Silbermonds Vergeltung, Kapitel 2
Minzsterns Geschichte
Sofort rannte Silbermond nach draußen. Ein fürchterlicher Gestank kam ihm in die Nase. Silbermond kräuselte die Nase vor Gestank. Es roch nach dem Wind-Clan! Sofort sträubte sich Silbermonds Fell. Schnell gesellte sich Silbermond zu Grauhelle, seiner Schwester.
»Wer ist das?«, flüsterte Silbermond.
»Keine Ahnung«, fauchte Grauhelle.
Silbermond hörte, wie Sonnenschatten rief: »Eine Wind-Clan-Katze? Da wär ja ein Hauskätzchen besser.«
Viele Katzen stimmte Sonnenschatten zu. Sogar Grauhelle und Silbermond.
»RUHE«, schrie Schattenstern. Sofort fing die Wind-Clan-Katze an zu erzählen. Am Ende weinten viele Katzen wegen ihrer Geschichte. Silbermond hörte noch wie Sonnenschatten leise schnaubte.
»Nun bekommst du gleich einen Kriegernamen. Dein Name ist von nun an Minzblatt!«
Viele aus dem Clan riefen: »Minzblatt, Minzblatt, Wilkommen! Minzblatt, Willkommen!«
Grauhelle rief mit. Silbermond traute sich aber nicht mehr, irgendwas gegen Sonnenschatten zu machen. Da Sonnenschatten seine Gefährtin ist. Doch heute Nacht hatte sie ja bewiesen, dass ihre Treue ihm nicht galt. Silbermond wollte ihr einfach aus dem Weg gehen.
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Die Drohung
Als er schon ein paar Pfotenschritte gegangen war, rief Schattenstern: »Stopp!« Sofort schaute Silbermond nochmal zu Schattenstern. »Zur Versammlung kommen mit: Frostpfote, Minzblatt, Sternsee, Blumenpfote, Adlerauge, Grauhelle, Dunkelpfote und Schilfklang. So ich schließe jetzt die Versammlung!«
Silbermond war plötzlich traurig.
»Hast du ein Glück«, seufzte er zu Grauhelle. Tröstend legte Grauhelle ihren Kopf auf Silbermonds Schulter und seufzte. Danach ging sie mit den anderen Katzen aus dem Lager.
Sonnenschatten kam dann zu Silbermond. »Wenn Adlerauge, Shadow Panter und Eisauge nicht da wären, wärst du jetzt Krähenfraß«, fauchte Sonnenschatten. Silbermond schaute Sonnenschatten an. Ihr Gesicht war so hübsch und trotzdem hatte sie ein kaltes Herz.
Silbermond seufzte. »Vielleicht hast du recht! Aber...«
Sonnenschatten verengte ihre Augen zu schlitzen und sie nahm ihren Schwanz, und legte ihn um Silbermonds Maul. (Sorry für das Wort aber Katzen haben ja keinen Mund, sondern ein Maul.)
»Sei mal lieber leise«, sagte Sonnenschatten höhnisch. Danach ging sie weg.
Silbermond spuckte die Haare von Sonnenschattens Schwanz aus. Danach sah er, wie Shadow Panter sich ein Fisch nahm. Dann kam er zu Silbermond.
»Wollen wir teilen?«, fragte er vorsichtig. Silbermond nickte. Shadow Panter nahm zuerst einen Bissen. Danach schob er mit seiner Pfoten den angebissenen Fisch zu Silbermond und dann ging es immer so weiter. Als der Fisch weg war, leckte sich Silbermond über die Lippen und Shadow Panter tat es ihm nach. Plötzlich spürte Silbermond, wie müde er schon war. Langsam tappte er zum Bau der Krieger und legte sich hin.
