Eure Geschichten

The Secret of the Night

Zur Klasse

"Huhu-huhu!" Irgendwo auf einem Baum rief eine Eule. Das war die Weckeule, die Noctua genannt wird. Ich sprang aus meinem Bett und schlenderte zum Fenster. Von dem hohen Baum aus konnte ich fast alle sehen. Noctua saß schon auf einem Baum und drehte ihren Kopf ganz herum. Ihre violetten Augen leuchteten in der dunklen Nacht. Als ich wieder weggehen wolle, flog sie zu dem nebenliegenden, etwas kürzeren Baum. Ich öffnete die Luke und ging die Treppen runter, die im Baum eingeritzt waren. Der Baum war innen hohl, aber nicht ganz. Nur an der Seite. 

Als ich aus den Baum gelaufen bin, lief ich in der Richtung des roten Gebüschs, der in der Nähe meines Baums lag. Nachdem ich mittendrin war und von Gebüsch umhüllt war, erschien ein Fuchs vor mir mit neun Schweifen. Er musterte mich und fragte: "Welche Klasse?" "Jaguarenklasse, Wasserwiese", antwortete ich genauso knapp wie der roter Fuchs. Mit dem Tier war nicht zu spaßen, das wusste ich all zu gut. Vor mir verschwand das Gebüsch und der Fuchs, und stattdessen erschien eine Wiese mit Gewässern und kleine Bächern. Der Unterricht begann...

Der neuer Schüler

Ich ging zu einem abgefallenen Baum und setzte mich hin. Das war so schön hier. Überall gab es Blumen und nach einigen 100 Metern wuchs wieder ein Baum. Kleine Bäche, Gewässer und kristallklare Teiche flossen auf der satt grünen Wiese. Am himmlischsten war die stundenlange Sonne und der fast wolkenlose Himmel. Einige Schüler aus meiner Klasse kursierten überall. Lyvan und Mello kamen geschlendert und ganz lässig auf mich zu. "Wusstest du, dass ein neuer Schüler aus der oberen Klasse hier umzieht?", erzählte Mello begeistert. "Er ist ein Jahr älter als wir und ich habe gehört, er heißt Hicks-on. Klingt komisch, oder?", plapperte sie weiter. Ach, wen interessierte es? Es ist selten, dass jemand die Klasse wechselt, aber wozu der große Aufwand? 

Mitten in der Wiese stehen aus abgestorbenen Bäumen Tische und Stühle, die alle jeweils anders aussehen. Meiner zum Beispiel war von Efeu überwuchert und darüber fliegen immer Schmetterling. Alle dunkellila und trotzdem schön. Ich ging bereits zu meinem und setzte mich auf die Bank. Mister Amadeus schrieb: "Alvar" an die Tafel mit eine blaue Kreide. Die Tafel schwebte über dem kleinen Abgrund und ließ ein Klingelton heraus. "Guten Morgen alle zusammen. Heute will ich euch Alvar vorstellen, der in unserer Klasse gelandet ist, weil seine Klasse durch ein Kobold angegriffen wurde. Alle wurden in verschiedene Klassen verteilt. Alvar-", er wandte sich dem Neuen zu, "wir heißen dich willkommen in unserer Klasse", fügt er feierlich hinzu. 

Talente-Unterricht

"Beginnen wir mit dem Talente-Unterricht. Wo sind wir stehengeblieben?", fragte er die Klasse. Das neue Thema. Oh man! Ich wurde nervös. Ich bin 100% sicher, dass ich gar nicht talentiert bin. Jede Person - fast jede - hat herausgefunden, welche magische Kräfte sie hat. Nur ich nicht.

"In der mittleren Reihe neben Lilith, bitte", Mister Amadeus zauberte mit einem Fingerschnipsen einen abgesägten Baum genau neben meinen. Als Alvar sich auf den Baum setzte, wurde aus dem alten, bemoosten, zerfallenen Baum ein anständiger Tisch. Und wo Alvar sich hinsetzte, erschien eine Bank. Sein Tisch war weißes Birkenholz - vermute ich - und hatte überall abgenagte Nüsse. Ganz links auf dem Tisch saß ein Eichhörnchen und schaute sich konzentriert um. Niedliches Tierchen, dachte ich. 

