte zu vielen Zimmern. Am Ende des Ganges war eine große Tür hinter der sich der Thronsaal befand. Celestina und Lilith führten mich direkt hinein. Im Saal stand an der Wand ein steinerner Sitz. Auf diesem Sitz saß eine junge Meerjungfrau, die mich sehr an meine Mutter erinnerte. Ihre schwarzen Haare flossen glatt über ihren Rücken und vor allem ihre dunklen Augen ähnelten denen meiner Mama. Eine rot-goldene Flosse hatte diese Meerjungfrau. Zu ihren Seiten, vor zwei Delfinstatuen, schwammen zwei Meermänner in silbernen Rüstungen, die Dreizacke bei sich trugen.

Ihre Leibwächter "Lilith, Celestina, ihr seid zurück. Wen habt ihr da mitgebracht?", fragte die Meerjungfrau die ich für Aqua hielt. "Wir haben diese merkwürdige Meerjungfrau mitgebracht, Aqua. Sie kann keine echte Meerjungfrau sein, da sie nicht wie alle 12-jährigen ihr Muschelabzeichen hat.", erwiderte Lilith. Nun begann Aqua vor sich hin zu murmeln: "Das kann nicht möglich sein. Ist das etwa-". Ich begann endlich auch zu reden: "Ich bin Lani Silverstream, die Tochter von Lua und Niko Silverstream." "Lani, du bist es?! Ich kenne deine Mutter gut, sie ist meine Schwester. Auch eine Meerjungfrau, wie jetzt du. Sie und deine Großeltern sind aus Aquarien in die Menschenwelt geflohen, als der Krieg der Tiefsee-Nixen begann. Damals warst du noch ganz klein. Bei deinen Großeltern gibt es einen Tunnel hierher, allerdings wurde er nie benutzt.", sprudelte es nur so aus Aqua heraus. Okay, erstens war ich eine Meerjungfrau. Zweitens: Meine Mutter auch. Drittens: Was zur Hölle sind Tiefsee-Nixen? Viertens: Die Schwester meiner Mutter, war die Anführerin eines Meerjungfrauenschwarms. Krass! Die Anführerin fügte noch schnell  hinzu: "Ich weiß das ist erstmal ein Schock für dich, aber irgendwann wirst du es verstehen. Celestina, zeigst du Lani bitte ihr neues Zimmer?" Nun wand sie sich an Celestina. "Das schöne Zimmer im Südturm." Dieses Zimmer war wirklich wunderschön. Bunte Muscheln hingen von der Decke. Erschöpft kuschelte ich mich ins Bett. Die Decke war, wie auch das Kissen, aus bunten Algen gewebt. Schnell schlief ich ein, denn es war ein anstrengender Tag.

Fortsetzung folgt...

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