Die Entscheidung
Die Sonnenstrahlen kitzelten Silbermond an der Nase und er wachte auf. Neben ihm lag Minzblatt. Plötzlich bewegte sie sich. Sie gähnte und schaute Silbermond an. »Guten Morgen«, miaute sie noch halb im Schlaf. »Morgen«, miaute Silbermond zurück. Dann sah Silbermond den warmen Blick von Minzblatt.
Dann ertönte ein Jaulen von Schattenstern. »Alle Katzen versammeln sich! Das hier ist das wichtigste Clantreffen, das es je gab!«
Schnell rappelten sich Silbermond und Minzblatt auf und rannten gemeinsam zur Lichtung, nach draußen. Als alle Katzen sich versammelt hatten, winkte Schattenstern, Silbermond und Sonnenschatten zu sich.
»Nun ich habe mir alles angehört und bin zu einem Schluss gekommen! Sonnenschatten, du bist verbannt«, jaulte Schattenstern.
Plötzlich rief Schilfklang: »WAS??? WARUM!!?«
Die ganze Lichtung erschallte von ihrem Ruf. Viele Katzen, nahezu alle, stimmten ihr zu.
Schattenstern schaute Silbermond an.
»Also Sonnenschatten fragte mich, ob wir jagen wollen und ich sagte ja. Doch dann griff sie mich an. Zum Glück kamen Eisauge, Adlerauge und Shadow Panter. Sonst wäre ich jetzt...« Silbermond legte extra eine Pause ein. »Krähenfraß«, fauchte Sonnenschatten. Der Plan hatte funktioniert.
Doch dann geschah was Unerwartetes. Sonnenschatten griff Schattenstern an! Schattenstern fiel runter vom Hochstein und blieb liegen. Eine Totenstille brach ein. Jeder schaute erschrocken auf Schattenstern und starrte ihn an.
Sternsee eilte sofort herbei. »Er hatte sein letztes Leben«, miaute sie schließlich.
Silbermond schnappte nach Luft. Adlerauge kam an und setze sich zu Schattenstern.
Dann verkündete er: »Ich werde jetzt zum Mondstein reisen! Um meine neun Leben und meinen Namen abzuholen. Silbermond, dir hatte Schattenstern am meisten vertraut. Du passt auf, dass hier nichts passiert«. Sonnenschatten schnaubte verächtlich und ging aus dem Lager des Schatten-Clans.
Sternsees Geheimnis
Nach mehreren Herzschlägen ging Adler Auge. Langsam trauten sich die anderen Katzen des Schatten-Clans zu Schattenstern.
Doch Grauhelle ging zu Silbermond. »Ich kann es immer noch nicht glauben,« miaute sie.
»Ich weiß«, seufzte Silbermond.
Denn Grauhelle war mit Sonnenschatten befreundet. Dass Sonnenschatten jetzt den Clan verraten hatte, war bestimmt ein Schock für sie.
Sternsee stand kerzengerade da und starrte Löcher in die Luft. Langsam tappte Silbermond zu Sternsee, dabei sprang er runter vom Hochstein. Es hatte anscheinend die Nacht geregnet, weswegen seine Pfoten im Matsch dreckig wurden. Langsam tappte er voran. Sternsees Augen waren wie, als wären sie aus Stein.
Vorsichtig fragt Silbermond: » A... Alles okay?« Dabei gesellte er sich zu ihr. Er setzte sich hin und strich mit dem Schwanz über Sternsee. Sie war ganz kalt. Doch dann zuckte kurz Sternsees Ohr.
»Ja, ja alles bestens«, miaute sie abwesend, ohne ihn anzuschauen.
Silbermond seufzte. Irgendetwas verheimlichte Sternsee doch vor ihm.
Silbermond rückte näher. »Kannst mir alles sagen, ich verrate es schon nicht!«
Während er es sagte, schaute Silbermond Sternsee fest in die Augen.
»Also naja... Sonnenschatten. I..., Ist mein Kind«, stotterte sie.
Silbermond schaute erschrocken auf.
»Was???«
Hi, eine echt coole Geschichte! Mach unbedingt weiter!