Mello hatte einen bunten Papagei, der nur die ganze Zeit quasselte. Genau wie sie. Lyvan dagegen ein Jaguar an ihrer Seite. Mein Amilo, oder besser gesagt Amilos, sind Schmetterlinge, wunderschön sehen sie aus, aber in Wahrheit sind sie irgendwie gruselig. Welcher Schmetterling trank Blut?! Ach, Amilos sind die Begleittieren, man sollte gut auf sie aufpassen und sie ständig füttern. Je nachdem, sonst konnte man seine besondere Kraft nicht benutzen. 

Mister Amadeus unterbrachte meine Gedanken mit seiner Ankündigung. "Euch sollte es bekannt sein, dass in 3 Wochen der großer Waldtest bevorsteht. Jeder muss seine besondere Fähigkeit oder Fähigkeiten herausfinden, sonst ist derjenige durchgefallen", sagte er mit etwas heiserer Stimme. Oh, Kakerlakenmist! Was sollte ich tun? 

Den Rest des Unterrichts haben wir nur das besprochen, was im Waldtest vorkommt. Wir werden jeweils in verschiedene Gruppen geteilt und jede Gruppe wird nacheinander in den magischen Wald geschickt. Wo jeder die Fallen meiden und gegen andere Gruppen antreten sollte. Jede Gruppe bekommt einen Auftrag, wie zum Beispiel ein Pegasus fangen oder Vergisskraut zu finden. 

Nach dem Klingelton herrschte Chaos in der Klasse und alle liefen kreuz und quer zu deren Freunde. Hier bleiben wir den ganzen Schultag und dürfen erst raus, wenn der letzte Unterricht zu Ende ist. Als Lyvan und Mello zu zweit auf mich zukamen, kam der Hasentrupp an uns vorbeigeflogen und warf bunte, geschlossene Blüten in die Luft. Meine ist genau in meinen Händen gelandet, aber Lyvan bekam ihre wie normalerweise auf den Kopf gehauen. "Muss uns ausgerechnet dieser verrückte Trupp das Mittagessen verteilen?", schimpfte sie und öffnete ihre Essensblüte. Das tat ich auch. Eins nach dem anderen, habe ich die Blütenblätter gezogen, und fand ein Käsebrötchen und daneben auch ein Flower-Power-Drink.

Die Ziege

Den trank ich zuerst und aß danach sofort mein Essen. Wie herrlich. Doch da kam die Zicke und ihre Freundinnen, um uns zu stören. Ich stand von der grünen Wiese auf, auf der wir gerade picknickten, und funkelte sie an. Diese Ziege! "Na Kleine, weißt' immer noch nicht, was deine Kraft ist? Ach ja, ich habe vergessen, dass du überhaupt keine hast. Du armes Ding. Ist ja aber nicht schlimm. Wenn du den Waldtest versaust, kannst du trotzdem als eine Noctua oder ein Fox weiterleben. Oder was weiß ich", sie grinste mich hämisch an. "Ach, halt die Klappe", das ist alles, was ich herausbringen konnte. Aber zum Glück kam mir Mello zur Rettung. "Sorry, dass ich störe, aber darf ich dich an das letzte Jahr erinnern?" Da mussten wir drei losprusten. Nur die Zicken-Crew nicht.

Ihr Gesicht verfärbte sich rot wie eine Tomate und dann kreischte sie empört: "Doch, dieses Vieh, das hast du gezaubert, Lyvan! Das weiß ich ganz genau! Aber die Lehrern sind einfach blind und bemerken gar nichts!" Und wie! Ich konnte mich ganz gut an die Szene erinnern. Damals war ich ungefähr 12 Jahre alt, als Jillia einen giftigen Schlangenzweig gezaubert hat, um mich damit anzugreifen, ohne dass ein Lehrer etwas mitbekam. Hätte Lyvan den Zweig nicht in einen Hasen verwandelt, der an Jillias Haare gepinkelt hat, würde ich heute nicht mehr leben. Damals lachten wir uns schlapp. Hat sie nur verdient. Sie hat sich sehr aufgeregt, weil ich beim Kampfunterricht gegen sie gewonnen habe (wo sie die Stärkste ist und sich nicht blamieren ließ) und deswegen einen Schlangenzweig auf mich angesetzt. 

