~ The Secret of the Night 3 ~
Der See
Ich tapste durch die bunten Blätter des Waldes. Der Wind wehte die Blätter, die leise raschelten, als wollten sie die nächtliche Ruhe nicht stören. Ich atmete tief ein und lief weiter, aber diesmal schneller. Mein Amilo, ein Schwarm Schmetterlinge, folgte mir schwebend und lautlos durch den Wald. Kurze Zeit später, nachdem ich Lyvans Wegbeschreibung gefolgt war, kam ich an eine Wiese an. Meine Augen weiteten sich. Hier war es wunderschön. Ein See spiegelte den Mondschein und glitzerte fabelhaft. Um den See herum wuchsen violette Wisterien. Den Baum hatten wir in Naturkunde als Präsentation gewählt. Eine uralte Legende sagte, dass wenn man den Baum berührt, kann man ein wenig von seiner Zukunft sehen. Ob das stimmte? Ich lief und berührte einen. Nichts geschah. Natürlich! Weil das eine Legende ist. Am See, neben einem umgestürzten Baum, stand Mello. Ach, man konnte sie nicht übersehen, mit ihrer knallbunte Kleidung. Ich rannte zu ihr.
Eine unerwünschte Überraschung
"Hey!" begrüßte sie mich mit einem breiten Lächeln.
"Oh-uh." ich ahnte bereits, was sie machen will.
"Ja genau! Oh-uh." kicherte sie.
Sie war ruhig, bis Mellos Papagei das Wasser mit seiner Kralle streifte. Etwas blubberte. Ich ahnte nichts Gutes. Ein ohrenbetäubendes Knurren hallte in der Gegend. Ich nahm ein Schritt rückwärts, während Mello hinfiel. Mellos Papagei krächzte und schrie als plötzlich ein Fisch-ähnliches Wesen mit zwei Flügeln nach oben sprang. "E-ein f-fliegender Fi-fi-fisch!!!", stotterte und kreischte Mello gleichzeitig. Das Wesen jagte Mello über den See fliegend. Mir lief ein Schauer den Rücken runter. 'Was mach ich da?', rief eine innere Stimme mir zu. Ich muss ihm helfen, sonst ist Mello selbst tot. Wenn ein Amilo stirbt oder verletzt wird, geschieht das gleiche seinem Besitzer.
Die Rettung
Die Westeria dufteten hier sehr stark und den Duft saugte ich ein. Nachdem ich die Augen geschlossen hatte, konzentrierte ich mich auf mich selbst. Alle Geräusche, alle Düfte, alles ignorierte ich und blendete ich aus. Etwas kitzelte mich. Und dieses Gefühl wurde zu ein Kribbeln. Als ich die Augen langsam öffnete, lag Mello immer noch steif auf dem Boden, mit weit aufgerissene Augen. Ich probierte was zu machen, indem ich auf den Gruselfisch zeigte. Nichts geschah. Oh Mist. Ich konzentrierte mich wieder auf das Wesen. Plötzlich spürte ich eine riesige Kraft. Um mich herum verfärbte sich die Umgebung in Schwarz, das schnell wieder verblasste. Etwas ist nicht Ordnung. Aber was? Nein! Ich schwebte mitten im Luft vor dem Gruselfisch, der auf mich zukam. Nicht ich, nicht ich! Mellos Amilo hörte nicht auf mit dem Kreischen. Ich fasste ihn an einer seinen Flügeln und schloss den Augen. Ich stellte mir vor, wie die Wiese aussah, wie sich der Boden anfühlte und wie sich das anhörte. Feuchtes Gras und das Rascheln der Westeria-Blätter spürte ich sehr stark. Langsam öffneten sich meine Augen.
ich habe teil 5 geschrieben, sollte ich teil 6 schreiben, oder ist die Geschichte langweilig?
Ich hoffe, die Story gefällt euch. Aber hey, ich brauche eure HILFEEE!!!!!