Sommerzauber hinter der Brombeerhecke | Kapitel 2
Empfang am Bahnhof
Wenig später saß Elysia im Zug in Richtung "Nirgendwo", wie das Mädchen den ein wenig abgelegenen Ort, in dem ihre Großmutter lebte, gerne nannte.
Sie schlief fast die ganze Zugfahrt durch und schreckte kurz vor dem kleinen Bahnhof auf. Hastig packte sie ihre Koffer und passte auf, ja nichts zu vergessen. Als der Zug hielt, war sie die Einzige, die ausstieg.
Elysia blickte sich um. "Hey, du musst Elysia sein! Die Enkelin von Rosalie, stimmt's?", ertönte eine Stimme neben ihr. Elysia wirbelte herum und blickte direkt in das Gesicht eines gleichaltrige Jungen mit braunen Haaren. "Äh hi, wer bist du?", fragte das Mädchen. "Ich bin Raffael, der Nachbar deiner Großmutter, und ich soll dich beim Bahnhof abholen, herzlich willkommen!"
Über Wurzeln bis ins Dorf
Raffael und Elysia gingen auf einem Feldweg vom verlassenen Bahnhof bis zu dem Haus ihrer Großmutter. Zwischendurch führte der Weg über einen Wurzelweg im Wald. Das kann ja heiter werden", dachte sich Elysia, hoffentlich ist meine Großmutter nicht irgendeine Einsiedlerin und braut Hexentränke mitten im Wald.
Die zwei liefen ungefähr 20 Minuten, dann standen sie vor einem Dorf. Erleichtert atmete Elysia auf. Ihre Großmutter lebte in einem idyllischen, kleinen Dorf und nicht alleine im Wald. Raffael brachte das Mädchen noch bis zu einem Haus am Rande des kleinen Dorfes und verabschiedete sich. "Tschüss Elysia, bis bald!"