Ich rappelte mich hoch und die Ziege ließ uns endlich los. "Weißt du, was sie gerade sagte?", fragte Lyvan. "Was denn?", fragte ich und wischte die Lachtränen aus meinem Gesicht. "Sie meinte, sie findet den Neuen süß", erzählte sie mit ernster Miene. "Jillia darf den nicht kriegen!", mahnte uns Mello. "Nicht, dass er mir gefällt, sondern...ach, wisst ihr? Ich würde sagen, sie kriegt keine "gut aussehenden" Jungs!" Das Wort "gut aussehend" betonte sie. 

Alle sind verliebt

Mello war seit 2 Wochen in Oway verknallt. Ich weiß nicht, was sie an dem Typ findet, aber ihr Geschmack halt. Ich sog den frischen Duft. Hier gab es nur Tag. Keine Nacht. Ich fand das unheimlich, aber ist nicht wichtig. Ich hielt Ausschau nach dem "Neuen". Und tatsächlich fand ich ihn. Er stand ganz lässig angelehnt an einen Birkenbaumstamm und aß sein Frühstück. Hmmmm... gut aussehend? Vielleicht hat Mello da Recht? Ich ignorierte diesen Gedanken und musterte ihn von oben bis unten. Von hier aus vom Hügel konnte ich ganz klar seine wuscheligen, dunkelbraunen Haare und seine blauen Augen sehen. An seinem rechten Mundwinkel hatte er ein Grübchen. 

Gerade kam Jillia angeschlendert und zog ihre Crew mit sich zu ihm. Die Jungs guckten ihn eifersüchtig an. Außer Oway und Kirion, die einfach das Geschehnis ignorierten. Man konnte ganz gut von weit hinten sehen, dass Jillia mit ihm flirtete. Er zeigte jedoch kein Interesse an ihr. Alle Jungs, außer der Klasse, würden sich das nicht entgehen lassen. Jillia war die hübscheste von allen Mädchen hier. Und hat wahrscheinlich tausend Verehrer. Die Mädchen aus ihrer Crew hofften vielleicht, dass wenn sie mit Jillia der Zicke befreundeten sind, würden sie von ihrem Schwarm geliebt. Aber das ist total blöd! So gefährdeten sie nur ihr Herz, denn kein Junge aus der Klasse - außer Oway und Kirion - mochten Jillia über alles. Tja, selber Schuld. 

Ich ignorierte, was da so geschieht, und wendete mich meinem Frühstücksbrot zu, als ich bemerkte, dass mich jemand an der Schulter antippte. Ich wagte es nicht, hinzusehen, als ich Alvars Verschwindung bemerkte. Aber ich drehte meinen Kopf langsam um. Und tatsächlich, da stand er in Fleisch und Blut hinter mir und lächelte mich an.

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Eure Kommentare

Also...Ähh...Keine Ahnung. Ich weiß nicht wieso ich mich genannt habe. Ich glaube ich fand den Name ganz witzig.🤣🤣🤣 

Danke

Thx BockBockGirl7, darf ich fragen, wie du zu deinen Name kamst???? ^^

Ist super! Ich kann sehen dass du dir richtig viel Mühe gemacht hast!👍

Hey Helene, kannst du die Stellen kopieren und hier in die Kommis einfügen, damit ich dir es erklären kann. 

OK?

Schon der Anfang ist richtig gut😍Ein paar Formulierungen verstehe ich nicht aber das ist so eine gute Idee. 🤩

Das ist eine wirklich sehr gute Geschichte. Ich habe keine Tipps, weil es schon so gut war. 
LG Wolfsherz 🐺🖤

Bitte schreibt, ob es in Ordnung ist oder habt ihr Tipps?

Der anderer teil kommt später